
Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.
Das Jahr 2025 war wirtschaftlich von Stillstand geprägt. Für 2026 erwarten viele Institute für Deutschland ein Wachstum von rund 1 Prozent. Für Bayerisch-Schwaben sehe ich die Chance auf ein leicht höheres Plus. Warum? Weil es in der Region einige Unternehmen gibt, die von Entwicklungen in der Rüstungsindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt profitieren können. Insgesamt bleibt das Wachstum allerdings zu gering. Belastend wirken weiterhin hohe und steigende Energiekosten, weiter zunehmende Sozialabgaben und ein nach wie vor sehr hohes Maß an Bürokratie. Erste Gegenmaßnahmen wie die Senkung der Stromsteuer wurden politisch angestoßen – entscheidend ist nun, dass diese Entlastungen auch tatsächlich in den Unternehmen ankommen.
Bei J.N. Eberle haben wir 2025 bereits zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen auf den Weg gebracht, um 2026 erfolgreich zu gestalten. Durch konsequente Einkaufsverhandlungen und optimierte Produktionsprozesse konnten wir unsere Kosten deutlich senken. Im Vertrieb haben wir unser Eberle-Distributorennetzwerk erweitert, neue strategische Kunden gewonnen und sind mit neuen Tochtergesellschaften in Südkorea und Polen noch näher an unseren internationalen Märkten. Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Kunden weltweit wieder deutlich zu wachsen. Parallel investieren wir als Eberle weiter in Digitalisierung – unter anderem in ein modernes Produktionsplanungs- und Steuerungssystem sowie in KI-Tools, um Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit auch in einem schwierigen Marktumfeld nachhaltig zu stärken.
2025 war ein hartes Jahr, doch 2026 kann für die bayerische Wirtschaft eine Trendwende bringen. Dafür braucht es aus meiner Sicht einen wirtschaftsfreundlichen Schulterschluss von Unternehmen, Politik und Verbänden. Bayerisch-Schwaben verfügt über exzellente Hochschulen, ein starkes KI-Netzwerk und internationale Hidden Champions – diese Stärken sollten wir gezielt ausbauen. Gleichzeitig müssen wir die Dynamik staatlicher Ausgaben bremsen, damit Steuer- und Abgabenlast nicht weiter in ein unerträgliches Maß steigen.
Die Kombination aus KI und Produktions-Know-how bietet die Chance, die traditionelle Stärke der deutschen Ingenieurskunst neu auszuspielen. Die Bürokratieabbaugesetze der Bayerischen Staatsregierung sind ein wichtiges Signal, dass auch der Staat effizienter werden will. Zudem eröffnen die Sondervermögen für Rüstung und Infrastruktur die Möglichkeit, unsere Infrastruktur – bei kluger Investition – zukunftsfest zu machen. Vor diesem Hintergrund bleibe ich optimistisch, dass wir uns gemeinsam aus der Wirtschaftskrise herausarbeiten können.