WWK Arena

Diskussion in Augsburg: Das ist die Zukunft der Logistikimmobilien

Angeregte Diskussion auf dem Podium. Foto: Logistik Heute
Wie sieht die Zukunft von Logistikimmobilien aus? Flexibel, smart und zentral verspricht eine Veranstaltung in der WWK Arena. Rund 40 Experten diskutierten zu Vorträgen aus der Praxis und Wissenschaft.

Moderator war Thilo Jörgl, Chefredakteur der Fachzeitschrift Logistik heute und Veranstalter das Management Forum Starnberg. Trends wie Digitalisierung, 3D Druck oder Industrie 4.0 beeinflussen Logistiker bei Standortentscheidungen. Wie sie sich auswirken, zeigt eine Studie der Logix-Initiative, vertreten durch Dr. Alexander Nehm, früher Fraunhofer SCS Nürnberg. Er stellt fest: „eCommerce tut der Logistik gut. Sie tangiert die Menschen mehr als vor 20 Jahren. Das Image wandelt sich.“

„Flächen sind ein knappes Gut“

Mit zunehmendem Güterverkehr werden Logistikflächen knapp. Wie die Regionen Donau, München, Nürnberg, Rhein-Neckar und Stuttgart gehört auch Augsburg als Teil von Schwaben zu den ausverkauften Hotspots der Logistik. „Flächen sind ein knappes Gut“, warnt Nehm. „Kommunen müssen zusammenarbeiten.“ Sein Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit ist das Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg. Es wurde von Augsburg, Gersthofen und Neusäß mit einem gemeinsamen Planungs- und Zweckverband konzipiert.

Logistik braucht eine Strategie

Was Nehm jedoch kritisiert, sind mangelnde Absprachen innerhalb der Regionen. Sein Beispiel: Was die Stadt München ablehnt, taucht unkontrolliert im Speckgürtel von München wieder auf. Ohne eine gemeinsame Strategie für Logistik ist Zersiedlung die Folge. Die Idee der GVZ aus den 70er Jahren ist für Nehm aktueller denn je. Immer noch gilt es Innenstädte vom Verkehr zu entlasten, logistische Gewerbegebiete strukturiert auszubauen und Verkehre mit Anschluss an die Schiene intelligent zu bündeln.

„Wir müssen raus aus unseren Silos“

„Wie Gold braucht das knappe Gut Logistikfläche ein Managementsystem“, gibt Nehm dem Vortrag von Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) Vorschub. Gleichzeitig zweifelt er an der Kooperationsfähigkeit in althergebrachten Verwaltungsstrukturen vom Planungsamt bis zur Wirtschaftsförderung. „Wir müssen raus aus unseren Silos“, bestätigt Handschuh und prognostiziert einen Umbruch mit der Digitalisierung. Erst mit Zugriff auf Daten können Kommunen übergreifend arbeiten. Weitere kommunale Kernaufgabe sei die Kommunikation, damit der Zusammenhang zwischen Logistik und Lebensqualität klarer wird.

Augsburg war eine Punktlandung

Dialog mit der Kommune zählt für Amadeus Kurz, Division Manager Central Services der Hermes Germany GmbH als Standortfaktor. Bei ihm sitzen alle inklusive Naturschutzbund von Anfang an am Tisch. Seit 2015 stellt der KEP-Dienstleister für bessere Kosten- und Prozesseffizienz von vielen kleinen Depots auf elf große Logistikzentren um. Alles soll auf den Kunden ausgerichtet sein. Mit künstlicher Intelligenz berechnet Hermes anhand von Kundendaten für elf Logistikzentren den idealen Standort. Augsburg, erzählt Kurz, war fast eine Punktlandung, der errechnete Standort lag nicht weit weg von Graben.

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Diskussion in Augsburg: Das ist die Zukunft der Logistikimmobilien

Angeregte Diskussion auf dem Podium. Foto: Logistik Heute
Wie sieht die Zukunft von Logistikimmobilien aus? Flexibel, smart und zentral verspricht eine Veranstaltung in der WWK Arena. Rund 40 Experten diskutierten zu Vorträgen aus der Praxis und Wissenschaft.

Moderator war Thilo Jörgl, Chefredakteur der Fachzeitschrift Logistik heute und Veranstalter das Management Forum Starnberg. Trends wie Digitalisierung, 3D Druck oder Industrie 4.0 beeinflussen Logistiker bei Standortentscheidungen. Wie sie sich auswirken, zeigt eine Studie der Logix-Initiative, vertreten durch Dr. Alexander Nehm, früher Fraunhofer SCS Nürnberg. Er stellt fest: „eCommerce tut der Logistik gut. Sie tangiert die Menschen mehr als vor 20 Jahren. Das Image wandelt sich.“

„Flächen sind ein knappes Gut“

Mit zunehmendem Güterverkehr werden Logistikflächen knapp. Wie die Regionen Donau, München, Nürnberg, Rhein-Neckar und Stuttgart gehört auch Augsburg als Teil von Schwaben zu den ausverkauften Hotspots der Logistik. „Flächen sind ein knappes Gut“, warnt Nehm. „Kommunen müssen zusammenarbeiten.“ Sein Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit ist das Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg. Es wurde von Augsburg, Gersthofen und Neusäß mit einem gemeinsamen Planungs- und Zweckverband konzipiert.

Logistik braucht eine Strategie

Was Nehm jedoch kritisiert, sind mangelnde Absprachen innerhalb der Regionen. Sein Beispiel: Was die Stadt München ablehnt, taucht unkontrolliert im Speckgürtel von München wieder auf. Ohne eine gemeinsame Strategie für Logistik ist Zersiedlung die Folge. Die Idee der GVZ aus den 70er Jahren ist für Nehm aktueller denn je. Immer noch gilt es Innenstädte vom Verkehr zu entlasten, logistische Gewerbegebiete strukturiert auszubauen und Verkehre mit Anschluss an die Schiene intelligent zu bündeln.

„Wir müssen raus aus unseren Silos“

„Wie Gold braucht das knappe Gut Logistikfläche ein Managementsystem“, gibt Nehm dem Vortrag von Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) Vorschub. Gleichzeitig zweifelt er an der Kooperationsfähigkeit in althergebrachten Verwaltungsstrukturen vom Planungsamt bis zur Wirtschaftsförderung. „Wir müssen raus aus unseren Silos“, bestätigt Handschuh und prognostiziert einen Umbruch mit der Digitalisierung. Erst mit Zugriff auf Daten können Kommunen übergreifend arbeiten. Weitere kommunale Kernaufgabe sei die Kommunikation, damit der Zusammenhang zwischen Logistik und Lebensqualität klarer wird.

Augsburg war eine Punktlandung

Dialog mit der Kommune zählt für Amadeus Kurz, Division Manager Central Services der Hermes Germany GmbH als Standortfaktor. Bei ihm sitzen alle inklusive Naturschutzbund von Anfang an am Tisch. Seit 2015 stellt der KEP-Dienstleister für bessere Kosten- und Prozesseffizienz von vielen kleinen Depots auf elf große Logistikzentren um. Alles soll auf den Kunden ausgerichtet sein. Mit künstlicher Intelligenz berechnet Hermes anhand von Kundendaten für elf Logistikzentren den idealen Standort. Augsburg, erzählt Kurz, war fast eine Punktlandung, der errechnete Standort lag nicht weit weg von Graben.

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