Kommentar

Wieso uns Schwabens Sparkassen-Mega-Fusion zuversichtlich stimmt

Die geplante Fusion der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und der Kreissparkasse Augsburg hat große Wellen geschlagen. Die Sparkassen-Ehe steht unter einem guten Stern.

Was Fusionen von Sparkassen angeht, kann man sich derzeit auf die alte Juristenformel verlassen: „certus an, incertus quando“ – „Es ist sicher dass, aber unsicher wann.“ Seit Jahren strebt die vielgestaltige deutsche Sparkassen-Landschaft nach größeren Einheiten. Von 796 selbständigen Einheiten anno 1990 hat sich die Zahl der kommunalen Kreditinstitute bis heute auf weniger als 380 halbiert.

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Die Überraschung steckt dann eher in der Antwort auf die Frage: „Wer mit wem?“ In dieser Angelegenheit haben die Kreissparkasse Augsburg und die Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim jetzt für einen Paukenschlag gesorgt. Ihre Ankündigung, sich zur Sparkasse „Schwaben-Bodensee“ zusammenzuschließen, kam sozusagen aus dem Nichts. Die Verhandlungen und Vorbereitungen darauf waren so vertraulich, dass noch nicht einmal die Spatzen am Martin-Luther-Platz hier und am St.-Josephs-Kirchplatz dort etwas hätten vom Dach pfeifen können.

Das stimmt zuversichtlich. Denn daraus lässt sich ablesen, dass beide Sparkassen nicht aus der Not heraus handeln, sondern aus Stärke. „Noch“ muss man anfügen. Denn die Auflagen der Finanzaufsicht sind für kleinere Kreditinstitute zu einer immensen Last geworden – bei gleichzeitiger Nullzins-Politik, die das klassische Geschäft beschädigt. Dazu kommt nie nachlassender Gegenwind aus der EU, in der das deutsche Drei-Säulen-Bankenmodell ein einzigartiges Biotop ist. Alle Naselang kommt irgendein Lobbyist auf die Idee, den Sparkassen (und den Genossenschaftsbanken auch) wegen ihrer Eigentümerstruktur eine Wettbewerbsverzerrung zum Nachteil der Großbanken vorzuwerfen. Solche Attacken lassen sich zwar bisher immer wieder abschmettern, aber Bestandsschutz sieht anders aus. 

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Rapide Veränderungen bewegen sie Sparkassen aber auch im Inneren. Der Wandel im Zahlungsverkehr, die fortschreitende Digitalisierung, ein verändertes Kundenverhalten: Dies alles spricht jedoch dafür, dass sich Sparkassen-Strategen von alten Strukturen lösen müssen. Der Betrieb von Rechenzentren, die Bündelung von Spezialwissen im internationalen Geldverkehr, das Agieren am Immobilienmarkt sind nur drei Beispiele dafür, warum es große Einheiten braucht, um die Sparkassen in ihrer bisherigen Qualität zu erhalten: Als weiterhin regional verankerte Finanzdienstleister, deren Mitarbeiter nicht nur (aber auch) übers Telefon oder im Chat erreichbar sind. Gerade für mittelständische Unternehmen – mit denen Bayerisch-Schwaben reich gesegnet ist – sind Ansprechpartner vor Ort Gold wert, die regionale Entwicklungen und Perspektiven realistisch einschätzen können. Klassische Hausbanken eben.

So gesehen macht man in Memmingen und in Augsburg gerade alles richtig. Diese Fusion ist gut für den Standort „Schwaben-Bodensee“. Wobei der Name sicher auch als Einladung verstanden werden darf, wenn die Brautschau weitergeht. 

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So gesehen macht man in Memmingen und in Augsburg gerade alles richtig. Diese Fusion ist gut für den Standort „Schwaben-Bodensee“. Wobei der Name sicher auch als Einladung verstanden werden darf, wenn die Brautschau weitergeht. 

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