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Kritik am Bundesverkehrswegeplan: Autobahnkreuz Memmingen wird vorerst nicht ausgebaut
Junger Block Memmingen

Kritik am Bundesverkehrswegeplan: Autobahnkreuz Memmingen wird vorerst nicht ausgebaut

Symbolbild. Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Symbolbild. Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Bis 2030 sind zahlreiche Infrastruktur-Maßnahmen in ganz Schwaben geplant. Während nach der Vorstellung des Bundesverkehrswegeplans vielerorts die Sektkorken knallten, werden auch kritische Stimmen laut. Auch der Junge Block Memmingen ist unzufrieden. Laut dem Vorsitzenden Harald Miller werden die Bedürfnisse der Stadt Memmingen und des westlichen Landkreises nicht ausreichend berücksichtigt.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Am 16. März 2016 präsentierte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den neuen Bundesverkehrswegeplan. Dieser stellt wichtige Weichen für die Infrastruktur-Projekte deutschlandweit. In Schwaben war die Freude vielerorts groß: Zahlreiche für die Regionen wichtigen Projekte wurden aufgenommen. Kaufbeurens Oberbügermeister Stefan Bosse und Landrätin Maria Rita Zinnecker lobten vor allem die Pläne für den vierspurigen Ausbau der B12 zwischen Buchloe und Kaufbeuren. Enttäuscht vom neuen Bundesverkehrswegeplan zeigt sich hingegen der Vorsitzende des Jungen Blocks (JB) Memmingen Harald Miller.

Staus als Standortnachteil

„Der westliche Landkreis und die Stadt Memmingen kommen de facto nicht im Bundesverkehrswegeplan vor!“, so Miller entsetzt. Miller stößt auf, dass die Staus am Memminger Autobahnkreuz bis 2030 nicht beseitigt werden sollen. Laut Miller gibt es keine Hoffnung Bauprojekte vorher umzusetzen, die im aktuellen Bundesverkehrswegeplan nicht als vordringlich eingestuft wurden. Miller kritisiert hier auch den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke, der aus Kaufbeuren stammt. Auch die Handwerkskammer für Schwaben kritisiert Teile des Bundesverkehrswegeplans. Viele stauanfällige Strecken im Allgäu seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner erklärte dazu kürzlich: „Zeitverlust durch Stau verursacht bei unseren Betrieben hohe Kosten und bedeutet einen erheblichen Standortnachteil für die Unternehmen der jeweiligen Region.“

Mehr Verkehr durch neuen IKEA-Standort erwartet

Durch die geplante Ansiedlung von IKEA wird das Memminger Kreuz laut Miller zukünftig noch stärker belastet werden. „Nur ein dreispuriger Ausbau lässt in Zukunft einen Ausweichverkehr in den Memminger Ortsteilen und der Kernstadt vermeiden“, so Miller. Der junge Block Memmingen hält daher den Ausbau der Autobahn an dieser Stelle für dringender als den der Bundesstraße B12 zwischen Buchloe und Kaufbeuren. Grundsätzlich unterstützt der Junge Block Memmingen die Ansiedlung des Möbel-Konzerns im Unterallgäu. IKEA will in den neuen Standort 100 Millionen Euro investieren. Rund 350 neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen im siebenstelligen Bereich könnten für die Stadt dabei anfallen.