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Beim Zubehörhersteller Hama in Monheim soll Nachhaltigkeit künftig noch stärker nach festen Vorgaben organisiert werden, denn der Unternehmenshauptsitz wurde nach EMAS, dem europäischen System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung, validiert und registriert.
Damit sind regelmäßige Kontrollen und eine transparente Dokumentation verbunden. Unter anderem erfasst Hama dabei, welche Auswirkungen der Standort auf die Umwelt hat, welche Ziele sich das Unternehmen setzt und welche Fortschritte bei deren Umsetzung erzielt werden.
Ein zentraler Bereich sei der Energieverbrauch. Bereits seit 2017 produziert Hama in Monheim Strom über eigene Photovoltaikanlagen auf den Hallendächern, die über eine Leistung von 475,2 Kilowatt-Peak verfügen. Zusätzlich sind vier gasbetriebene Blockheizkraftwerke im Einsatz. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme, die am Standort selbst genutzt werden. Auch die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge soll nach und nach ausgebaut werden.
Beim Thema Treibhausgasemissionen orientiert sich das Unternehmen am international verwendeten Greenhouse Gas Protocol. Aktuell werden die direkten Emissionen des Unternehmens sowie Emissionen aus eingekaufter Energie berücksichtigt. Weitere Emissionen, die beispielsweise innerhalb der Liefer- und Wertschöpfungskette entstehen, sollen künftig ebenfalls systematisch erfasst werden. „Nachhaltigkeit bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen voranzutreiben. Dabei sind es nicht nur die großen Projekte, die zählen, sondern auch die vielen kleinen Entscheidungen und Verbesserungen im Alltag“, sagt Stine Blinne, Nachhaltigkeitsmanagerin und Umweltmanagementbeauftragte bei Hama.
Auch bei Produkten und Verpackungen spielen Umweltaspekte nach Angaben des Unternehmens zunehmend eine Rolle. Betrachtet werden dabei unter anderem der Materialverbrauch, die Lebensdauer und Qualität der Produkte sowie deren Recyclingfähigkeit. Ein internes Bewertungssystem soll dabei helfen, Verbesserungspotenziale zu erkennen. Bei Verpackungen arbeitet Hama unter anderem daran, weniger Material einzusetzen, recyclingfähige Lösungen zu verwenden und den Anteil an Recyclingmaterial zu erhöhen. Geschäftsführer Christian Sokcevic sieht Nachhaltigkeit dabei nicht nur als ökologische Aufgabe: „Nachhaltigkeit sichert nicht nur die ökologische und soziale Zukunft, sondern auch die wirtschaftliche Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb setzen wir auf Effizienz, erneuerbare Energien und einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen.“
Neben den eigenen Produkten nimmt das Unternehmen auch seine Lieferkette in den Blick. Für Lieferanten und Dienstleister gelten definierte Anforderungen, die in einem Supplier Code of Conduct festgehalten sind. Diese orientieren sich unter anderem an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Dazu gehören Vorgaben zu fairen und sicheren Arbeitsbedingungen sowie der Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit. Als Mitglied des Unternehmensverbands Amfori beteiligt sich Hama zudem an der Business Social Compliance Initiative. Über Audits und weitere Prüfverfahren sollen die Bedingungen bei Lieferanten überprüft werden.
Zum Nachhaltigkeitskonzept gehören nach Unternehmensangaben auch die Arbeitsbedingungen am Standort. Hama entwickelt beispielsweise Modelle für mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeiten und gesundes Arbeiten weiter. Eine sogenannte Null-Unfall-Strategie soll außerdem dazu beitragen, Arbeitsunfälle möglichst zu vermeiden.