IHK Schwaben

IHK: Kein Verständnis für Verzögerung des Bahn-Ausbaus IHK Schwaben

Die IHK Schwaben sorgt sich um das Projekt Bahn-Ausbau München–Memmingen–Lindau. Die Deutsche Bahn AG gab Mehrkosten und eine Verzögerung des Projekts bekannt. Dies dürfe das Projekt jedoch nicht aufhalten.

Die Deutsche Bahn AG gab am 18.10.2012 bekannt, dass es beim Ausbau der Bahnlinie München–Memmingen–Lindau zu erhöhten Kosten und einer zeitlichen Verzögerung bei der Elektrifizierung kommt. Dies nahm die IHK Schwaben mit Bedauern und teilweise auch Unverständnis zur Kenntnis. „Wir müssen uns jetzt erst recht mit voller Energie hinter dieses Projekt stellen“, betonte IHK-Vizepräsident Gerhard Pfeifer (Memmingen). „Die Wirtschaft braucht eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Metropolregionen München und Zürich wie auch die Unternehmen und die Menschen im Allgäu selbst.“

Projektpartner müssen schnell handeln

Jetzt sei es wichtig, dass sich die Projektpartner nun rasch über die Finanzierung der Mehrkosten einigen. Auch die, in gewissen Teilen durch die beiden Bürgerentscheide in Lindau zur Lage des künftigen Fernverkehrsbahnhofs entstandene Verzögerung muss auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Flugzeug attraktiver als Bahn

Wie wichtig das Projekt auch für die Schweiz ist zeigt der Vorfinanzierungsbeitrag von mehr als 50 Millionen Euro für einen Ausbau einer Schienenstrecke in Deutschland. Das große Interesse der Schweiz an diesem Projekt sollte Veranlassung genug sein, dass es mit dem Ausbau so zügig wie möglich vorangeht. „So etwas darf nun nicht an einer Kostensteigerung im zweistelligen Millionenbereich in Deutschland scheitern.“ Es könne nicht sein, dass auf einer Strecke von nur 300 Kilometern Luftlinie zwischen München und Zürich das Flugzeug das attraktivere Verkehrsmittel als die Bahn sei. Nicht zuletzt deshalb müsse auch der Bund aus übergeordneten Interessen hinter einem solchen Projekt stehen. Ohne den Ausbau gerate die Bahn auch gegenüber der fertiggestellten Autobahn A 96 ins Hintertreffen und sei langfristig nicht konkurrenzfähig.

Eine wichtige Achse für Schwaben

„Die Wirtschaft sieht die Ertüchtigung der Strecke durch elektrischen Betrieb und Ausbau für schnelle Neigetechnik-Züge auch als einen Einstieg in eine mittelfristige Elektrifizierung weiterer Strecken im und ins Allgäu“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank. Nicht zuletzt stelle sie als Zulauf zum künftigen Gotthard-Basistunnel (ab 2016) eine wichtige Achse in den für Schwaben wichtigen norditalienischen Wirtschaftsraum dar.

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IHK: Kein Verständnis für Verzögerung des Bahn-Ausbaus IHK Schwaben

Die IHK Schwaben sorgt sich um das Projekt Bahn-Ausbau München–Memmingen–Lindau. Die Deutsche Bahn AG gab Mehrkosten und eine Verzögerung des Projekts bekannt. Dies dürfe das Projekt jedoch nicht aufhalten.

Die Deutsche Bahn AG gab am 18.10.2012 bekannt, dass es beim Ausbau der Bahnlinie München–Memmingen–Lindau zu erhöhten Kosten und einer zeitlichen Verzögerung bei der Elektrifizierung kommt. Dies nahm die IHK Schwaben mit Bedauern und teilweise auch Unverständnis zur Kenntnis. „Wir müssen uns jetzt erst recht mit voller Energie hinter dieses Projekt stellen“, betonte IHK-Vizepräsident Gerhard Pfeifer (Memmingen). „Die Wirtschaft braucht eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Metropolregionen München und Zürich wie auch die Unternehmen und die Menschen im Allgäu selbst.“

Projektpartner müssen schnell handeln

Jetzt sei es wichtig, dass sich die Projektpartner nun rasch über die Finanzierung der Mehrkosten einigen. Auch die, in gewissen Teilen durch die beiden Bürgerentscheide in Lindau zur Lage des künftigen Fernverkehrsbahnhofs entstandene Verzögerung muss auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Flugzeug attraktiver als Bahn

Wie wichtig das Projekt auch für die Schweiz ist zeigt der Vorfinanzierungsbeitrag von mehr als 50 Millionen Euro für einen Ausbau einer Schienenstrecke in Deutschland. Das große Interesse der Schweiz an diesem Projekt sollte Veranlassung genug sein, dass es mit dem Ausbau so zügig wie möglich vorangeht. „So etwas darf nun nicht an einer Kostensteigerung im zweistelligen Millionenbereich in Deutschland scheitern.“ Es könne nicht sein, dass auf einer Strecke von nur 300 Kilometern Luftlinie zwischen München und Zürich das Flugzeug das attraktivere Verkehrsmittel als die Bahn sei. Nicht zuletzt deshalb müsse auch der Bund aus übergeordneten Interessen hinter einem solchen Projekt stehen. Ohne den Ausbau gerate die Bahn auch gegenüber der fertiggestellten Autobahn A 96 ins Hintertreffen und sei langfristig nicht konkurrenzfähig.

Eine wichtige Achse für Schwaben

„Die Wirtschaft sieht die Ertüchtigung der Strecke durch elektrischen Betrieb und Ausbau für schnelle Neigetechnik-Züge auch als einen Einstieg in eine mittelfristige Elektrifizierung weiterer Strecken im und ins Allgäu“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank. Nicht zuletzt stelle sie als Zulauf zum künftigen Gotthard-Basistunnel (ab 2016) eine wichtige Achse in den für Schwaben wichtigen norditalienischen Wirtschaftsraum dar.

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