Wichtiges Großprojekt für die Innenstadt

Spatenstich für neue Fußgängerzone Kaufbeuren

Simone Page, Stefan Bosse, Wolf D. Auch und Raimund Reichle. Foto: Harald Langer
Der Startschuss für die Neugestaltung der Kaufbeurer Fußgängerzone ist gefallen. Es handelt sich dabei um die größte Investition in den innerstädtischen öffentlichen Raum seit Jahrzehnten.

Rund 40 Jahre nachdem sie errichtet wurde, soll die Kaufbeurer Fußgängerzone neu gestaltet werden. Der symbolische Spatenstich fand am 2. März 2017 statt. Zwei Jahre der Planung waren dem Start des Großprojekts vorausgegangen. Umgesetzt wird das neue Konzept vom Kaufbeurer Bauunternehmen Hubert Schmid.

Unternehmen aus der Region unterstützen Kaufbeurer Großprojekt

Die Neugestaltung der Kaufbeurer Fußgängerzone wird voraussichtlich vier Millionen Euro kosten. Städtebauförderungsmittel über mehr als 700.000 Euro wurden in Aussicht gestellt. Am Rande des Spatenstichs überreichten die Vereinigten Wertach Elektrizitätswerke VWEW noch einen Scheck in Höhe von 7.500 Euro für den Projektfonds. Dieser finanziert unter anderem Aktionen im Rahmen des Baustellen-Marketings. Neben VWEW haben auch erdgas schwaben, die Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren und Kaufbeuren Tourismus- und Stadtmarketing e.V. größere Einzahlungen zugesichert.

Fußgängerzone als Aushängeschild Kaufbeurens

Oberbürgermeister Stefan Bosse hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Arbeiten für die ganze Stadt hervor. Er bat auch um Verständnis für die Unannehmlichkeiten während der Bauphase: „Die Fußgängerzone ist das Herz unserer Altstadt und das Aushängeschild unserer ganzen Stadt. Die Bauarbeiten werden Unannehmlichkeiten mit sich bringen, aber wir werden alles dafür tun, diese so gering wie möglich zu halten.“ Der Bauablauf sei extra so geplant worden, dass alle Geschäfte immer für Fußgänger zu erreichen seien.

Kaufbeuren will die „Marke Innenstadt“ weiterentwickeln

Helge Carl, Leiter des Baureferats der Stadt Kaufbeuren, sagte: „Womit kann der Handelsstandort Innenstadt gegenüber Einkaufszentren und Online-Handel bestehen? Ambiente und Flair bleiben die entscheidenden Faktoren, die die Menschen in die Innenstadt ziehen, ob zum Wohnen, zum Einkaufen oder einfach zum Flanieren. Um diese Qualitäten zu sichern, genügt es nicht, nur den Boden auszutauschen. Wir werden über diese Baustelle hinaus an der Marke Innenstadt arbeiten.“

So will Kaufbeuren den Einzelhandel nachhaltig stärken

Dem schloss sich Guido Zeller als Vertreter des Einzelhandels und Vorstandsmitglied der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren an. Er betonte, dass sich der Einzelhandel auf eine moderne Fußgängerzone freue. Nachdem die umliegenden Städte in jüngster Vergangenheit viel in ihre Innenstädte investiert hätten, sei es umso wichtiger, auch in Kaufbeuren ein modernes Umfeld zu schaffen. Er wies auf die zahlreichen geplanten Aktionen an jedem ersten Samstag im Monat hin: Dazu gehörten beispielsweise die Beachparty oder das Oktoberfest. Zeller appellierte an die Kunden, jetzt erst recht in die Innenstadt zu kommen.

Fertigstellung für Ende 2017 geplant

Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das Sanierungsgebiet umfasst rund 4.000 Quadratmeter. Dabei werden circa 120.000 Steine oder 3.870 Quadratmeter Granitsteine aus dem Steinbruch Hötzendorf im bayerischen Wald verlegt. Im Zuge der Sanierungs-Arbeiten werden Glasfaserleitungen auch verlegt. So will die Stadt Kaufbeuren künftig in der Fußgängerzone kostenloses WLAN anbieten können.

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