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WAFA aus Augsburg will sich in Eigenverwaltung sanieren
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Automobilindustrie

WAFA aus Augsburg will sich in Eigenverwaltung sanieren

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Archivbild: Die WAFA, ein bekannter Augsburger Automobilzulieferer, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der Automobil-Zulieferer WAFA steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten. Das Augsburger Unternehmen will sich nun in Eigenverwaltung sanieren. Wie es für die Mitarbeiter nun weitergeht.

Die WAFA Germany GmbH (‚WAFA‘) mit Sitz in Augsburg hat am 14. November 2019 beim Amtsgericht Augsburg einen Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das auf Spritzguss, Galvanik und Lackierung spezialisierte Unternehmen entwickelt und produziert im Auftrag der internationalen Automobilindustrie Groß- und Kleinserien von verchromten Kunststoffteilen. Mit dem Antrag will der Spezialist für Oberflächentechnik die Chance nutzen, sich nachhaltig zu sanieren, heißt es in der Pressemitteilung.

Sanierungsexperte unterstützt WAFA

Rechtsanwalt Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller • Rock wurde zum vorläufigen Sachwalter vom Amtsgericht Augsburg bestellt. Er werde als ‚verlängerter Arm‘ des Gerichts das Sanierungsverfahren und die Geschäftsleitung im Interesse der Gläubiger konstruktiv begleiten und überwachen.

Der Geschäftsführer Martin Witte wird im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens durch den Sanierungsexperten Rechtsanwalt Markus Fröhlich von FRÖHLICH Rechtsanwälte Insolvenzverwalter Steuerberater unterstützt. Als Sanierungsgeschäftsführer ist Markus Fröhlich in die Geschäftsführung eingetreten. Beim Eigenverwaltungsverfahren bleibt die Geschäftsführung im Amt und ist weiterhin uneingeschränkt handlungs- und weisungsbefugt.

So geht es mit dem Geschäftsbetrieb weiter

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„Unser Ziel ist es, die WAFA angesichts der Auftragsrückgänge im Automobilsektor zukunftsfähig auszurichten, damit das Unternehmen wieder robust und stabil im Markt aufgestellt ist. Das ist auch die Basis, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, sagt Martin Witte. Der Geschäftsbetrieb von WAFA laufe uneingeschränkt und in vollem Umfang weiter heißt es seitens des Unternehmens. Alle Löhne und Gehälter der rund 250 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis einschließlich Januar 2020 gesichert.

Lohn- und Gehaltsauszahlungen 

Ab Februar 2020 werde das Unternehmen die Lohn- und Gehaltszahlungen wieder aus eigenen Mitteln aufnehmen. „Wir gehen gut vorbereitet mit einem klaren Konzept in das Eigenverwaltungsverfahren und sind fest davon überzeugt, dass die WAFA gestärkt daraus hervorgehen wird“, sagt Sanierungsgeschäftsführer Markus Fröhlich. Der traditionsreiche Automobilzulieferer reagiert mit dem Antrag auf die aktuellen Entwicklungen und den tiefgreifenden Wandel, dem die gesamte Automobilindustrie seit geraumer Zeit ausgesetzt ist.

WAFA: Das sind die Gründe für die Sanierung

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Der Dieselskandal und die damit verbundene Umweltdebatte sowie die Hinwendung zum Elektromotor und anderer künftiger Antriebsarten haben bei vielen Endkunden zu einer Verunsicherung und bei den Automobilherstellern zu rückläufigen Verkaufszahlen geführt. In Folge dessen haben die Fahrzeughersteller nach Kosteneinsparungen unter anderem etwa bei dem Materialeinkauf gesucht und ihre Budgets angepasst. Von diesen Auswirkungen ist die gesamte Automobilzuliefererindustrie, so auch die WAFA betroffen. Auftragsrückgänge und die zuletzt unvorhergesehene ersatzlose Kündigung von Aufträgen, die margenträchtige Produktionslinien betreffen, seien die Folge gewesen.

So will sich das Unternehmen für die Zukunft rüsten

Aufgrund dieser aktuellen Entwicklungen führt die WAFA eine strukturelle und finanzwirtschaftliche Sanierung durch. So will sich das Unternehmen den neuen Marktentwicklungen anpassen. Der Fokus soll zukünftig nicht mehr überwiegend im Bereich von galvanisierten Sonderfarben liegen. Stattdessen sollen andere wertschöpfende Prozesse wie Spritzguss, Lackierung und Montage im Bereich Exterieur stärker in den Vordergrund gerückt werden. Zudem sollen die Arbeits- und Produktionsprozessen optimiert sowie in neue Maschinen und Anlagen investiert werden. Auch Gespräche mit Kunden über die Kostenstrukturen werden erfolgen, heißt es weiter.