Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderung

swa stellen konkrete Pläne für wichtiges Gaswerk-Projekt vor

Eva Weber, Dr. Ralph Steger und Alfred Müllner. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Gaswerk im Stadtteil Oberhausen soll eine Heimat für die Kultur- und Kreativwirtschaft werden. Die Details für die größte Maßnahme haben die Stadtwerke Augsburg (swa) gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung auf dem jüngsten Netzwerktreffen vorgestellt.

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat eine große wirtschaftliche Bedeutung. Oft wird das nicht deutlich, da sie neben großen Industrieunternehmen wie beispielsweise der MAN kaum wahrgenommen wird. Das soll sich mit dem Projekt Gaswerk ändern“, erklärt Eva Weber, Wirtschaftsreferentin und 2. Bürgermeisterin der Stadt Augsburg. Die in diesem Rahmen größte Maßnahme sind die Pläne für das alte Ofenhaus.

Bauabschluss im November 2018

Der Abschluss der derzeit geplanten Baumaßnahmen ist für November 2018 angesetzt – ein ambitioniertes Ziel, darin sind sich alle Beteiligten einig. „Ich freue mich, dass wir dieses Projekt so gemeinschaftlich mit der Stadt angehen. Erst kürzlich hatten wir außerdem ein erstes Gespräch mit dem Ankermieter, dem neuen Intendanten des Theaters Augsburg. Interesse vonseiten potenzieller Mieter für das Gelände ist auf jeden Fall da“, betont Alfred Müllner, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg.

Netzwerktreffen mit Eva Weber im Gaswerk Oberhausen

380 Parkplätze in neuem Parkhaus

Was sich bis 2018 am Gaswerk ändern soll, stellte Dr. Ralph Steger, bei den swa verantwortlich für das Projekt Gaswerk, gemeinsam mit den Bauleitern Tatjana Kocher und Hans Koch vor. „Unter anderem soll auf dem Gaswerk-Areal ein siebenstöckiges Parkhaus mit insgesamt 380 Stellplätzen entstehen. Dieses wird direkt neben dem alten Ofenhaus errichtet. Im Reinigergebäude wird außerdem überprüft, ob dieses für einen Live-Club geeignet ist. Auch Gastronomie soll auf dem Gelände angesiedelt werden“, umreißt Dr. Steger die Pläne.

Das ändert sich am alten Ofenhaus

Eines der Großprojekte sind die Maßnahmen am alten Ofenhaus. Dieses wird in den nächsten Jahren als Interimsspielstätte für das Theater Augsburg genutzt. Die geplanten Kosten hierfür belaufen sich auf rund 19,2 Millionen Euro. „Derzeit ist das Gebäude innen komplett leer. Die gesamte Technik wurde bereits ausgebaut. Nur eine Längswand trennt das alte Ofenhaus in zwei Teile. Auf der Westseite soll ein Gastronom einziehen. Wer das sein wird, wird eine EU-weite Ausschreibung entscheiden“, erklärt die Architektin und Bauleiterin.

„Im Ostteil werden drei Geschosse eingezogen. Im Erdgeschoss findet die Küche Platz. Im ersten Stock wird für voraussichtlich sechs Jahre die Brechtbühne untergebracht. Im Anschluss wäre eine Weiternutzung durch eine Eventagentur denkbar. In den Stockwerken darüber werden die Gebäude- und Theater-Technik eingebaut. Und direkt unter der Kuppel soll schließlich ein Ballettsaal einziehen“, ergänzt Kocher. Damit das alte Ofenhaus den geplanten Umbau tragen kann, werden rund 100 Betonpfähle bis zu acht Meter im Boden versenkt. Hinter dem Ofenhaus ist derzeit eine große Baugrube. Dort soll schon bald ein fünfstöckiger Anbau errichtet werden, in dem die Theaterwerkstätten einziehen.

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