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Sie ist 27 Meter lang, mehr als 13 Meter hoch, produziert bis zu 55.000 Zeitungen pro Stunde – und wiegt so viel wie rund 70 ausgewachsene Elefanten. Mit der offiziellen Einweihung der neuen Rotationsmaschine „Commander CL“ hat die Mediengruppe Pressedruck eine der größten Einzelinvestitionen ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen.
Während viele Verlagshäuser ihre Printproduktion zurückfahren oder auslagern, investiert die Mediengruppe bewusst in den Standort Augsburg und die Zukunft der gedruckten Zeitung. Das neue Druckzentrum soll die Produktion effizienter, nachhaltiger und qualitativ hochwertiger machen – und gleichzeitig die Grundlage dafür schaffen, Print und digitale Angebote langfristig gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die Investition in die neue Produktionsinfrastruktur bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich. Herzstück ist die vom Würzburger Traditionsunternehmen Koenig & Bauer gefertigte Rotationsmaschine. Künftig werden hier sechsmal pro Woche die Augsburger Allgemeine und ihre Heimatzeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 140.000 Exemplaren in 18 verschiedenen Ausgaben produziert. Darüber hinaus entstehen in Augsburg Werbeprospekte, Anzeigenblätter, Branchenzeitungen, kirchliche Sonntagszeitungen sowie die Wochenzeitung extra. Insgesamt werden am Standort jährlich rund 160 Millionen Druckprodukte mit etwa 3,3 Milliarden bedruckten Seiten hergestellt.
Für Andreas Schmutterer, Standortleiter Augsburg der Mediengruppe Pressedruck, ist das neue Druckzentrum weit mehr als eine technische Modernisierung. Es stärke den Produktionsstandort langfristig und schaffe die Voraussetzungen, Kunden auch künftig Druckdienstleistungen auf höchstem Niveau anbieten zu können.
„Mit dem neuen Druckzentrum verfügen wir über eine der modernsten und effizientesten Produktionsinfrastrukturen am Markt – ein entscheidender Erfolgsfaktor für uns am Standort Augsburg und für die gesamte Mediengruppe Pressedruck, aber auch für unsere Kunden“, sagte Schmutterer bei der Einweihung. „Wir freuen uns, Druckdienstleistungen auf höchstem Niveau und in höchster Qualität anbieten zu können. Die Investition hilft uns, die Zukunft nicht nur im Digitalen, sondern auch im Print zu gestalten.“
Von der Investition profitieren nicht nur die eigenen Zeitungstitel der Mediengruppe. Auch externe Auftraggeber sollen künftig von einer höheren Druckqualität, effizienteren Produktionsabläufen und einer modernen Druckinfrastruktur profitieren.
Dass die Mediengruppe Pressedruck gerade jetzt in eine neue Produktionsanlage investiert, ist für das Unternehmen eine strategische Entscheidung. Die neue Druckmaschine soll nicht nur die Produktion effizienter und nachhaltiger machen, sondern die gedruckte Zeitung als festen Bestandteil des Geschäftsmodells langfristig sichern. Gleichzeitig setzt Pressedruck den Ausbau seiner digitalen Angebote konsequent fort. Für das Unternehmen schließen sich Print und Digital deshalb nicht aus – sie ergänzen sich.
„Mit unserer neuen Druckmaschine sind wir dank neuester Technologie in der Lage, die Balance zwischen digitalen Produkten und gedruckten Medien zu halten“, erklärte CEO Axel Wüstmann. Zwar wachse die digitale Nutzung kontinuierlich, dennoch besitze die gedruckte Zeitung weiterhin besondere Qualitäten. Wüstmann sprach von „Langsamkeit, Abgeschlossenheit und Referenzierbarkeit“ – Eigenschaften, die in einer zunehmend schnelllebigen Medienwelt wieder an Bedeutung gewinnen könnten. „Journalismus von Menschen für Menschen kostet“, betonte er.
Dabei erinnerte Wüstmann auch an die Geschichte des Unternehmens. Die heutige Augsburger Allgemeine wurde 1945 als Schwäbische Landeszeitung mit der Lizenznummer 7 gegründet. Von der ersten Zylinderdruckmaschine im Bleisatz bis zur hochautomatisierten Commander CL spannt sich heute eine Entwicklung über mehr als acht Jahrzehnte.
Auch technisch markiert die neue Produktionsanlage einen deutlichen Fortschritt. Andreas Ullmann, Gesamtleiter Technik der Mediengruppe Pressedruck, erwartet neben einer höheren Druckqualität vor allem effizientere Produktionsprozesse.
„Wir steigern mit der neuen Druckmaschine unsere Druckqualität noch einmal und führen sie auf eine neue Ebene. Wir werden automatisierter und messbarer produzieren, standardisieren unsere Prozesse und reduzieren unsere Fehlerquoten“, sagte Ullmann.
Nach Unternehmensangaben soll der Energieverbrauch gegenüber der bisherigen Produktion um rund 30 Prozent sinken. Gleichzeitig soll sich die Makulatur – also Ausschuss im Druckprozess – langfristig halbieren. Parallel zur neuen Druckmaschine wurde auch die Umstellung der Augsburger Allgemeinen auf das kompaktere Berliner Format abgeschlossen.
Für Koenig & Bauer war das Projekt ebenfalls etwas Besonderes. „Für unsere beiden Traditionshäuser ist es eine Premiere“, sagte CFO Dr. Alexander Blum. Er hob insbesondere die enge Zusammenarbeit mit dem Team der Mediengruppe Pressedruck hervor, durch die die Anlage innerhalb weniger Monate installiert und in Betrieb genommen werden konnte.
Um die Dimensionen der Maschine greifbar zu machen, griff Blum zu einem augenzwinkernden Vergleich: Mit ihren 324 Tonnen entspreche die Commander CL etwa dem Gewicht von 70 ausgewachsenen Elefanten.
Auch Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, bezeichnete die Investition als wichtiges Signal und „Flaggschiff“ für den Medienstandort Bayern. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeige sie, dass Print und Digitalisierung gemeinsam gedacht und erfolgreich weiterentwickelt werden können.
Mit der neuen Produktionsanlage investiert die Mediengruppe Pressedruck nicht nur in modernste Technik. Sie investiert in die Zukunft des Standorts Augsburg, in hochwertige Druckdienstleistungen und in die Fähigkeit, Print und Digital langfristig miteinander zu verbinden. Damit setzt das Unternehmen ein deutliches Zeichen für die Zukunft regionaler Medienproduktion.