Vollsperrung bei Aichach

Unfall auf B300 verzögert Arbeiten an der Ackermann-Brücke

Die Ackermann-Brücke. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Gegen 00:30 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall mit einem Schwertransport-Gespann auf der B300 zwischen Aichach-Süd und Aichach-West. An der Unfallstelle gibt es immer noch kein Durchkommen. Auch die Bauarbeiten an der Ackermann-Brücke verzögern sich dadurch.

Auf der Höhe Ecknachbrücke verlor ein Transporter Brückenpfeiler, die für die Baustelle in Augsburg an der Wertachbrücke / Bürgermeister-Ackermann-Straße vorgesehen waren. Nach dem Einsturz der alten Brücke im Sommer letzten Jahres ist dies nun die zweite unfallbedingte Verzögerung für das Bauprojekt.

Brückenpfeiler rutschen von Fahrzeug ab

Ein Konvoi von drei Schwertransportern mit jeweils circa 60 Meter Länge war auf dem Weg zur Baustelle in Begleitung von zwei Polizeifahrzeugen unterwegs. Der Transport bestand aus je zwei Teilen (Zugfahrzeug mit Dolly und Nachläufer). Auf Höhe der Ecknachbrücke kam der Nachläufer des mittleren der drei Schwertransporter nach rechts von der Fahrbahn ab. Dieser kollidierte mit dem dortigen Brückenpfeiler der Ecknachbrücke.

Fahrer geschockt aber unverletzt

Durch die Kollision rutschte die geladene Fracht von dem Schwertransporter herunter und kam teils auf und teils neben der Fahrbahn zum Liegen. Die verrutschten Brückenpfeiler bestehend aus rund 70 Tonnen Stahlbeton. Der Fahrer des Schwertransports erlitt einen Schock, blieb jedoch ansonsten unverletzt.

Die Unfallstelle an der B300. Foto: Polizei

Polizei richtet Umleitung ein

Die Unfallaufnahme ist zwar abgeschlossen, jedoch ist die Räumung der Unfallstelle noch im Gange. Die B300 ist daher derzeit (Stand 6:56 Uhr) noch vollgesperrt. Wie lang die Sperrung andauert, ist laut Polizeiangaben noch nicht abzusehen. Für Verkehrs-Teilnehmer die die Strecke nutzen wurde eine Umleitung eingerichtet. Die Route führt über die Münchener Straße - Theodor-Heuss-Straße - Augsburger Straße. Eine weiträumige Umfahrung wird von der Polizei dringend empfohlen.

Gutachter prüft Statik der Ecknachbrücke

Ein unfallanalytisches Gutachten wird zur abschließenden Klärung des Unfallhergangs erstellt. Im Laufe des Vormittags wird zu diesem Zweck auch noch ein Polizei-Hubschrauber zur Unfallstelle fliegen, um Übersichtsaufnahmen aus der Luft zu fertigen. Auch die Einschätzung eines Sachverständigen steht noch aus, ob und in wie weit die Statik der Ecknachbrücke möglicherweise in Mitleidenschaft gezogen wurde.

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