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50 Jahre lang arbeiten, und das noch in einer einzigen Firma, das ist außergewöhnlich. Nicht in Offingen: Elfriede Bredl ist bereits die dritte Mitarbeiterin, die dieses Betriebsjubiläum bei der BWF Group erreichte.
Überraschung und offizielle Feier
Aber alltäglich ist es wahrlich nicht, und so wird dieses Jubiläum auch gesondert geehrt: Die geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Wolfgang Schmid und Stefan Offermann überraschten die Jubilarin mit einem Blumenstrauß und einem Geschenkgutschein am Arbeitsplatz. Die offizielle Feier für alle Jubilare eines Geschäftsjahres wird traditionell kurz vor Weihnachten mit Übergabe der Urkunden, Geschenke und finanziellen Prämien begangen. Auch hier wird Fr. Bredl als Dienstälteste im Mittelpunkt stehen.
Vom Hauptschulabschluß bis heute
Als knapp 15jähriges Mädchen trat Frau Bredl direkt nach dem Hauptschulabschluss einen Ferienjob in der damaligen Hutabteilung von BWF Feltec an. "Und da bin ich hängengeblieben", schmunzelt sie im Gespräch mit der Geschäftsleitung. Überall da, wo sie gebraucht wurde, hat sie mit angepackt: z. B. bei Versuchen in der Färberei oder in der Hutabteilung. Bis sie im Jahre 1965 in den damals noch jungen Unternehmensbereich BWF Profiles (gegründet 1954) berufen wurde. Ihr damaliger Vorgesetzter hat sie dann auch nicht wieder hergeben wollen. Seit 1995 ist sie in der Abteilung Qualitätssicherung tätig. Eigentlich eine Männerdomäne, in der sie sich jedoch trotz ihrer zierlichen Körpergröße ohne Probleme behauptet: "Ich habe meine Kerle schon im Griff", sagt sie mit einem Augenzwinkern. Die Kollegen nennen sie liebe- und respektvoll "unsere QS-Mutti".
Learning by doing
Eine Ausbildung hat Fr. Bredl nie gemacht. "Das war damals so, wir haben uns alles selber beigebracht". Bis auf den gesetzlichen Mutterschutz hat die zweifache Mutter immer durchgearbeitet, 50 Jahre lang. Die Arbeit habe ihr auch geholfen, den frühen Tod ihres Ehemannes im Jahr 1997 zu bewältigen.
Was waren die Highlights?
Ganz besonders gefalle ihr in ihrem Aufgabenbereich die Tatsache, dass man das Ergebnis der täglichen Arbeit (in Form eines Kunststoffprofiles - Anmerkung der Redaktion) immer sichtbar in den Händen halten könne. In all den Jahren habe sie immer pünktlich ihren Lohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten und sie habe nie kurzarbeiten müssen, auch in schwierigen Zeiten bei rückläufiger Auftragslage in den 70er und 80er Jahren. Im Laufe der Zeit habe sich das Arbeitsumfeld natürlich enorm gewandelt. So berichtet sie, dass man früher auch samstags gearbeitet hat.
Auch in Zukunft aktiv
Das Leben annehmen und immer sein Bestes geben - nach diesem Motto habe sie gearbeitet und so werde sie auch die Rente gestalten. Haus und Garten sowie die 12- und 15 Jahre alten Enkel werden sie beschäftigt halten. Gelegentliche Reisen in die Berge mit Freunden sind auch geplant.