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IHK Schwaben: Ausbau des Güterverkehrs notwendig
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IHK Schwaben

IHK Schwaben: Ausbau des Güterverkehrs notwendig

 Dr. Peter Lintner, Dr. Andreas Kopton und Peter Stöferle präsentierten das Güterverkehrsgutachten. Foto: IHK Schwaben

Am gestrigen Montag, 15. April 2013, lud die IHK Schwaben zur Veröffentlichung des Güterverkehrsgutachtens ein. Im Rahmen der Besprechung wurden künftige Probleme und Maßnahmen in Verbindung mit dem Produktionsstandort Augsburg diskutiert.

Für Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben, ist der Güterverkehr neben Technologie, Energie, Fachkräftesicherung und Familienunternehmen ein Präsidialtrend, der die schwäbische Region beherrscht. Da Schwaben eine anerkannte Produktionsregion ist, ist ein zuverlässiger und gut strukturierter Güterverkehr erforderlich. Da das Güterverkehrsnetz aber noch lange nicht auf dem Niveau ist, wo man es gerne hätte, sollen hier weitere Maßnahmen für den Ausbau ergriffen werden. „Schwaben hat sich eindeutig als Produktionsregion einen Namen gemacht. Da es aber keine Rohstoffe vor Ort gibt, müssen sämtliche Materialien nach Schwaben transportiert werden und nach der Verarbeitung wieder weg. Eine gute Logistik ist erforderlich, die kann nur funktionieren, wenn gut ausgebaute Transportwege vorhanden sind“, so Kopton. Die Region braucht insbesondere Zugang zu den Seehäfen (Nord und Süd) und zum Wirtschaftsraum Norditalien.

Container-Bahnhof soll im GVZ Augsburg entstehen

„Vorrangig ist der rasche Bau des Terminals für den Kombinierten Verkehr im Güterverkehrszentrum Augsburg“, machte Kopton deutlich. Das Gutachten zeigt die strategische Bedeutung eines solchen Container-Bahnhofs für die Produktionsregion Schwaben. Der Bau der Anlage in Ulm-Dornstadt als Ersatz für das Terminal in Neu-Ulm habe alle Erwartungen übertroffen. „Das ist das Modell für Augsburg“, so Kopton. Die Bewilligung zum Bau ist allerdings noch nicht erfolgt. „Die einzigen Hindernisse für einen solchen Ausbau können Geld und Umweltauflagen sein“, so Peter Stöferle, Verkehrsreferent der IHK Schwaben. Die Bedeutung der Bahn in der Anbindung an die Seehäfen und im alpenquerenden Verkehr soll in den nächsten Jahren stark zunehmen. Zum einen wird ein höheres Güteraufkommen die Schienen belasten. Zudem wird erwartet, dass es für LKW’s weitere Restriktionen vor allem in Österreich und in der Schweiz geben wird.

Lärmschutz ist unabdingbar für Ausbau des Güterverkehrs

Die derzeitigen Infrastruktur-Engpässe, vor allem auf den Strecken Buchloe-Türkheim, Augsburg-Friedberg und Neu-Ulm-Senden dürfen jedoch nicht zu Konflikten zwischen Fern-, Regional- und Güterverkehr führen. Eine vorbeugende Maßnahme ist beispielweise das Verbot der Geschwindigkeitserhöhung für Personenverkehr auf der Strecke Augsburg-Ulm, damit diese nicht auf halber Strecke bereits auf den vorherfahrenden Güterverkehr treffen. Weitere Maßnahmen sind Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen für den Güterverkehr schaffen muss. Die Politik muss nicht nur Rahmenbedingungen für den Güterverkehr auf der Schiene schaffen, sondern auch öffentliche Akzeptanz. Hierfür ist Lärmschutz genauso erforderlich wie der Druck auf Bahn-Unternehmen, lärmarme Güterwagons einzusetzen“, appelliert Kopton. So soll es ab 2014 höhere „Trassenpreise“ für Güterwagons ohne Flüsterbremse geben. 

Kleinere Maßnahmen müssen schon jetzt erfolgen

Insgesamt wird das Transportaufkommen von und nach Schwaben bis 2025 um 29 Prozent auf 89 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Das Aufkommen auf den Schienen soll sich sogar verdoppeln. Gerade deshalb ist es wichtig, so schnell wie möglich kleinere Maßnahmen zu ergreifen, die eine große Wirkung auf die Wirtschaft im Schwabenland haben: Die Durchfahrtsmöglichkeit für Güterzüge im Augsburger Hauptbahnhof sollen verbessert werden. Die Strecke München-Memmingen-Lindau muss elektrifiziert werden, sowie die Strecke Augsburg-Buchloe in den Bundesverkehrswegeplan für eine Elektrifizierung aufgenommen werden. Zudem müssen die Fahrpläne besser abgestimmt werden, damit Lücken im Personenverkehr mit Güterverkehr gefüllt werden können. Präsident Dr. Andreas Kopton ist zuversichtlich: „Dass dieser Produktionsstandort einen GV braucht, ist klar. Wir stellen uns dieser Aufgabe und versuchen, die dafür notwendigen Maßnahmen durchzuführen.“