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Mit der Eröffnung der David Geffen Galleries hat das Los Angeles County Museum of Art einen markanten Neubau erhalten. Entworfen wurde das Gebäude vom Schweizer Architekten und Pritzker-Preisträger Peter Zumthor. Für den Bau der Fassade war das Unternehmen Seele aus Gersthofen im Landkreis Augsburg verantwortlich.
Zwei Prinzipien prägten den Entwurf des Museums. Alle Kunstwerke sollen auf einer Ebene präsentiert werden. Zudem soll Tageslicht eine zentrale Rolle bei der Inszenierung der Kunst einnehmen. Seele beschreibt die Fassade als Verbindung aus Seismik, Lichtführung und Materialpräzision. Zudem bringe die Konstruktion funktionale Anforderungen, lokale Bedingungen und gestalterische Eleganz in Einklang.
Die Fassade ist 4.800 Quadratmeter groß. Die Konstruktion besteht aus einer Stahl-Unterkonstruktion und teilweise mehr als acht Meter hohen Isolierglaseinheiten. Aufgrund der organischen Gebäudeform kamen neben geraden auch gebogene Glaselemente zum Einsatz. Zum Schutz der Kunstwerke vor UV-Strahlung haben die Glaselemente eine Low-E-Beschichtung. Die metallische Beschichtung reduziert den Gesamtenergiedurchlassgrad und reflektiert Sonneneinstrahlung.
Ein prägendes Gestaltungselement sind die gepressten Messingprofile. Sie verkleiden die statisch tragenden Fassadenbauteile. Die Profile sind bis zu 15 Millimeter stark und bis zu 8,5 Meter lang. Laut Seele sollen die bearbeiteten Elemente einen edlen Akzent im schlichten Design der durchgehenden Fensterfront setzen.
Die Bauausführung stellte besondere Anforderungen an die Fassadenkonstruktion. Los Angeles gilt als Erdbebengebiet. Zudem befindet sich das Museumsareal auf nachgiebigem Baugrund. Um auftretende Schwingungen zu reduzieren, hat Seele die Fassadenkonstruktion im Obergeschoss am Kopfpunkt an Dämpfer angeschlossen. Zusätzlich kamen akordeonförmige Dichtungen an den Verglasungen im Erd- und Obergeschoss zum Einsatz. Dadurch sind Fassade und Betondecke voneinander unabhängig beweglich.
Vor Beginn der Bauphase simulierte und prüfte Seele horizontale und vertikale Verformungen der Konstruktion. Zusätzlich wurde geprüft, ob die Fassade luftdicht, wind- und wassertauglich ist.