Stadt Donauwörth

Donauwörth ist Fairtrade-Stadt

Große Freude bei den Preisträgern. Foto: Heidi Altstetter

Donauwörth wurde gleich doppelt ausgezeichnet: Zum einen mit dem Preis „Fairtrade-Stadt“. Zum anderen wurde das Gymnasium in Donauwörth als „Fairtrade-School“ prämiert.

von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

Donauwörth ist eine von 417 deutschen Kommunen, die diese Auszeichnung erhielt. Damit ist sie die Erste im Landkreis. Im nächsten Umkreis sind es Wertingen, Dillingen und Augsburg, die ebenfalls Fairtrade-Städte sind. Die Verleihung erfolgte durch Hannah Rüther, Referentin von Fairtrade Deutschland. Sie übergab die Ernennungs-Urkunden an Oberbürgermeister Armin Neudert und an Schuldirektor Karl Auinger. Die Freude über diesen doppelten Preis war groß.

20jähriges Jubiläum von Solidarität-für-Eine-Welt gab Anstoß für Fairtrade-Projekte

Auch die Entwicklung bis zur Fairtrade-Auszeichnung wurde bei der Preisverleihung kurz angesprochen. Andreas Plohmann, Sprecher der Steuerungsgruppe und Vorsitzender des Donauwörther Vereins Solidarität-für-Eine-Welt e.V. erklärte dazu: „Es war der Eine-Welt-Verein, der anlässlich des 20jährigen Bestehens den Anstoß dazu gab. Aber wir sind dankbar, das OB Neudert und die weiteren Verantwortlichen der Stadt sofort ein offenes Ohr für diese Idee hatten.“ Die Fairtrade-Auszeichnung erhalten Kommunen nach einem bestimmten Stadtratsbeschluss. Nach diesem muss im Rathaus bei Sitzungen fair gehandelter Kaffee und mindestens ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten werden. Außerdem muss eine Mindestzahl an Geschäften und Gastronomie-Betrieben diese Produkte im Sortiment vertreiben. Auch öffentliche Einrichtungen müssen sich beteiligen. So sollen Aktionen zur Bildungsarbeit zum fairen Handel durchgeführt werden. 

Donauwörther Gymnasium ist „Fairtrade-School“

Karl Auinger, Direktor des Donauwörther Gymnasiums, ist stolz über diese Auszeichnung, denn „wir tragen alle Verantwortung für die eine Welt.“ Der Gewinn geht in erster Linie an engagierte Schüler des Gymnasiums. Im Rahmen eines Projektseminars haben sie diese Kampagne auf die Beine gestellt. Unterstützung erhielten sie dabei von Studienrätin Andrea Hieble-Reitsam. Der Schulleiter lobt dieses Engagement: „Es ist gut, dass bereits jüngere Menschen für diese Thematik sensibilisiert werden.“

Entwicklungspolitik muss auch regional betrachtet werden

Oberbürgermeister Armin Neudert sprach in seiner Rede von einem „Abend der Hoffnung“. Er sieht Entwicklungspolitik nicht nur global, sondern auch regional: „Jeder einzelne von uns kann mit dem Einkaufswagen Politik machen.“ Von der Auszeichnung erhofft er sich nun eine Sensibilisierung und Vorbildwirkung. Die Fairtrade-Bewegung in Donauwörth soll so noch weiter unterstützt werden.

Fairtrade-Gedanke soll auch in Zukunft gegeben sein

Klaus Probst vom Verein Solidarität-für-Eine-Welt erklärte, dass die Auszeichnung ein Teilerfolg sei. Als Ziel müsse Donauwörth vom Fairtrade-Gedanken noch weiter durchwirkt werden. Eine weitere Aktion in diesem Zusammenhang steht bereits fest. So soll ein Etiketten-Wettbewerb veranstaltet werden. Dieser Wettbewerb zielt auf ein neues Design eines eigenen fair gehandelten Donauwörther Kaffees ab. Durch die neue Optik soll dieser dann auch als solcher erkannt werden. Aus sechs Entwürfen wurden bereits drei ausgewählt. Im Internet sind diese nun zur Abstimmung bereitgestellt.

Das macht fairen Handel aus

„Fair trade“ setzt sich für verbindliche Standards der Produzenten vor allem in Afrika, Lateinamerika und Asien ein. So werden zum einen Festpreise garantiert, zum anderen soziale Strukturen aufgebaut. Auch der biologische Anbau wird durch gerechten Handel gefördert. 

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