Landgericht

Gammelfleisch-Skandal

Der Prozess um den Gammelfleisch-Skandal hat gestern sein Ende gefunden. Wolfgang L. Seniorchef der Wertinger Firma wurde gestern wegen Betrugs zu einer Haftstrafe verurteilt.

Der Gammelfleisch-Skandal hörte sich an wie ein schlechter Witz. Keiner glaubte, dass es sowas im Raum Dillingen überhaupt gibt. Doch dann kam es ans Licht. Wolfgang L., Seniorchef eines Wertinger Fleischhandels, hat, zusammen mit zwei Geschäftspartnern, Gammelfleisch an Dönerbuden in Berlin verkauft, B4B SCHWABEN berichtete. Aus diesem Grund wurde Wolfgang L. von der Staatsanwaltschaft wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt.

Wertinger muss hinter schwedische Gardinen

Der Wertinger Fleischhändler wurde gestern am Landgericht zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach Angaben der Augsburger Allgemeine wurde Wolfgang L. nur wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 22 Fällen schuldig gesprochen. Das bedeutet, dass der Wertinger Fleischhändler nicht wegen dem Verkauf von Gammelfleisch verurteilt wurde.

Vorfälle ereigneten sich bereits vor 4 Jahren

Insgesamt handelte es sich um 150.000 Kilogramm Gammelfleisch, das für 190.000 Euro den Besitzer wechselte. Tiefgefroren wurde es auf dem Fabrikgelände in Wertingen zwischengelagert, bevor es meist in Dönerbuden in Berlin landetet. Dort wurde es zwischen 2006 und August 2007 in den zahllosen Döner-Buden als Imbiss verarbeitet. Erst dann flog die Praxis von L. und seinen Partnern auf.

Beim letzten Transport flog der Wertinger Fleischhändler auf

Dank des aufmerksamen Kühlwagenfahrers, Miroslaw Strecker, konnte Wolfgang L. überführt werden. Der Zeuge sagte gestern aus, dass der Wertinger Firmenchef das Fleisch, welches nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet war, als essbar etikettiert haben deklariert hatte. Ausgerechnet bei diesem Transport flog der Wertinger Firmenchef auf, es sollte der letzte Transport sein. Aber eines ist sicher, dies war auch wirklich der letzte Transport des wertinger Fleischhändlers. Die Berufsgenossenschaft, an die sich Strecker nach einigen Weiterleitungen wandte fühlte sich zuständig und handelte. Laut Augsburger Allgemeine suchten Polizisten und Mitarbeiter des Landratsamtes Dillingen weiter, nachdem Strecker auf seine Lieferpapiere verwies. Und diese Beharrlichkeit wurde belohnt, die Beamten wurden bei Wolfgang L. fündig.

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Gammelfleisch-Skandal

Der Prozess um den Gammelfleisch-Skandal hat gestern sein Ende gefunden. Wolfgang L. Seniorchef der Wertinger Firma wurde gestern wegen Betrugs zu einer Haftstrafe verurteilt.

Der Gammelfleisch-Skandal hörte sich an wie ein schlechter Witz. Keiner glaubte, dass es sowas im Raum Dillingen überhaupt gibt. Doch dann kam es ans Licht. Wolfgang L., Seniorchef eines Wertinger Fleischhandels, hat, zusammen mit zwei Geschäftspartnern, Gammelfleisch an Dönerbuden in Berlin verkauft, B4B SCHWABEN berichtete. Aus diesem Grund wurde Wolfgang L. von der Staatsanwaltschaft wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt.

Wertinger muss hinter schwedische Gardinen

Der Wertinger Fleischhändler wurde gestern am Landgericht zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach Angaben der Augsburger Allgemeine wurde Wolfgang L. nur wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 22 Fällen schuldig gesprochen. Das bedeutet, dass der Wertinger Fleischhändler nicht wegen dem Verkauf von Gammelfleisch verurteilt wurde.

Vorfälle ereigneten sich bereits vor 4 Jahren

Insgesamt handelte es sich um 150.000 Kilogramm Gammelfleisch, das für 190.000 Euro den Besitzer wechselte. Tiefgefroren wurde es auf dem Fabrikgelände in Wertingen zwischengelagert, bevor es meist in Dönerbuden in Berlin landetet. Dort wurde es zwischen 2006 und August 2007 in den zahllosen Döner-Buden als Imbiss verarbeitet. Erst dann flog die Praxis von L. und seinen Partnern auf.

Beim letzten Transport flog der Wertinger Fleischhändler auf

Dank des aufmerksamen Kühlwagenfahrers, Miroslaw Strecker, konnte Wolfgang L. überführt werden. Der Zeuge sagte gestern aus, dass der Wertinger Firmenchef das Fleisch, welches nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet war, als essbar etikettiert haben deklariert hatte. Ausgerechnet bei diesem Transport flog der Wertinger Firmenchef auf, es sollte der letzte Transport sein. Aber eines ist sicher, dies war auch wirklich der letzte Transport des wertinger Fleischhändlers. Die Berufsgenossenschaft, an die sich Strecker nach einigen Weiterleitungen wandte fühlte sich zuständig und handelte. Laut Augsburger Allgemeine suchten Polizisten und Mitarbeiter des Landratsamtes Dillingen weiter, nachdem Strecker auf seine Lieferpapiere verwies. Und diese Beharrlichkeit wurde belohnt, die Beamten wurden bei Wolfgang L. fündig.

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