Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks

Handwerkskammer für Schwaben feiert 59 Kammersieger in Augsburg

Die Kammersieger aus Schwaben, Hans-Peter Rauch, Paul Brugger, Ulrich Wagner, und Siegfried Kalkbrenner. Foto: HWK Schwaben
Die Handwerkskammer für Schwaben schloss den Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks zufrieden ab. 59 Kammersieger sind damit nun für die nächsten Ebenen, den Landeswettbewerb und den Bundeswettbewerb qualifiziert.

Motivation, Einsatz und Kreativität für das Handwerk und den eigenen Beruf stellte Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), in den Mittelpunkt seiner Begrüßung. Er gratulierte den Junghandwerkern zum Kammersieg. „Freude an der Arbeit entwickelt sich durch eigene Motivation gepaart mit Kreativität, den richtigen Rahmenbedingungen und Vorbildern. Genau so, setzen wir dies im Handwerk um. Dank hervorragenden Ausbildern, die tolle Vorbilder sind, wird die Begeisterung und Leidenschaft für das Handwerk geweckt. Dann stehen die Chancen gut, aus jungen talentierten Lehrlingen Handwerker der Spitzenklasse zu machen“, lobte Wagner.

„Mit ihrem Kammersieg spielen Sie jetzt in der ersten Liga“

Im Wettbewerb mussten die Sieger ihr handwerkliches Können in der Praxis unter Beweis stellen. Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben, verglich die Leistung der jungen Handwerker mit dem Fußball: „Mit ihrem Kammersieg spielen Sie jetzt in der ersten Liga. Sie haben weitergemacht, um noch mehr zu erreichen und sich abzuheben von allen anderen. Sie sind mit Ihrem Ehrgeiz in die Nachspielzeit gegangen. Sie wollten das Spiel gewinnen und sich für die Leistung über mehr als 90 Minuten belohnen“. Am Ende gingen 18 Damen und 41 Herren als Gewinner in ihren Berufsfeldern hervor. Diese jungen Fachkräfte seien Vorbilder für alle, die derzeit in der Ausbildung sind und auch für alle, die in den nächsten Jahren die Schule beenden werden und sich dann entscheiden müssen, wie es weitergeht.

Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen stellen sich dem Wettbewerb

Am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks konnten sich Nachwuchshandwerker bis zu einem Alter von 25 Jahren beteiligen. Zur Teilnahme gemeldet wurden Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2017, die die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt hatten. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb bewertet wurde, mussten in anderen Berufen beispielsweise bei den Friseuren oder im Bau- und Nahrungsmittelhandwerk zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Die Kammersieger können jetzt an weiteren Berufswettbewerben teilnehmen. Die nächsten Ebenen sind der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.

Silberne Ehrennadel für vier Ausbilder

Ein besonderer Dank galt bei der Preisverleihung auch den Ausbildern in den Unternehmen. HWK-Präsident Rauch betonte: „Wer ein erstklassiger Handwerker werden will, der braucht eine erstklassige Ausbildung – und dafür garantiert ein erstklassiger Meister, der den Lehrling führt. Es ist immer wieder toll, wie manche Ausbilder sich so für ihre Nachwuchskräfte einsetzen und sie unterstützen, wenn es dann um die Arbeitsproben beim Leistungswettbewerb geht.“ Vier Ausbilder wurden in diesem Jahr mit der Silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie bereits dreimal einen Kammersieger hervorgebracht hatten.

Hans-Peter Rauch, Reimund Kleinert, Michael Erhard, Kurt Brenner, Ulrich Wagner. Foto: HWK Schwaben Hans-Peter Rauch, Reimund Kleinert, Michael Erhard, Kurt Brenner, Ulrich Wagner. Foto: HWK Schwaben

 

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