80 Mitarbeiter betroffen

Ludwig Leuchten: Aus für die Produktion in Mering

Ludwig Leuchten in Mering. Foto: Ludwig Leuchten
Bis zum Jahresende soll die Produktion von Ludwig Leuchten im Werk Bergen bei Dresden gebündelt werden. Am Stammsitz in Mering gehen dadurch 80 Arbeitsplätze verloren.

Geschäftsführer Florian Möckel erklärt den Schritt mit dem zunehmenden Kostendruck in der Branche. Dieser werde vorwiegend durch Billigimporte aus Fernost verursacht. Von der Umstrukturierung sind rund 80 Mitarbeiter in Mering betroffen. 

Verwaltung, Entwicklung und Konstruktion bleiben in Schwaben

Ludwig Leuchten wird in den nächsten Wochen mit den Arbeitnehmern über eine einvernehmliche Lösung verhandeln. Parallel ist man dabei, die Produktions-Kapazitäten Schritt für Schritt in das Werk nach Bergen, das kürzlich sein 25-jähriges Bestehen feierte, zu verlagern. Am Hauptsitz in Mering werden weiterhin die Verwaltung mit Marketing, Vertrieb und Innendienst sowie die Produkt-Entwicklung und Konstruktion ihren Sitz haben. Die vor Ort frei werdenden Flächen sollen an andere Gewerbetreibende vermietet werden.

Starker Wettbewerbsdruck aus Asien macht Ludwig Leuchten zu schaffen

Mit der Schließung der Produktion in Mering reagiert Ludwig Leuchten auf den Preisverfall im Standardgeschäft. Dieser werde vor allem durch den aggressiven Wettbewerb mit Produzenten aus Asien verursacht. Der Markt steht unter Druck, denn die Transformation der Lichttechnik schreitet rasant voran. Die Innovations-Zyklen in der Branche wurden dadurch drastisch verkürzt. Deutlich höhere Entwicklungs-Kosten, eine steigende Produkt-Vielfalt und aufwändige Vertriebs-Strukuren sind die Folge. Die Auswirkungen bekommt auch Ludwig Leuchten zu spüren.

Ludwig Leuchten richtet sich neu aus

2015 hat Ludwig Leuchten ein Schutzschirm-Verfahren erfolgreich abgeschlossen. Bereits damals wurde das Unternehmen neu strukturiert. Im schwierigen Umfeld hat sich zuletzt jedoch gezeigt: Die von Ludwig Leuchten eingeleiteten Schritte greifen noch nicht in dem Maße, wie es erforderlich wäre. Selbst eine längere Phase der Kurzarbeit konnte nicht die nötige Entspannung bringen. „Es fällt uns nicht leicht, unseren traditionsreichen Fertigungs-Standort in Mering aufzugeben“, sagt Geschäftsführer Erich Ludwig. „Aber um unsere Neuausrichtung konsequent weiterzuführen, ist es unerlässlich, dass wir die Kapazitäten an die Markt-Gegebenheiten anpassen.“ 

Bei Ludwig Leuchten ist man überzeugt, nach diesem Einschnitt gut für die anstehenden Herausforderungen am Markt gerüstet zu sein. Bereits Anfang des Jahres war der Vertrieb neu strukturiert und auf das Nischengeschäft hin ausgerichtet worden. Außerdem baut Ludwig Leuchten auf die Investitions-Bereitschaft der Automobilindustrie. Potenziale sieht Ludwig Leuchten zudem weiterhin im Auslandsgeschäft.

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