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Die Mobilität der Zukunft sieht vor, den eigenen CO2-Fußabdruck zu verkleinern und auf klimafreundlichere Verkehrsmittel umzusteigen. Mit kaum einem geht das besser als mit dem Fahrrad. Je nachdem, welchen Qualitätsanspruch man daran hat, oder wenn man gleich mehrere Räder für die ganze Familie kaufen muss, kann das allerdings ins Geld gehen. Deshalb entscheiden sich heute immer mehr Menschen für Fahrradleasing. Und wenn das dann sogar vom eigenen Arbeitgeber finanziell unterstützt wird, ist das noch besser.
„Das ist wie beim ‚Tempo‘- oder ‚Zewa‘-Phänomen“, sagt Maximilian Gehl, Geschäftsführer des Gehl Rad-Centers in Augsburg. „Viele kennen das Angebot unter dem Namen ‚JobRad‘ – dabei ist das nur ein Leasinganbieter unter vielen.“ Sein Geschäft kooperiert gleich mit acht dieser Anbieter. „Fahrradleasing ist eine tolle und einfache Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur eigenen gesunden Lebensweise zu leisten“, betont Gehl. Deshalb sei es seiner Erfahrung nach auch bei Arbeitgebern ein sehr beliebter Benefit für ihre Mitarbeiter.
Nicht nur, dass sie so die Möglichkeit zu einer umweltfreundlichen Anreise schaffen. Sie fördern auch aktiv die Gesundheit ihrer Mitarbeiter– auf dem Arbeitsweg, aber auch privat. „Für mich liegt das auf der Hand: Körperlich fitte Menschen sind weniger krank – und dadurch natürlich auf lange Frist auch leistungsfähiger. Außerdem sind sie in meinen Augen oft sehr viel motivierter, als es inaktivere Menschen sind“, sagt Gehl.
Doch wie funktioniert das eigentlich genau, ein Rad, das vom Arbeitgeber mitfinanziert wird? Der Profi kennt die Antwort: „Dafür muss man zuerst einmal wissen, mit welchem der verschiedenen Anbieter das eigene Unternehmen kooperiert. Dort kann man sich auf der Seite registrieren. Macht man das gleich am Anfang, beschleunigt das den Prozess. Und dann geht es schon an die eigentliche Fahrradauswahl.“ Dafür geht man zu einem Fahrradhändler seiner Wahl – dieser muss allerdings ebenfalls mit demselben Leasinganbieter kooperieren. Grundsätzlich kommen alle Fahrräder infrage, die es im Laden zu kaufen gibt. Hat man sich entschieden, erstellt der Fachhandel das digitale Angebot, welches über den Arbeitgeber an die Leasinggesellschaft weitergereicht wird.
Liegt wiederum deren Freigabe vor, wird der offizielle Leasingprozess eingeleitet. „Das Fahrradleasing läuft, ähnlich wie beim Auto, über drei Jahre. Danach hat man die Möglichkeit, das Rad zu seinem Restwert zu erwerben. Das sind etwa 18 Prozent des Verkaufspreises“, erklärt Maximilian Gehl. Ob man das Rad per Gehaltsumwandlung oder als Gehaltsextra erwirbt, hängt jeweils vom Arbeitgeber ab. Wie viel man sich am Ende beim Gesamtpreis des Fahrrads spart, ist zudem vom Einkommen sowie den Lohnnebenkosten abhängig.
Der große Vorteil neben der eigentlichen Ersparnis: Statt einer hohen Summe auf einmal zahlt man monatlich einen kleinen Betrag für sein Verkehrsmittel. Dieser wird direkt vom Bruttolohn abgezogen. Deshalb entscheiden sich auch immer mehr Menschen beim Leasing für ein E-Bike – laut Gehl aktuell je nach Anbieter zwischen 80 und 90 Prozent der Verträge. „E-Bikes liegen bei rund 4.000 Euro. So eine Investition überlegt man sich natürlich besonders gut. Ein Leasingvertrag ist da eine tolle Option“, sagt der Inhaber eines Augsburger Fahrradhandels. „Wenn Ihr Arbeitgeber kein Leasing anbietet, sprechen Sie ihn darauf an. Wir unterstützen hierbei gerne“, betont Gehl.
Dabei sei die Zielgruppe für E-Bikes längst nicht mehr auf Senior:innen beschränkt, wie es vor gut zehn Jahren noch der Fall war. Vielmehr entscheiden sich Käufer:innen aller Altersklassen dafür – vor allem, um ihre eigene Mobilität zu steigern. Besonders beliebt sei das Gefährt deshalb auch bei Eltern, die ihre Kinder im Anhänger hinter sich herziehen oder sich für ein E-Lastenrad entscheiden. „Ich sage immer: Bevor ich gar nicht Fahrrad fahre, weil mir der Weg in die Arbeit zu lang ist oder ich dabei einen steilen Berg überwinden muss, fahre ich lieber mit dem E-Bike. So bleibe ich in Bewegung und komme trotzdem nicht völlig abgekämpft am Ziel an. Und für die Umwelt ist es auch noch gut. Win-win also“, schließt Maximilian Gehl.