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Start up your USP: Von Metzgern und Kaninchen
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Frank Brehm, Geschäftsführer der Marketingagentur SCOUTS

Start up your USP: Von Metzgern und Kaninchen

 Frank Brehm 2
Frank Brehm, Geschäftsführer und Creative Director der Marketingagentur SCOUTS GmbH. Foto: SCOUTS GmbH

Bringen Sie auf den Punkt, was Sie einzigartig macht! Erste Schritte hin zum unique selling point.

Start-up-Unternehmer haben viele relevante und weitreichende Entscheidungen zu treffen. Eine der zentralsten Fragen ist die Findung und Schärfung der eigenen unique selling points.

Egal ob Erfinder, Gründer oder erfahrener Spezialist mit dem Wunsch nach Selbstständigkeit, die Schaffung eines eigenen Start-Ups beinhaltet zu Anfang stets die gleiche Frage: Was macht Sie einzigartig?

Story of my life  

Stellen Sie sich einmal vor, wir lernen uns kennen. In einem privaten, ungezwungenen und vielleicht sogar sektlaunigen Setting. Wir kommen ins Gespräch, unterhalten uns über Wohnorte, Wetterlagen und allgemeine Befindlichkeiten und schließlich über unsere beruflichen Ausrichtungen. Ich berichte Ihnen, dass ich als Geschäftsführer einer Marketingagentur tätig bin und die Beratung und langfristige Begleitung von Start-Up- Unternehmungen von Tag 1 an zu meinen liebsten Aufgaben zählt.

Hand aufs Herz: Wie lange wird es dauern, bis auch Sie mir von IHRER, sich seit unzähligen Jahren in Ihren Gedanken befindlichen und „wenn man es nur richtig anpacken würde“ ungeahnt lukrativen Geschäfts- oder Produktidee berichten - selbstredend erst nachdem Sie mich um umfassendes Stillschweigen gebeten haben – und mich um eine Blaupause zum zielführendsten und „richtigen“ Vorgehen zur Markteroberung ersuchen werden?

Der erste Schritt ist getan, machen Sie Ihre Ideen greifbar und lassen Sie sich beraten!

Egal, ob es sich hierbei um den weltweit ersten vollautomatischen Bananenschäler, eine höchst komplexe Individuallösung zur Produktivitätssteigerung bei der Rücknahme von Pfandflaschen, oder die finalste aller Produktlösungen zu einer, den Inhalt warmhaltenden Kaffeetasse handelt, (die genannten Fallbeispiele wurden aufgrund gegebener Geheimhaltungsversprechen vom Autor selbstredend leicht verfremdet). Meine Antwort wird stets dieselbe sein: KISS bzw. keep it simple and stupid!

Heureka versus What if…?  

Lassen Sie uns beim Beispiel der Kaffeetasse bleiben. Ein Produkt also, welches Kaffee auf einer angenehmen Temperatur hält. So simpel, so gut. Doch zunächst ein kleiner Exkurs.

Als Kunden agieren, empfinden und bewerten wir oft anders, als wir es als Unternehmer, oder spezieller, als Start-Up-Unternehmer tun. Als Kunde kaufen Sie Ihre Schuhe im Fachgeschäft, im spezialisierten Online-Schuhhandel, oder, sofern Sie nach dem günstigsten Angebot eines bestimmten Modells oder einer Marke suchen, auf Plattformen wie Amazon oder Zalando. Aber mit relativer Sicherheit werden Sie Ihr Schuhwerk nicht zwingend beim Start-Up Metzger mit „besonders breitgefächertem Angebotsspektrum“ erwerben.

Aspekte wie Vertrauen in die Spezialisierung, Qualitätsassoziationen und letztlich das Narrativ des Händlers als fokussierter Anbieter beeinflussen unsere Kaufentscheidungen.

Gegensätzlich verhält es sich allerdings, wenn wir aus der Rolle des Käufers in die Rolle des Anbieters mit eigenem Business, im schlimmsten Fall aus eigenen finanziellen Mitteln wechseln. Genügt es denn wirklich, wenn unsere Kaffeetasse den Inhalt lediglich warmhält, oder sollte Sie uns auch noch sprachgesteuert Auskunft über die derzeitige und zukünftige Wetterlage geben? Sollten wir nebst der Tasse noch eine Hautlotion anbieten, die unser bester Freund entwickelt hat und welche wir günstig einkaufen könnten, um die Zielgruppe zu erweitern? Falls ja, wäre der Unternehmensclaim „MUG&LOTION“ eine gute Idee?!

Eben jene Überlegungen, zumeist motiviert durch legitime Unsicherheit, die Intension, zügig Umsätze zu generieren und schlicht mangelnde Erfahrung sind es, die uns mit jedem Gedanken weiter weg vom ursprünglichen Vorhaben führen und somit eine einstmals starke Idee mit klarem Nutzen und Mehrwert zusehends verwässern. Die strategische Planung, unter einer neuen Marke zunächst alles anzubieten was anbietbar ist, um sich künftig, sprich irgendwann einmal zu spezialisieren, ist oft der erste Schritt ins unternehmerische Durcheinander. Werden Sie nicht zur viel zitierten „eierlegenden Wollmilchsau“. Kennen Sie Ihren unique selling point und haben Sie den Mut, diesen konsequent zu verfolgen, denn nichts anderes und schon recht keine Lotion, erwartet Ihr Kunde von Ihnen!

Denn auch, wenn Sie den gedanklichen Zylinder größer und größer fassen: Das entscheidende, herauszuzaubernde Kaninchen in Selbigem wird das Gleiche bleiben.

Begleiten Sie uns auch im zweiten Teil unserer Markenreise und erfahren Sie, wie Ihnen eine persönliche Selbsteinschätzung und die Kooperation aus Marketing und Markenrecht zum passenden Rüstzeug einer erfolgreichen Brand-Experience verhelfen kann.