Kommentar

Vermüllte Wertach: Leute, werdet erwachsen!

Im Uferbereich entlang der Wertach, zwischen B17-Brücke und Luitpoldbrücke. Foto: Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Vor allem nach Tagen mit wunderbar sommerlichen Temperaturen sticht dieses Phänomen ins Auge: Überall an der Wertach liegt Müll. Dabei wäre es so einfach, das zu vermeiden.

Seit dem Jahr 2000 wurden insgesamt 34 Millionen Euro in das Projekt „Wertach vital“ gesteckt. Allein in den Bereich von der Luitpoldbrücke bis zur B17-Brücke hinter der Kulperhütte sind 6,3 Millionen Euro geflossen. Viel Geld kostet nun auch die Müllentsorgung in diesem Bereich. Detaillierte Aufzeichnungen liegen hier zwar keine vor, weil die Reinigung mit dem vorhandenen Personal aus der Grünflächen-Pflege erfüllt wird. Der personelle und finanzielle Aufwand ist aber erheblich, so viel lässt sich sagen. Denn die Anzahl der Beschäftigten dafür wurde extra aufgestockt. Trotzdem kommen die Mitarbeiter bereits zu Beginn des Sommers an ihre Kapazitäts-Grenzen. Dabei wird bei hohem Besucher-Aufkommen bis zu viermal wöchentliche gereinigt. In absoluten Spitzenzeiten kommt es dennoch zu Engpässen.

Je nach personellen Möglichkeiten werden besonders an warmen Tagen die Uferbereiche von Wertach und Lech zusätzlich durch den städtischen Ordnungsdienst kontrolliert. Fehlverhalten der Besucher wird mit einer Ordnungswidrigkeits-Anzeige geahndet. Dabei ist es nicht möglich, jeden Zentimeter der Kiesbänke und Parks in Augsburg zu kontrollieren. Der personelle Aufwand dafür wäre schlichtweg zu hoch.

Bleibt als wirksamstes Mittel wohl doch nur die Selbstkontrolle. Und eigentlich, das muss ganz klar gesagt werden, sollten städtische Kontrollen auch gar nicht nötig sein. Denn dass man seinen Müll mitnimmt, ist eigentlich klar. Alle anderen Alternativen sind teuer, gefährlich und schlichtweg asozial.

Ob Zigaretten-Kippen, Grillkohle, Glasscherben, Essensreste oder Verpackungen: Was ist so schwer daran, zu begreifen, dass die Verschmutzung der Umwelt nicht nur Flora und Fauna, sondern auch allen Einwohnern unserer schönen Stadt schadet? Und wie kann es sein, dass es den Verantwortlichen anscheinend absolut egal ist, was sie damit anrichten?

Das mangelnde Verantwortungs-Bewusstsein vieler Mitbürger ist einfach nur erbärmlich. Dabei ist die Vermüllung städtischer Grünflächen ein einfaches Beispiel dafür, was jeder konkret tun könnte, um dem Flächendruck entgegenzuwirken. Statt zu jammern, dass alles immer teurer, lauter, voller wird oder dass die Behörden zu wenig tun: Leute, packt mit an! Und räumt als absolutes Minimum wenigstens euren Scheiß weg.

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Vermüllte Wertach: Leute, werdet erwachsen!

Im Uferbereich entlang der Wertach, zwischen B17-Brücke und Luitpoldbrücke. Foto: Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Vor allem nach Tagen mit wunderbar sommerlichen Temperaturen sticht dieses Phänomen ins Auge: Überall an der Wertach liegt Müll. Dabei wäre es so einfach, das zu vermeiden.

Seit dem Jahr 2000 wurden insgesamt 34 Millionen Euro in das Projekt „Wertach vital“ gesteckt. Allein in den Bereich von der Luitpoldbrücke bis zur B17-Brücke hinter der Kulperhütte sind 6,3 Millionen Euro geflossen. Viel Geld kostet nun auch die Müllentsorgung in diesem Bereich. Detaillierte Aufzeichnungen liegen hier zwar keine vor, weil die Reinigung mit dem vorhandenen Personal aus der Grünflächen-Pflege erfüllt wird. Der personelle und finanzielle Aufwand ist aber erheblich, so viel lässt sich sagen. Denn die Anzahl der Beschäftigten dafür wurde extra aufgestockt. Trotzdem kommen die Mitarbeiter bereits zu Beginn des Sommers an ihre Kapazitäts-Grenzen. Dabei wird bei hohem Besucher-Aufkommen bis zu viermal wöchentliche gereinigt. In absoluten Spitzenzeiten kommt es dennoch zu Engpässen.

Je nach personellen Möglichkeiten werden besonders an warmen Tagen die Uferbereiche von Wertach und Lech zusätzlich durch den städtischen Ordnungsdienst kontrolliert. Fehlverhalten der Besucher wird mit einer Ordnungswidrigkeits-Anzeige geahndet. Dabei ist es nicht möglich, jeden Zentimeter der Kiesbänke und Parks in Augsburg zu kontrollieren. Der personelle Aufwand dafür wäre schlichtweg zu hoch.

Bleibt als wirksamstes Mittel wohl doch nur die Selbstkontrolle. Und eigentlich, das muss ganz klar gesagt werden, sollten städtische Kontrollen auch gar nicht nötig sein. Denn dass man seinen Müll mitnimmt, ist eigentlich klar. Alle anderen Alternativen sind teuer, gefährlich und schlichtweg asozial.

Ob Zigaretten-Kippen, Grillkohle, Glasscherben, Essensreste oder Verpackungen: Was ist so schwer daran, zu begreifen, dass die Verschmutzung der Umwelt nicht nur Flora und Fauna, sondern auch allen Einwohnern unserer schönen Stadt schadet? Und wie kann es sein, dass es den Verantwortlichen anscheinend absolut egal ist, was sie damit anrichten?

Das mangelnde Verantwortungs-Bewusstsein vieler Mitbürger ist einfach nur erbärmlich. Dabei ist die Vermüllung städtischer Grünflächen ein einfaches Beispiel dafür, was jeder konkret tun könnte, um dem Flächendruck entgegenzuwirken. Statt zu jammern, dass alles immer teurer, lauter, voller wird oder dass die Behörden zu wenig tun: Leute, packt mit an! Und räumt als absolutes Minimum wenigstens euren Scheiß weg.

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