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Krisen-Cockpit: 10 Kennzahlen als Frühwarnsystem im Mittelstand

Aus der Krise lernen, um künftig krisenfest aufgestellt zu sein. Mit 10 Kennzahlen kann jedes Unternehmen ein Frühwarnsystem einführen. Welche das sind, erklären Prof. Dr. Michael Jünger und Dr. Mathias Bauer von der Blue Advisory GmbH.

Mit kleinen Schritten kehrt auch in den Unternehmen in Bayerisch-Schwaben langsam wieder so etwas wie Normalität ein. Die Bänder laufen an, Kollegen kommen aus dem Home-Office zurück, Geschäftspartner nehmen wieder Kontakt auf und vergeben Aufträge. 

Um den Geschäftserfolg langfristig zu sichern, ist nun entscheidend, dass der Mittelstand sich die Zeit nimmt, Ableitungen aus der Krise vorzunehmen: In welchen Bereichen lief das Krisenmanagement gut? Wo waren wir komplett unvorbereitet? Und was können wir optimieren?

Nun geht es darum, aus der Krise zu lernen und aus den Analysen ein Frühwarnsystem einzuführen, dass künftige Einschläge rechtzeitig prognostiziert. Wer vorausschauend und rechtzeitig reagieren kann, der wird bei der nächsten Krise im Wettbewerb die Nase vorn haben.

Ein mögliches Instrument ist das sogenannte Krisen-Cockpit. Dieses besteht aus 10 ausgewählten Kennzahlen, die als Frühwarnsystem eine vorausschauende Unternehmensführung ermöglichen. 

Auf der Absatzseite sind folgende Kennzahlen entscheidend:  

1. Cash-Burn-Rate (CBR)  

Das ist der Zeitraum in dem einem Unternehmen - ohne weiteren externen Zufluss - die liquiden Mittel ausgehen.

2. Forecast 

Die prognostizierte Umsatzentwicklung basierend auf dem Status und der Einnahmenverteilung aus vorhandenen Aufträgen sowie der Realisierungswahrscheinlichkeit von Vertriebsleads, Angeboten und Ausschreibungen.

3. Sales Velocity (Verkaufsgeschwindigkeit) 

Damit lässt sich abbilden, wie lange sich Vertriebschancen bis zur Realisierung in der Pipeline befinden bzw. wieviel Aufträge innerhalb eines Zeitraums generiert werden. „Verlangsamt“ sich diese Kennzahl, wirkt sich dies auf zukünftige Umsätze, Wachstum und die Liquidität aus. 

4. Auftragsrisiken  

Wo verbergen sich Risiken des Verlustes oder der Unterbrechung bestehender Aufträge, obwohl eine Auftragsbestätigung vorliegt?

5. Plan-Wirtschaftlichkeit  

Diese Kennzahl ist das Maß an Effizienz und damit das Verhältnis zwischen dem erreichten Erfolg und dem dafür erforderlichen Aufwand. Als Frühwarnindikator bildet diese Kennzahl eine wichtige Entwicklungslinie ab. 

 

Die Kennzahlen auf der Absatzseite werden ergänzt durch die in der Wertschöpfung: 

6. Supply Chain Verwundbarkeit  

Das ist eine laufende Einschätzung zur Ausprägung der Verletzlichkeit der Supply Chain im Unternehmen. Damit können Risiken, deren Bewertung und Aussteuerung frühzeitig identifiziert werden. 

7. Lieferanten-Lieferfähigkeit  

Diese Kennzahl gibt die Anzahl der Bestellungen an, welche durch Lieferanten zum Wunschtermin geliefert wurden, im Verhältnis zur Gesamtzahl der Bestellungen. Entwickelt sich diese Kennzahl negativ, ist dies ein Warnsignal für die Beschaffungsseite. 

8. Liquidität  

Besteht aus der Zahlungsfähigkeit („cash ratio“), der Liquiditätsreserve („quick ratio“) und der Liquidierbarkeit („current ratio“) eines Unternehmens. Ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen von Unterdeckungen.  

9. Working Capital  

Das Working Capital drückt mitunter die Finanzkraft eines Unternehmens aus und ermöglicht einen Rückschluss auf die Fähigkeit (kurzfristige) Verbindlichkeiten zu begleichen. Eine negative Entwicklung dieser Kennzahl kann ein Indikator sein für drohende finanzielle Schwierigkeiten und damit eine erschwerte Handlungsfähigkeit. Möglich ist auch eine Verhältnisbetrachtung durch das sog. Working Capital Ratio (WCR).

10. Lagerreichweite  

Die Lagerreichweite ist eine Kennzahl, welche die Versorgungssicherheit durch eigene Bestände bestimmter Artikel und Materialien innerhalb einer definierten Zeitspanne ausdrückt. 

Jedes Unternehmen sollte jetzt prüfen, ob all diese Kennzahlen erfasst und dann richtig interpretiert werden. Je nach Branche können diese unterschiedliche Ausprägungen haben. Wichtig ist, dass das „Krisen-Cockpit“ Teil der regulären Steuerung im Unternehmen wird. Denn nur dann ist man allumfassend für die nächste Krise gewappnet. 

Gerne unterstützt Blue Advisory Sie als mittelständischen Unternehmer dabei, diese Kennzahlen initial im Unternehmen zu erheben und ein individuelles „Krisen-Cockpit" zu erstellen. Sprechen Sie uns gerne dazu an.  

