Stadt Ulm

Papieratlas 2016: Ulm unter den „Aufsteigern des Jahres “

Symbolbild. Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

Die Stadt Ulm engagiert sich stark für die Umwelt und den fairen Handel. Nun wurde die Domstadt mit dem Sonderpreis „Aufsteiger des Jahres“ im „Papieratlas 2016“ geehrt.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Vergeben wurde die Auszeichnung von der Initiative Pro Recyclingpapier. Die Stadtverwaltung Ulm gehört so zusammen mit Düsseldorf, Frankfurt (Oder), Kaufbeuren und Regensburg zu den Kommunalverwaltungen, die bei der Nutzung von Recyclingpapier die höchste Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr erreicht haben.

Ulm achtet auf den Blauen Engel

2016 hat die Ulmer Stadtverwaltung es geschafft, ihre Recyclingpapierquote auf 85,6 Prozent steigern können. Rund acht Millionen Blatt Papier werden hier jährlich verbraucht. Mehr als 6,8 Millionen tragen das Zeichen des Blauen Engels für Umweltfreundlichkeit.

Stadtverwaltung trinkt nur Fair-Trade Kaffe

„Mit einem Blatt Recyclingpapier sparen Sie die Energie für eine große Tasse Kaffee“ – so plakativ wirbt der „Papieratlas“ für den Einsatz von Recyclingpapier. Im Vergleich zu Frischfaserpapier spare die Herstellung von Papier aus Altpapier so viel Energie, wie nötig wäre, um 0,33 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, argumentiert die Initiative. Diese kooperiert mit dem Bundesumweltministerium und den kommunalen Spitzenverbänden. Die Stadt Ulm sparte im letzten Jahr also fast sieben Millionen Tassen Kaffee ein. Der Kaffee dafür kommt im Rathaus bereits seit längerem aus fairem Handel. Ulm wurde 2014 außerdem als Fair-Trade Stadt ausgezeichnet.

Bürogeräte brauchen Umweltzertifizierungen

Die Stadt Ulm bemüht sich auch in anderen Bereichen, Umwelt- und Sozialstandards nachhaltig umzusetzen. So wird unter anderem bei der Beschaffung von Bürogeräten auf Umweltzertifizierungen und Energieeffizienz geachtet. Die Hersteller müssen außerdem nachweisen, dass ihre Produkte ohne Kinderarbeit hergestellt werden. Bei Fahrzeugen gilt ein Abgasstandard von mindestens EURO 5 – oder die Verwaltung steigt gleich auf Pedelecs und Gasfahrzeuge um.

Ulm setzt auf „Go-Green“-Programm der Deutschen Post

Auch bei der Post geht die Stadtverwaltung Ulm neue Wege: Ab dem 1. November 2016 verschickt die Stadt ihre Briefe über das „Go-Green“-Programm der Deutschen Post. Dabei investiert die Post für jede verschickte Sendung in Klimaschutzprojekte.

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