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Die VR Handels- und Gewerbebank eG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Wachstum in nahezu allen Geschäftsbereichen abgeschlossen. Wie die Genossenschaftsbank auf ihrer Vertreterversammlung am 10. Juni mitteilte, stiegen Bilanzsumme, Kreditvolumen und Kundeneinlagen. Zugleich vollzog die Bank den Wechsel im Vorstand: Nach fast zehn Jahren verabschiedete sich Jürgen Reinthaler in den Ruhestand.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2025 um 5,1 Prozent auf rund 3,0 Milliarden Euro. Besonders deutlich fiel das Wachstum im Kreditgeschäft aus. Das Kreditvolumen legte um 7,6 Prozent zu. Von den insgesamt 526 Millionen Euro Neugeschäft entfielen rund 390 Millionen Euro auf Gewerbe- und Firmenkunden. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Finanzierung von Immobilien.
Auch die Kundeneinlagen entwickelten sich positiv und stiegen um rund 60 Millionen Euro beziehungsweise 2,8 Prozent auf etwa 2,2 Milliarden Euro. Das Volumen der betreuten Kundenanlagen erhöhte sich um 5,4 Prozent. Gleichzeitig setzte sich der Trend zu kurzfristigen Anlageformen wie Tages- und Festgeld fort.
Vorstand Georg Schneider verwies auf die schwierigen Rahmenbedingungen für Banken. Zunehmende Regulierung und Bürokratie sowie die Auswirkungen internationaler Krisen erschwerten das Geschäft. Als Beispiel nannte er den sozialen Wohnungsbau, der aufgrund rückläufiger Förderungen unter Druck stehe. Gleichzeitig hob Schneider die wirtschaftliche Stärke der Region hervor. Der Mittelstand mit zahlreichen Familienunternehmen und Weltmarktführern bilde weiterhin eine stabile Grundlage für die Entwicklung der Bank.
Zum letzten Mal präsentierte Jürgen Reinthaler die Geschäftszahlen der Bank. Neben dem starken Kreditgeschäft verwies er auf die positive Entwicklung der Eigenanlagen. Die breite Streuung der Anlagen habe sich erneut bewährt. Während klassische Anleihen nur geringe Erträge erzielt hätten, hätten Aktien und Rohstoffinvestments positiv zum Ergebnis beigetragen. Auch Beteiligungen entwickelten sich zufriedenstellend. Auswirkungen aus der Sanierung der BayWa AG ergäben sich aufgrund des geringen Engagements nicht.
Die Zinsspanne verbesserte sich auf 1,78 Prozent. Dadurch stieg der Zinsüberschuss ebenso wie die Provisionserträge auf jeweils 18,8 Millionen Euro. Insgesamt erzielte die Bank einen Bilanzgewinn von knapp 5,5 Millionen Euro. Die Vertreterversammlung beschloss eine Dividende von 3,5 Prozent. Rund 7,5 Millionen Euro Steuern entfielen auf das Geschäftsjahr, davon bleiben nach Angaben der Bank 3,3 Millionen Euro in den Kommunen des Geschäftsgebiets.
Auch die Nutzung digitaler Angebote nahm weiter zu. Die Zahl der Zugriffe über Online-Banking und mobile Anwendungen stieg im vergangenen Jahr um rund eine Million auf insgesamt zwölf Millionen.
Zum 31. Mai trat Vorstandsmitglied Jürgen Reinthaler nach knapp zehn Jahren in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernehmen Simone Huber und Reiner Thrul, die bereits seit dem 1. April dem Vorstand angehören. Beide stammen aus den eigenen Reihen der Bank und waren zuvor in leitenden Funktionen tätig.
Die Vertreterversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. Ebenfalls einstimmig wurden die turnusgemäß ausscheidenden Aufsichtsräte Dr. Johann Popp, Franz Schmid und Markus Stöffelmeir für weitere drei Jahre wiedergewählt.