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Krisen-Cockpit: 10 Kennzahlen als Frühwarnsystem im Mittelstand

Aus der Krise lernen, um künftig krisenfest aufgestellt zu sein. Mit 10 Kennzahlen kann jedes Unternehmen ein Frühwarnsystem einführen. Welche das sind, erklären Prof. Dr. Michael Jünger und Dr. Mathias Bauer von der Blue Advisory GmbH.

Mit kleinen Schritten kehrt auch in den Unternehmen in Bayerisch-Schwaben langsam wieder so etwas wie Normalität ein. Die Bänder laufen an, Kollegen kommen aus dem Home-Office zurück, Geschäftspartner nehmen wieder Kontakt auf und vergeben Aufträge. 

Um den Geschäftserfolg langfristig zu sichern, ist nun entscheidend, dass der Mittelstand sich die Zeit nimmt, Ableitungen aus der Krise vorzunehmen: In welchen Bereichen lief das Krisenmanagement gut? Wo waren wir komplett unvorbereitet? Und was können wir optimieren?

Nun geht es darum, aus der Krise zu lernen und aus den Analysen ein Frühwarnsystem einzuführen, dass künftige Einschläge rechtzeitig prognostiziert. Wer vorausschauend und rechtzeitig reagieren kann, der wird bei der nächsten Krise im Wettbewerb die Nase vorn haben.

Ein mögliches Instrument ist das sogenannte Krisen-Cockpit. Dieses besteht aus 10 ausgewählten Kennzahlen, die als Frühwarnsystem eine vorausschauende Unternehmensführung ermöglichen. 

Auf der Absatzseite sind folgende Kennzahlen entscheidend:  

1. Cash-Burn-Rate (CBR)  

Das ist der Zeitraum in dem einem Unternehmen - ohne weiteren externen Zufluss - die liquiden Mittel ausgehen.

2. Forecast 

Die prognostizierte Umsatzentwicklung basierend auf dem Status und der Einnahmenverteilung aus vorhandenen Aufträgen sowie der Realisierungswahrscheinlichkeit von Vertriebsleads, Angeboten und Ausschreibungen.

3. Sales Velocity (Verkaufsgeschwindigkeit) 

Damit lässt sich abbilden, wie lange sich Vertriebschancen bis zur Realisierung in der Pipeline befinden bzw. wieviel Aufträge innerhalb eines Zeitraums generiert werden. „Verlangsamt“ sich diese Kennzahl, wirkt sich dies auf zukünftige Umsätze, Wachstum und die Liquidität aus. 

4. Auftragsrisiken  

Wo verbergen sich Risiken des Verlustes oder der Unterbrechung bestehender Aufträge, obwohl eine Auftragsbestätigung vorliegt?

5. Plan-Wirtschaftlichkeit  

Diese Kennzahl ist das Maß an Effizienz und damit das Verhältnis zwischen dem erreichten Erfolg und dem dafür erforderlichen Aufwand. Als Frühwarnindikator bildet diese Kennzahl eine wichtige Entwicklungslinie ab. 

 

Die Kennzahlen auf der Absatzseite werden ergänzt durch die in der Wertschöpfung: 

6. Supply Chain Verwundbarkeit  

Das ist eine laufende Einschätzung zur Ausprägung der Verletzlichkeit der Supply Chain im Unternehmen. Damit können Risiken, deren Bewertung und Aussteuerung frühzeitig identifiziert werden. 

7. Lieferanten-Lieferfähigkeit  

Diese Kennzahl gibt die Anzahl der Bestellungen an, welche durch Lieferanten zum Wunschtermin geliefert wurden, im Verhältnis zur Gesamtzahl der Bestellungen. Entwickelt sich diese Kennzahl negativ, ist dies ein Warnsignal für die Beschaffungsseite. 

8. Liquidität  

Besteht aus der Zahlungsfähigkeit („cash ratio“), der Liquiditätsreserve („quick ratio“) und der Liquidierbarkeit („current ratio“) eines Unternehmens. Ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen von Unterdeckungen.  

9. Working Capital  

Das Working Capital drückt mitunter die Finanzkraft eines Unternehmens aus und ermöglicht einen Rückschluss auf die Fähigkeit (kurzfristige) Verbindlichkeiten zu begleichen. Eine negative Entwicklung dieser Kennzahl kann ein Indikator sein für drohende finanzielle Schwierigkeiten und damit eine erschwerte Handlungsfähigkeit. Möglich ist auch eine Verhältnisbetrachtung durch das sog. Working Capital Ratio (WCR).

10. Lagerreichweite  

Die Lagerreichweite ist eine Kennzahl, welche die Versorgungssicherheit durch eigene Bestände bestimmter Artikel und Materialien innerhalb einer definierten Zeitspanne ausdrückt. 

Jedes Unternehmen sollte jetzt prüfen, ob all diese Kennzahlen erfasst und dann richtig interpretiert werden. Je nach Branche können diese unterschiedliche Ausprägungen haben. Wichtig ist, dass das „Krisen-Cockpit“ Teil der regulären Steuerung im Unternehmen wird. Denn nur dann ist man allumfassend für die nächste Krise gewappnet. 

Gerne unterstützt Blue Advisory Sie als mittelständischen Unternehmer dabei, diese Kennzahlen initial im Unternehmen zu erheben und ein individuelles „Krisen-Cockpit" zu erstellen. Sprechen Sie uns gerne dazu an.  

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