Neues Stadtquartier

Augsburger Ladehöfe: Hotel, Gewerbe und Wohnraum geplant

Die Ladehöfe neben der Bahnstrecke sollen bald schon erschlossen werden. Foto: Rebecca Weingarten/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bauprojekt in der Augsburger Innenstadt: Die drei ehemaligen Ladehöfe in Augsburg liegen seit Jahren brach. Das soll sich nun ändern, denn: Die Ladehöfe stellen eines der wenigen großen Flächen-Potenziale Augsburgs in zentraler Lage dar. Das Areal wird bisher erheblich unter seinen Möglichkeiten genutzt.

Entstehen soll nun ein hochwertiges urbanes Quartier um das Areal zu revitalisieren. Das Planungsgebiet umfasst dabei rund 5,4 Hektar. Davon entfallen 1,4 Hektar für den Wohnungsbau. Errichtet werden sollen rund 230 Wohnungen. Für ein neues Regionalbus-Terminal wird eine Fläche von rund 5.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Weitere 2.000 Quadratmeter nimmt eine Kinder-Tagesstätte ein. Platz soll auch für Büros, Dienstleister, Einzelhandel und ein Hotel geschaffen werden. Stellplätze sollen weitestgehend in Form von Tiefgaragen unter den jeweiligen Gebäuden umgesetzt werden. Die entsprechende Beschluss-Vorlage ist kommenden Donnerstag, 6. April,  Teil der Sitzung des Bau- und Konversionsausschusses der Stadt Augsburg.

Die Pläne im Einzelnen:

Innerer Ladehof

Der Innere Ladehof liegt unmittelbar südöstlich des Hauptbahnhofs entlang der Gleisanlage. Hier ist ein bis zu sechsgeschossiger offener Gebäuderiegel geplant. Dieser steht nicht für Wohnungen zur Verfügung, sondern soll ein Hotel sowie Büros und Dienstleistungs-Angebote enthalten. Der Innere Ladehof wird zudem neuer Standort für das Regionalbus-Terminal. Rund vier Millionen Euro wird dieses die Stadt Augsburg nach neusten Schätzungen kosten. Geplant ist ein modernes Haltestellen-Bauwerk mit dauerhaft vier Abfahrtpositionen und zehn Buswarteplätzen. Bis zur Fertigstellung der Straßenbahnlinie 5 wird eine fünfte provisorische Abfahrtposition erforderlich sein.

Mittlerer Ladehof

Im Mittleren Ladehof soll ein neues Wohnquartier mit einer Mischung aus Wohnen und Arbeiten entstehen. Lärmschutzwände sowie eine schallabschrimende Bebauung sollen dies ermöglichen. Die Gebäude werden voraussichtlich vier bis sechs Geschosse fassen. Außerdem wird sich eine fünfgruppige Kindertagesstätte auf dem Areal befinden. Geplant sind zwei Krippen-Gruppen, zwei Kindergarten-Gruppen und eine Hort-Gruppe. Im städtebaulichen Vertrag ist der Erwerb des entsprechenden Grundstücks durch die Stadt vorgesehen. Eine Kombination mit einer Wohnnutzung auf dieser Fläche ist nicht angedacht.

Äußerer Ladehof

An der Alpenstraße sollen drei bis viergeschossige Stadtvillen entstehen. Zur Gögginger Brücke hin soll ein Baukörper mit Nutzmix aus Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnen errichtet werden. Um den Eingang zur inneren Stadt zu betonen, ist eine achtgeschossige Akzentuierung vorgesehen. Dabei dient das Erdgeschoß als Verkaufsfläche für ein Lebensmittel-Vollsortiment (rund 1.800 Quadratmeter) und eine Drogeriemarkt-Kette (circa 600 Quadratmeter). Kundenparkplätze sollen in einer Tiefgarage Platz finden.

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