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Abriss des „Hasen-Bräu-Kamins“ eingestellt!
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Hasen-Bräu

Abriss des „Hasen-Bräu-Kamins“ eingestellt!

Seit Beginn wusste keiner so richtig, was Sache ist. Erst war die Rede von Sicherungs-Maßnahmen, dann wieder von Abriss. Seit einer Woche ist aber unübersehbar, dass der Kamin der Hasenbrauerei nicht mehr lange stehen wird. Nun kam es aber zu einem unerwarteten Zwischenfall: Die unmittelbaren Anwohner brachten die Abbruch-Arbeiten zum Erliegen wie die Augsburger Allgemeine schreibt.

Mit der Erklärung  des Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Inselkammer-Tochter Hasen Immobilien AG, dem Eigentümer des Hasen-Bräu-Areals, herrschte Klarheit. Letzte Woche erklärte Eberhard Schnaub, dass der Kamin auf dem Hasen-Bräu-Grundstück weichen muss, so die AZ. Der Schlot will so gar nicht in die Verkaufspläne der Inselkammer passen. So besteht auf dem Gelände nur noch die alte Mälzerei. Alle anderen Gebäude sind bereits abgerissen. Die Hasenbrauerei ist bereits auf das frühere Schlachthof-Gelände umgezogen und setzt die Produktion dort fort.

Abbruch war völlig legal

Eine Abbruch-Genehmigung für den Hasen-Bräu-Kamin lag bereits seit langem vor. Diese wurde auch vom Denkmalamt abgesegnet, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Dennoch erregte der Abbruch die Gemüter. Empört zeigte sich unter anderem Heimat-Stadtpfleger  und Architekt Hubert Schulz. Er kämpfte bis zuletzt für den für die Augsburger Innenstadt charakteristischen „Hasenschlot“. „Dieser Brauereikamin ist ein in die Stadt hinein wirkendes Wahrzeichen, das Identität schafft“, erklärte Schulz gegenüber der AZ.

Staubwolke verunsichert Anwohner

Im Laufe der Abriss-Arbeiten bei Hasen-Bräu gab es aber weiteren Ärger mit den Anwohnern des Geländes. So kam es durch die Abtragung des Kamins zu einer erheblichen Staub-Entwicklung, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Die Nachbarn beschwerten sich über den dunklen Staub und fürchteten um ihre Gesundheit. Der Abriss des „Hasenschlots“ musste erst einmal gestoppt werden. Gerd Merkle (CSU), Baureferent der Stadt Augsburg  schloss eine „gewisse Schadstoff-Kontamination“ nicht aus, so die AZ. Eigentlich hätte der Hasen-Bräu-Kamin vom zuständigen Abbruch-Unternehmen vor dem Abriss gereinigt werden müssen. Dies sei aber wohl nicht geschehen.

Abbrucharbeiten sind eingestellt

Da die Staubwolke auch die gesamte Innenstadt lahmgelegt hatte und eine Bedrohung für die denkmalgeschützten Häuser des umliegenden Viertels darstellte, schaltete sich nun auch die Stadt Augsburg ein. „Wegen der Staub-Entwicklung geht man davon aus, dass der Abriss nicht ordnungsgemäß gelaufen ist“, sagt Thomas Schmidt-Tancredi, Jurist im Baureferat (Augsburger Allgemeine). Die Inselkammer muss sich nun dazu erklären und ein Gutachten vorlegen, in wie weit von den bisherigen Arbeiten eine Gefährdung für Gesundheit und Umwelt ausging. Bis zu zwei Wochen kann diese Prüfung, laut dem Baureferat, andauern.

Strafanzeige erstattet

Die Münchner Inselkammer-Gruppe und das Abbruch-Unternehmen müssen in diesem Zusammenhang auch mit juristischen Folgen rechnen. Die Anwohner stellten Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Gesundheits-Gefährdung, so die AZ. „Wir wollen herausfinden, welcher Schaden tatsächlich entstanden ist“, begründet Stefan Greiffenberger die Strafanzeige (Augsburger Allgemeine). Sein denkmalgeschütztes Haus ist von Staub-Ablagerungen an den Fassaden betroffen. „Das Riesendrama in Augsburg ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagte der Inselkammer -Geschäftsführer Martin Leibhard. „Dass es bei einem Abbruch ein bisschen staubt, ist normal“, so Leibhard nach den Berichten der Augsburger Allgemeine.

Weitere Informationen www.architekturfoum-augsburg.de