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M-net über Chancen, Risiken und regionale Stärken
Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2026

M-net über Chancen, Risiken und regionale Stärken

Christian Smetana, Vertriebsleiter Region Bayern bei der M-net Telekommunikations GmbH. Foto: Christian Smetana.
Christian Smetana, Vertriebsleiter Region Bayern bei der M-net Telekommunikations GmbH. Foto: Christian Smetana.

Christian Smetana von M-net erwartet für 2026 trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen eine vergleichsweise robuste Entwicklung in Bayerisch-Schwaben. Die breite Branchenlandschaft und hohe Innovationskraft der Region sieht er als entscheidende Stärke. M-net setzt dabei auf regionale Nähe und stabile Infrastruktur.

Wie ist Ihre Prognose für das Wirtschaftsjahr 2026 bezogen auf die Region Bayerisch-Schwaben?

Wir dürfen uns nichts vormachen, wir haben drei Rezessionsjahre in Folge und dies geht nicht spurlos an unserer Region vorbei. In Bayerisch-Schwaben haben wir glücklicherweise die Situation, dass unsere Wirtschaft breit aufgestellt ist und nicht von einer Branche maßgeblich abhängig ist. Zusätzlich ist Bayerisch-Schwaben geprägt von großer Innovationskraft. Ich denke hier nicht nur an das Gründerzentrum in Augsburg und Kempten, sondern auch an die vielen mittelständischen Unternehmen aus der IT-Branche, der Medizintechnik oder der Energiewirtschaft.

Was wir nicht übersehen dürfen: Unsere Region ist auch stark im aufstrebenden Sektor der Wehrtechnik vertreten – und dies nicht nur durch die Renk AG. Wir werden im Jahr 2026 Verschiebungen sehen, der Maschinenbau und der Bereich der Automobilzulieferung wird vor großen Herausforderungen stehen. Es gehen aber auch neue Türen auf – und da hilft uns die Vielfalt in unserer Region. Die drei großen Themen Verkehr, Energiekosten und Bürokratie müssen wir in den Griff bekommen und hier ist die Forderung an die Verantwortlichen, pragmatisch ins Handeln zu kommen.

Die schwäbische Wirtschaft ist stark vom Export geprägt. Wie dieser sich entwickeln wird, hängt maßgeblich vom Verhältnis zu dem für uns wichtigen Absatzmarkt USA ab – und hier ist Planungssicherheit derzeit eher schwierig. Hinzukommt China als großer Wettbewerber für unsere Produkte und als Rohstofflieferant, der diese Rolle auch zur Durchsetzung seiner Machtinteressen nutzt, und nicht zu vergessen die Situation in der Ukraine. Diese Rahmenbedingungen stellen uns vor große Herausforderungen. Ich gehe jedoch davon aus, dass wir in Bayerisch-Schwaben 2026 wirtschaftlich besser abschneiden werden als viele andere Regionen in Bayern.

Wie stellt sich Ihr Unternehmen für das Jahr 2026 auf? 

M-net steht seit fast 30 Jahren für hochwertige und zuverlässige Telekommunikationsdienstleistungen aus der Region und ist vielen schwäbischen Unternehmen ein verlässlicher Partner mit Ansprechpartnern vor Ort und einem hohen Anspruch an Service und Flexibilität. In den vergangenen Jahren haben wir unser Glasfasernetz kontinuierlich ausgebaut, was unseren Kunden höchste Qualität, Kapazität und Sicherheit bietet. Zusammen mit unseren Gesellschaftern, unter anderen den Stadtwerken Augsburg und den Allgäuer Überlandwerken, sind wir fest verwurzelt in der Region. Mit unseren Vertriebs-, Technik- und Service-Standorten in Augsburg und Kempten sind wir nahe an unseren Kunden und können so schnell, flexibel und pragmatisch auf veränderte oder neue Anforderungen reagieren.

Wie blicken Sie ganz persönlich auf das neue Jahr? 

Vorweg gesagt: positiv. Es liegt in der Natur des Menschen, die aktuelle Situation immer als die herausforderndste zu sehen. Ein Blick in die Geschichte scheint mir sehr hilfreich: Wie haben unsere Eltern und Großeltern die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg empfunden, als alles in Trümmern lag, oder nach der Weltwirtschaftskrise 1929 mit Massenarbeitslosigkeit und Hungersnot? Jede Zeit hat ihre sie prägende Themen. Was mich positiv stimmt, ist, dass unsere aktuellen Herausforderungen hausgemacht sind. Sie sind also auch lösbar für uns. Dazu braucht es Mut, Zuversicht und die Bereitschaft zu Veränderungen. Entscheidend ist, sich auf das zu fokussieren, was wirklich wichtig ist.