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Zuviel Stress und Hektik? Nicht immer – der Boreout ist im Kommen
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B4B Impuls von Achim Jaeger

Zuviel Stress und Hektik? Nicht immer – der Boreout ist im Kommen

Ist Ihr Mitarbeiter wirklich gestresst, oder nur gelangweilt? © Markus Bormann - Fotolia.com
Ist Ihr Mitarbeiter wirklich gestresst, oder nur gelangweilt? Bild:© Markus Bormann - Fotolia.com

Neben dem gut bekannten Phänomen Burnout, das seinen Ursprung unter anderem in Überforderung und Stress hat, ist der Zustand Boreout noch wenig bekannt.

Der Boreout ist aber kaum weniger gefährlich und verkehrt die Symptome des Burnout sozusagen ins Gegenteil. Die Mitarbeiter leiden an Unterforderung, sind zunächst geplagt von Desinteresse und Langeweile, in späteren Phasen kommen mangelnder Selbstwert und Vermeidung hinzu. Schlussendlich folgen quälende Versagens- und Existenzängste. Auch das macht krank, wenn Führungskräfte diesen Zustand nicht erkennen und gegensteuern. Was also tun?

  • Genau hinsehen: Boreout ist für aufmerksame Führungskräfte gut erkennbar. Denn das Nichtstun bei gleichzeitigem Vortäuschen extremer Belastung fällt früher oder später auf, wenn zum Beispiel leere Aktenkoffer mit nach Hause genommen werden, um häuslichen Fleiß zu suggerieren.
  • Das Profil des Mitarbeiters unter die Lupe nehmen: Investieren Sie Zeit in die Analyse des Mitarbeiterprofils und finden Sie im Rahmen Ihrer Führungsarbeit heraus, wie der Einzelne belastet und ausgelastet ist. Oft hilft der Vergleich, um dem Boreout auf die Schliche zu kommen.
  • Machen Sie Angebote: Um es erst gar nicht zum Boreout kommen zu lassen, bieten Sie Ihren Mitarbeitern interessante Aufgaben jenseits der Routine.
  • Alle Achtung: Erweisen Sie Ihren Mitarbeitern für erfolgreich bewältigte Arbeiten eine angemessene Aufmerksamkeit. Das kann durch gerechte Entlohnung mit Geld geschehen, ist aber auch durch Erweiterung der Kompetenzen denkbar.
  • Nehmens Sie’s ganz persönlich: Finden Sie gezielt heraus, welche Art der Herausforderung einem bestimmten Mitarbeiter liegt und versuchen Sie immer wieder, seine persönlichen Motive anzusprechen und ihn so mit mehr Schwung an seine Aufgabe heranzuführen.

Für die Ursachen des Boreout sind die Mitarbeiter weitgehend selbst verantwortlich. Denn: Viele Menschen entscheiden sich bei der Berufswahl nicht für einen Job, der ihnen besonders gut liegt oder ihr Interesse hat – oft ist allein die Frage nach den Zukunftsaussichten dominierend. Werde ich genug Geld verdienen? Wird mein Arbeitsplatz sicher sein? Ob die Arbeit Freude machen wird, fragen sich viele Menschen oft erst in zweiter Linie.

Für eine verfehlte Berufswahl tragen Sie als Führungskraft gewiss nicht die Verantwortung. Wohl aber dafür, aus dem vorhandenen Potenzial Ihrer Mitarbeiter maximalen Output für das Unternehmen zu holen. Wenn Sie Ihren Mitarbeiter gut kennen, werden Sie seiner Arbeit Sinn geben können, auch wenn er in einem anderen Beruf vielleicht glücklicher hätte werden können.

In diesem Sinne: Fordern Sie Ihre Mitarbeiter gezielt und halten Sie Ihr Unternehmen Boreout-frei.

Ihr Achim Jaeger
Experte für Verkaufstraining, Vertriebstraining, Kommunikationstraining, Teamtraining