Eva Weber zur Neuansiedlung

Dunkin' Donuts: Gewisse Marken werden in Augsburg erwartet

Dunkin' Donuts kommt nach Augsburg. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Dass Dunkin‘ Donuts Ende Juli die erste Filiale in der Augsburger Innenstadt eröffnet, polarisiert. Doch woher kommt das – und was können andere Einzelhändler von dem Erfolg der Kette lernen? Wir haben bei Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin, Wirtschafts- und Finanzreferentin der Stadt Augsburg, nachgefragt.

Dass Dunkin‘ Donuts nun nach Augsburg kommt, freut auch Bürgermeisterin Eva Weber. Derzeit gibt es neben München noch weitere Filialen der Schnellrestaurant-Kette wie in Nürnberg/Fürth, Würzburg und Bamberg. „Der neue Standort in Augsburg zeigt, dass wir auch für bekannte Marken-Filialisten interessant sind. Natürlich können die Besucher der Innenstadt Donuts – oder Backwaren und Kaffee – vielerorts kaufen und konsumieren. Aber gerade bei Standard-Produkten gelingt es durch gezielte Marketing-Strategien und -maßnahmen, Kunden zu erreichen“, so die Wirtschafts- und Finanzreferentin.

Digitale Strategien stärken stationäres Angebot

Gerade im Hinblick auf jüngere Zielgruppen sieht Weber zudem digitale Service-Leistungen wie beispielsweise spezifische Apps als relevant. „Und wie wir aus regelmäßigen Befragungen von Innenstadt-Besuchern wissen, werden bestimmte Anbieter und Marken in der Innenstadt erwartet“, so Weber weiter.

Einseitige Ausrichtung wenig zielführend

Braucht Augsburg also am Ende mehr solcher Mega-Ketten – oder stellen sie eine Gefahr für den Einzelhandel dar? „Die Mischung macht es, in diesem Fall die Angebots-Vielfalt und auch die unterschiedlichen Konzepte der Läden“, ist Weber überzeugt. „Gerade auch die inhabergeführten Läden und Gastronomie-Betriebe in der Augsburger Innenstadt sprechen ihrerseits bestimmte Kundensegmente an und sind dort erfolgreich.“

Keine Kopie von Konzepten, sondern gute Strategien

Starke Marken wie Dunkin‘ Donuts oder auch Starbucks stehen für einen bestimmten Lifestyle. Sie sind sehr erfolgreich, polarisieren aber auch. Was kann der Einzelhandel davon lernen? „Es geht immer um Zielgruppen und Kundensegmente“, so Weber. Wo Dunkin‘ Donuts ein bestimmtes Klientel in Augsburg anspricht, bevorzugen andere Kunden andere Angebote. „Eine reine Kopie von Konzepten wäre wohl wenig aussichtsreich. Ich denke, dass der Einzelhändler seine Kunden am besten kennt und mit Servicequalität, ansprechenden Ladenkonzepten und nicht zuletzt auch durch eine digitale Präsenz, punkten kann.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben