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Straßenbahnen ohne Oberleitung werden Realität Bombardier
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Bombardier

Straßenbahnen ohne Oberleitung werden Realität Bombardier

 Jérémie Desjardins, Eran Gartner, André Navarri, Josef Doppelbauer, Michael Clausecker, Foto: Bombardier

In Augsburg wurde der Meilenstein der Elektromobilität für Schiene und Straße gelegt. Bombardier stellte seine PRIMOVE-Technologie in Augsburg vor, wo bereits seit September 2010 der Einsatz der neuen Straßenbahn erprobt wird.

Bombardier Transportation hat am 31. Mai 2012 eine neue Anwendung seiner revolutionären Lösung BOMBARDIER PRIMOVE in Augsburg vorgestellt. Das PRIMOVE-System, das in einem Pilotversuch zunächst auf einer Versuchsstrecke des Straßenbahnnetzes in Augsburg installiert wurde, ermöglicht die kontaktlose Übertragung von Energie ohne Oberleitung. Darüber hinaus hat Bombardier bekanntgegeben, dass die PRIMOVE-Lösung zurzeit auch an einem Kleinbus erprobt wird, der die gleiche Technologie nutzt.

Ein weiterer Meilenstein

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Förderung eines Elektrobus-Projekts in Braunschweig bekanntgegeben. Bombardier kann hier seine emissionsfrei arbeitende PRIMOVE-Lösung im Rahmen einer Partnerschaft mit dem örtlichen ÖPNV-Betrieber Braunschweiger Verkehrs-AG zum Einsatz bringen. Diese Initiative stellt für Bombardier das erste PRIMOVE-Bus-Projekt für die Personenbeförderung und einen Meilenstein auf dem Weg zur Bereitstellung umweltfreundlicher E-Mobilitätslösungen in städtischen Gebieten dar.

Nicht nur praktisch sondern auch schön

Das einzigartige PRIMOVE-System, das auf dem Prinzip der induktiven Stromübertragung beruht, ermöglicht die drahtlose Aufladung elektrischer Fahrzeuge. Ohne Beeinträchtigung von Fahrgewohnheiten oder Fahrzeiten kann das Fahrzeug während der Fahrt (dynamische Aufladung) oder im Stand (stationäre Aufladung) aufgeladen werden. Die Energieübertragung erfolgt hocheffizient und ohne Leistungseinbußen. In Kombination mit einem bordseitigen Energiespeicher lässt sich der Energieverbrauch sogar erheblich verringern. Durch das Ersetzen aller bisher für die Stromversorgung von Elektrofahrzeugen notwendigen Kabel und Drähte, wie z. B. Oberleitungen, lassen sich öffentliche Verkehrsnetze nun optisch ansprechend in die Umgebung integrieren. So bleiben Sehenswürdigkeiten, Parks und Denkmäler unbeeinträchtigt, und die Attraktivität der Stadt insgesamt wird gesteigert.

Längst keine Zukunftsmusik mehr

André Navarri, President und Chief Operating Officer von Bombardier Transportation, verriet bei der Presseveranstaltung in Augsburg: „Als Weltmarktführer in der Schienenverkehrstechnologie haben wir eine klare Vision der Städte von morgen. Wir stellen uns Städte vor, in denen alle Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden, und in denen Nahverkehrsmittel nicht ihr Umfeld verändern, sondern sich nahtlos einfügen und den Bewohnern geräuscharme und emissionsfreie Mobilität in der Stadt bieten. Vor allem jedoch schaffen wir E-Mobilität für alle Arten von elektrischen Fahrzeugen: Straßenbahnen, Busse, Pkws, Lkws und Taxis. Wie Sie hier in Augsburg heute sehen können, ist diese Vision nicht länger nur eine Vorstellung, sondern wird bereits Realität.“

Rainer Bomba, Staatssekretär am Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, fügte hinzu: „Die Technologien für die intelligente und nachhaltige Stadt von morgen haben wir bereits in der Hand. Nun ist es unsere Aufgabe, sie auch auf den Markt zu bringen. Die Ergebnisse der Erprobung in Augsburg zeigen deutlich, dass diese Technologie nun alltagstauglich ist. Ich freue mich, heute hier die Förderungsurkunde für die erste Anwendung der PRIMOVE-Technologie im Linienbetrieb in Braunschweig überreichen zu können.“

PRIMOVE-Pilotprojekt in Augsburg

Bombardier Transportation hat im September 2010 in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Augsburg Verkehrs-GmbH und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein kontakt-und oberleitungsfreies PRIMOVE-System für Straßenbahnen auf einem bestehenden Streckenabschnitt der Linie 3 zum Messegelände installiert. Eine bidirektionale Bombardier-Niederflurstraßenbahn wurde mit zwei PRIMOVE-Stromempfängern (Aufnahmespulen) ausgerüstet, um den Strom aufzunehmen, der induktiv von den unterirdisch zwischen den Gleisen verlegten Kabelsegmenten übertragen wird. Bei diesem Pilotversuch wurde der reguläre Betrieb in einem städtischen Umfeld simuliert. Kürzlich wurde auch erstmals ein Automobil-Prototyp mit PRIMOVE-Technologie ausgestattet, um eine Reihe von Leistungstests auf der Augsburger Teststrecke sowie am neuen Bombardier-Kompetenzzentrum für elektrische Mobilitätstechnologie in Mannheim zu durchlaufen.