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Zeigen Sie Herz! 7 Tricks für mehr Gefühl im Text
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Emotional texten

Zeigen Sie Herz! 7 Tricks für mehr Gefühl im Text

© Sue Colvil - Fotolia.com

Kaufentscheidungen sind emotional. Sachliche Vorteile und Fakten sind gut, aber echte Gefühle sind besser. Text-Profis wissen das und sprechen ihre Leser auch auf der Gefühlsebene gezielt an. In diesem Beitrag dreht sich deshalb alles um Gefühle und wie Sie in Ihren Texten gezielt Emotionen erzeugen.

Emotional schreiben – gar nicht so leicht! Und doch so wichtig. Wie bekommt man mehr Gefühl in den Text? Emotionale Texte „klingen“ ganz bewusst anders, gehen ans Herz oder bewegen sich in einer bestimmten Tonalität. Und es sind handwerkliche Kniffe, mit denen jeder Text „anders rüberkommt“.

Weil Emotionen im Gehirn Vorfahrt haben, sind bildhafte und emotionale Wörter und Wendungen besonders stark. Natürlich klingt jeder Text anders – abhängig von Unternehmen, Produkt, Zielsetzung und dem genutzten Medium. Doch was tun, wenn ein Text auf der Sachebene gelingt, aber trocken und langweilig klingt?

Mit der folgenden Checkliste gehen Sie ganz einfach an Ihre eigenen Texte heran. Sie hilft dabei, sofort Optimierungs-Potenziale zu entdecken.

1. Sprechen Sie Ihren Leser direkt an

Werbetexte klingen sofort persönlich, wenn Sie Ihren Leser direkt ansprechen. Sie, Ihr, Ihnen sind Möglichkeiten dazu. Wenn Sie per Brief kommunizieren, trägt auch die Anrede einen Teil zu mehr Emotionen bei: „Liebe Frau Müller“. In Geschäftsbriefen die richtige Betitelung: „Sehr geehrte Frau Müller“.

Schritt 1: Überprüfen Sie die direkte Ansprache in Ihrem Text. Haben Sie eine persönliche Anrede? Verwenden Sie die Wörtchen Sie, Ihr, Ihnen anstelle von wir, uns, unser? Kreisen Sie die direkte Ansprache farbig ein.

2. Streichen Sie Nebensätze

Eine alte Werbetext-Regel zur Textstruktur: Emotionen packt man eher in den Hauptsatz, in Nebensätzen wird oft gefolgert, begründet, ein logischer Bezug hergestellt. Verzichten Sie also auf lange und zu viele Nebensätze. Meiden Sie Schachtelsätze.

Schritt 2: Unterstreichen Sie Nebensätze und überlegen Sie: Aus welchen Nebensätzen lässt sich ein Hauptsatz machen?

3. Einschübe und Text-Scharniere für mehr Emotion

Emotionale Einschübe vermitteln einfach mehr Gefühl. Zwischen zwei Gedankenstrichen trennen Sie – ganz nebenbei gesagt – Emotion von Sachinformation. Denn – Hand aufs Herz – wer wünscht sich nicht einfache und klare Wege, um normale Sätze mit Gefühlen aufzuladen? Übrigens: Auch sogenannte Text-Scharniere sorgen für mehr Emotion: Sie verbinden Aussagen miteinander und schieben den Leser sanft zum nächsten logischen Argument. Noch mehr Text-Scharniere:

  • Wirklich Schön
  • Das Besondere
  • Endlich
  • Konkret
  • Ihr Vorteil
  • Neu
  • Mit anderen Worten
  • Alles in allem

So bringen Sie Text-Scharniere ins Spiel: Wunderbar: Emotionale Einschübe vermitteln

einfach mehr Gefühl.

Schritt 3: Markieren Sie farbig, wo Sie bereits Einschübe oder Text-Scharniere verwenden. