Thema der Woche

Steuerplanung: So minimieren Sie Ihre Steuerbelastung

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Alexander Besser und Rechtsanwalt Volker Schloms geben Unternehmern Ideen, wie die Steuerlast über das (Arbeits-)Leben hinweg minimiert werden kann.

Wer sein „Steuerleben“ clever plant, der kann seine Steuerlast über sein Lebensalter so verteilen, dass die Höchststeuerbelastung minimiert werden kann. Wir zeigen Ihnen nachfolgend beispielhafte Gestaltungsüberlegungen.

Steuer- und Lebensalterzyklus

Der Verlauf der Grenzsteuerprogression, d.h. der Steuersatz der für den nächsten verdienten Euro anfällt und der mit zunehmendem Einkommen steigt, kann für einen Teil des Lebens der Steuerbelastung mit zunehmenden Alter parallel laufen.

Zu Lebensbeginn werden i.d.R. keine Einnahmen erzielt. In der folgenden Berufsphase wird regelmäßig zunehmend mehr verdient, wodurch auch höhere Steuerbelastungen anfallen. Nach der beruflichen Tätigkeit sinkt der Grenzsteuersatz dann aber regelmäßig wieder, weil die Einkommen dann wieder zurückgehen.

Wir möchten Ihnen nachfolgend darstellen, welche beispielhaften Möglichkeiten es geben kann, diesem Parallelverlauf zu begegnen, d.h. eine Verringerung der Höchststeuerbelastung zu erreichen. 

Überlegungen für die Steuerplanung

Soll die gesamte Steuerbelastung eines Lebens minimiert werden, muss zu versteuerndes Einkommen von der Phase des Höchstverdienstes – und somit des höchsten Steuersatzes – in die Phasen vor oder nach der höchsten Progression verlagert werden.

1) Einkünfte vorverlagern

Einkünfte können bei einem Steuerpflichtigen nicht vorverlegt werden. Deshalb könnten Sie darüber nachdenken, Einkünfte, die der hohen Besteuerungsphase unterliegen, zu übertragen. Etwa an Kinder, die keine oder nur eine sehr geringe Steuerbelastung haben. Beispiele hierfür können mitunternehmerische Beteiligungen am Unternehmen oder Darlehensschenkungen sein.

2) Einkünfte nachverlagern

Investitionen in abschreibungsrelevantes Vermögen können eine Möglichkeit sein, Einkommen in die Phase nach der aktuellen aktiven Tätigkeit zu verlagern. Hier bieten sich u.a. Investitionen mit hohen Anfangsabschreibungen wie Denkmalschutzimmobilien oder bewegliches Anlagevermögen (wie Photovoltaikanlagen) an.

3) Einkünfte auslagern

Sind durch berufliche Tätigkeiten und/oder Erbschaften Vermögen vorhanden, die nicht in absehbarer Zeit benötigt werden, könnten diese in Gesellschaften eingebracht werden, die zu einer niedrigeren laufenden Besteuerung führen. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, können Vermögen, insbesondere Immobilienvermögen, in vermögensverwaltende Kapitalgesellschaften oder vermögensverwaltende Personengesellschaften eingebracht werden. Hierdurch werden u.a. Gewerbesteuern gespart und mit diesen gesparten Steuern können weitere Investitionen getätigt werden. 

Bestehen größere Vermögen, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, so kann überlegt werden, diese in eine eigene Stiftung einzubringen. Neben steuerlichen Vorteilen bei einer nicht gewerblich tätigen Stiftung, kann über eine Stiftung das Vermögen über Generationen mit der vom Gründer vorgegebenen Zielsetzung verwaltet und genutzt werden. Wird anstelle einer reinen Familiengesellschaft eine gemeinnützigen Stiftung errichtet, können, neben der Versorgung von Familienangehörigen, mit dem Vermögen Ideale im gemeinnützigen Bereich unterstützt und gefördert werden. Bei der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung ergeben sich durch Spendenbescheinigungen im Rahmen der Kapitaleinbringung sowie unter erbschaftsteuerlichen Gesichtspunkten zusätzliche steuerliche Vorteile.

Fazit: Nehmen Sie Ihre Steuerthemen in den Fokus

Diese Skizzierungen sind nur beispielhafte Möglichkeiten einer Steuerprogression gegenzusteuern zu können. Wichtig ist, sich bewusst mit Steuern und Einkommen bzw. Vermögen auseinanderzusetzen, um hier durch planmäßige und vorausschauende Gestaltung die Lebenssteuerbelastung zu minimieren.

Wir helfen Ihnen gerne bei Ihren Überlegungen.

Sprechen Sie uns an.

Dipl.-Kfm. Alexander Besser
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Hielscher & Besser Steuerberatungsges. mbH
Prinzstraße 51
86153 Augsburg

www.hb-plus.tax

Volker Schloms
Kanzleigründer, Equity Partner, Wirtschaftsmediator (IHK) 
JuS Rechtsanwälte Schloms und Partner
Ulrichsplatz 12
86150 Augsburg

www.jus-kanzlei.de

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Steuerplanung: So minimieren Sie Ihre Steuerbelastung

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Alexander Besser und Rechtsanwalt Volker Schloms geben Unternehmern Ideen, wie die Steuerlast über das (Arbeits-)Leben hinweg minimiert werden kann.

Wer sein „Steuerleben“ clever plant, der kann seine Steuerlast über sein Lebensalter so verteilen, dass die Höchststeuerbelastung minimiert werden kann. Wir zeigen Ihnen nachfolgend beispielhafte Gestaltungsüberlegungen.

Steuer- und Lebensalterzyklus

Der Verlauf der Grenzsteuerprogression, d.h. der Steuersatz der für den nächsten verdienten Euro anfällt und der mit zunehmendem Einkommen steigt, kann für einen Teil des Lebens der Steuerbelastung mit zunehmenden Alter parallel laufen.

Zu Lebensbeginn werden i.d.R. keine Einnahmen erzielt. In der folgenden Berufsphase wird regelmäßig zunehmend mehr verdient, wodurch auch höhere Steuerbelastungen anfallen. Nach der beruflichen Tätigkeit sinkt der Grenzsteuersatz dann aber regelmäßig wieder, weil die Einkommen dann wieder zurückgehen.

Wir möchten Ihnen nachfolgend darstellen, welche beispielhaften Möglichkeiten es geben kann, diesem Parallelverlauf zu begegnen, d.h. eine Verringerung der Höchststeuerbelastung zu erreichen. 

Überlegungen für die Steuerplanung

Soll die gesamte Steuerbelastung eines Lebens minimiert werden, muss zu versteuerndes Einkommen von der Phase des Höchstverdienstes – und somit des höchsten Steuersatzes – in die Phasen vor oder nach der höchsten Progression verlagert werden.

1) Einkünfte vorverlagern

Einkünfte können bei einem Steuerpflichtigen nicht vorverlegt werden. Deshalb könnten Sie darüber nachdenken, Einkünfte, die der hohen Besteuerungsphase unterliegen, zu übertragen. Etwa an Kinder, die keine oder nur eine sehr geringe Steuerbelastung haben. Beispiele hierfür können mitunternehmerische Beteiligungen am Unternehmen oder Darlehensschenkungen sein.

2) Einkünfte nachverlagern

Investitionen in abschreibungsrelevantes Vermögen können eine Möglichkeit sein, Einkommen in die Phase nach der aktuellen aktiven Tätigkeit zu verlagern. Hier bieten sich u.a. Investitionen mit hohen Anfangsabschreibungen wie Denkmalschutzimmobilien oder bewegliches Anlagevermögen (wie Photovoltaikanlagen) an.

3) Einkünfte auslagern

Sind durch berufliche Tätigkeiten und/oder Erbschaften Vermögen vorhanden, die nicht in absehbarer Zeit benötigt werden, könnten diese in Gesellschaften eingebracht werden, die zu einer niedrigeren laufenden Besteuerung führen. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, können Vermögen, insbesondere Immobilienvermögen, in vermögensverwaltende Kapitalgesellschaften oder vermögensverwaltende Personengesellschaften eingebracht werden. Hierdurch werden u.a. Gewerbesteuern gespart und mit diesen gesparten Steuern können weitere Investitionen getätigt werden. 

Bestehen größere Vermögen, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, so kann überlegt werden, diese in eine eigene Stiftung einzubringen. Neben steuerlichen Vorteilen bei einer nicht gewerblich tätigen Stiftung, kann über eine Stiftung das Vermögen über Generationen mit der vom Gründer vorgegebenen Zielsetzung verwaltet und genutzt werden. Wird anstelle einer reinen Familiengesellschaft eine gemeinnützigen Stiftung errichtet, können, neben der Versorgung von Familienangehörigen, mit dem Vermögen Ideale im gemeinnützigen Bereich unterstützt und gefördert werden. Bei der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung ergeben sich durch Spendenbescheinigungen im Rahmen der Kapitaleinbringung sowie unter erbschaftsteuerlichen Gesichtspunkten zusätzliche steuerliche Vorteile.

Fazit: Nehmen Sie Ihre Steuerthemen in den Fokus

Diese Skizzierungen sind nur beispielhafte Möglichkeiten einer Steuerprogression gegenzusteuern zu können. Wichtig ist, sich bewusst mit Steuern und Einkommen bzw. Vermögen auseinanderzusetzen, um hier durch planmäßige und vorausschauende Gestaltung die Lebenssteuerbelastung zu minimieren.

Wir helfen Ihnen gerne bei Ihren Überlegungen.

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Dipl.-Kfm. Alexander Besser
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
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