Erstes Fazit

Augsburgs neue Blitzer: Über 1.200 Verkehrs-Verstöße in drei Monaten

Die neuen Blitzersäulen in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Seit drei Monaten sind die Blitzer-Säulen in Augsburg und Friedberg schon in Betrieb. Das Polizeipräsidium Schwaben Nord zieht nun ein erstes Fazit.

Die Überwachungs-Anlagen „red+speed“ in Augsburger und Friedberg wurden bereits im November 2016 fertiggestellt und installiert. Seit Januar sind die Anlagen an den Kreuzungs-Bereichen Schaezlerstraße / Frölichstraße, Friedberger Straße / Sanderstraße sowie Chippenham-Ring / Augsburger Straße (B300) nun in Betrieb. Die vierte Anlage wurde im Januar an der Inverness-Allee / Hofrat-Röhrer-Straße vorinstalliert. Bevor die Blitzersäule freigegeben werden kann, stehen an der Kreuzung noch Straßen-Bauarbeiten an. Voraussichtlich wird die Anlage den Messbetrieb erst Ende April aufnehmen.

100 Betroffene erhalten Fahrverbot

An den drei ersten Säulen wurden im Betriebs-Zeitraum von Januar bis März 2017 etwa 1.200 Verkehrs-Verstöße registriert. Beim überwiegenden Teil handelte es sich um Geschwindigkeits-Überschreitungen. Insgesamt über 1.070 Verkehrs-Teilnehmer missachteten hier das Tempo-Limit. In weiteren 130 Fällen haben Kraftfahrzeug-Führer das Rotlicht nicht beachtet. Neben einem Bußgeld und Punkten im Verkehrs-Zentralregister haben diese Verstöße für über 100 Betroffene ein Fahrverbot zur Folge.

Bis zu 46 Kilometer pro Stunde zu schnell

Die höchsten festgestellten Geschwindigkeiten lagen an den Messpunkten bei bis zu 96 Kilometer pro Stunde. An den entsprechenden Stellen liegt die erlaubte Höchst-Geschwindigkeit bei 50 Kilometern pro Stunde. Verkehrs-Teilnehmer nehmen teils erhebliche Geschwindigkeits-Übertretungen in Kauf, um noch vor dem Rotlicht die Kreuzung queren zu können, so die Feststellung des Polizeipräsidiums.

Polizeipräsidium Schwaben Nord unter den Vorreitern in Bayern

Bevor die Blitzersäulen in Betrieb genommen werden konnten, wurden die digitalen Geschwindigkeits- und Rotlicht-Überwachungs-Anlagen in München getestet. Im Anschluss erteilte das Bayerische Innenministerium 2016 die allgemeine Freigabe für alle Polizeipräsidien. Das Polizeipräsidium Schwaben Nord entschloss sich als eines der ersten in Bayern für die neuen Anlagen.

Weitere 206 Rotlicht-Verstöße erfasst

Die sechs analogen Rotlicht-Überwachungs-Anlagen im Stadtgebiet Augsburg werden parallel weiterbetrieben. Sie sind an den Kreuzungen Donauwörther Straße / Dieselstraße, Leonhardsberg / Mittlerer Graben und Blücherstraße / Schleiermacherstraße angebracht. Außerdem gibt es solche Anlagen an den Kreuzungen Bgm.-Ackermann-Straße / Kriegshaber Straße, Hans-Böckler-Straße / Schillstraße, Lechhauser Straße / Radetzkystraße. Im gleichen Zeitraum von Januar bis März 2017 wurden durch diese Anlagen 206 Rotlicht-Verstöße erfasst. In 32 dieser Fälle folgt ein Fahrverbot, da die Rotlicht-Phase bereits länger als eine Sekunde andauerte.

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