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Kößler Technologie expandiert in Babenhausen
Industrie 4.0

Kößler Technologie expandiert in Babenhausen

Das neue Gebäude von Kößler Technologie in Babenhausen. Foto: Kurt Hörbst/Peneder
Das neue Gebäude von Kößler Technologie in Babenhausen. Foto: Kurt Hörbst/Peneder

Der Automobil-Zulieferer Kößler Technologie mit Sitz im Unterallgäu hat große Pläne. Um diese zu verwirklichen, hat das Unternehmen seinen Standort erweitert – um 9.000 Quadratmeter Produktions- und 1.000 Quadratmeter Bürofläche.

Kößler Technologie plant, seinen Umsatz in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln und die Belegschaft von derzeit etwa 330 auf 500 Personen aufzustocken. Diese Pläne und ein Großauftrag gaben 2016 Anlass zur Erweiterung des Standorts in Babenhausen.

Neues Gebäude ermöglicht Produktivitäts-Steigerung

Mit der Planung und Realisierung des Baus wurde das österreichische Unternehmen Peneder beauftragt. Zusammen mit Netzwerk-Partner STIWA realisierte Peneder in nur zehn Monaten einen energieeffizienten und hochautomatisierten Betriebs-Neubau. Dieser ermöglicht eine Energie-Kostenreduktion von rund 30 Prozent im Vergleich zu einem Standard-Gebäude. In Summe ergibt dies mehrere hunderttausend Euro Energiekosten-Einsparung pro Jahr. Zusätzlich verhilft der Neubau dem Unternehmen durch automatisierte Prozesse und optimale Produktions-Bedingungen zu einem Produktivitäts-Sprung.

Das neue Gebäude von innen. Foto: Susanne Mölle

Industrie 4.0 im Fokus

Den Ausgangspunkt der Planungen bildete eine mehrtägige Analyse der Prozesse mit ihren Energie- und Materialflüssen sowie aller produktivitätsrelevanten Umgebungs-Bedingungen. „Auf dieser Basis entwarf das Team rund um den Peneder-Architekten Harald Setka ein Musterbeispiel eines intelligenten Industrie-4.0-tauglichen Businessbaus“, erläutert Reinhard Kößler, Geschäftsführer der Kößler Technologie GmbH. Die erarbeitete Energielösung nutzt vorrangig Einsparungs-Potenziale in den Bereichen Heizung, Kühlung und Lüftung. So wird unter anderem der Kühlbedarf der Halle reduziert, indem die Abwärme der Maschinen, der Prozessabluft, des Kühlschmierstoffs sowie der Antriebsaggregate über einen Wärmetauscher abgeführt wird. Bei Bedarf kann die abgeleitete Wärme in anderen Gebäude-Bereichen für Heizzwecke nutzbar gemacht werden.

Das neue Gebäude von innen. Foto: Kurt Hörbst/Peneder

Mögliche Erweiterungs-Szenarienbereits eingeplant

Das Energiekonzept senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern wirkt sich auch positiv auf die Produktivität und Prozess-Sicherheit aus. „Mit unserem neuen automatisierten Gebäude ist es uns gelungen, die Produktivität, Prozess-Sicherheit und Effizienz zu maximieren und gleichzeitig die Energiekosten zu minimieren. Die Errichtungs-Kosten werden sich rasch amortisieren und unsere Wachstums-Strategien sind auch langfristig perfekt abgesichert“, freut sich Kößler.

So ist die Betriebsstätte neben der zukunftsweisenden Architektur auch darüber hinaus wirtschaftlich für die Zukunft gewappnet. Dafür stellt der Bau die erforderlichen Kapazitäten für die geplante Personal-Aufstockung in Verwaltung und Produktion bereit. Sollten zusätzliche Ausbaupläne aufkommen, hat Peneder-Architekt Harald Setka vorgesorgt: „Mögliche Erweiterungs-Szenarien wurden in unserem Masterplan von Anfang an mitentwickelt.“

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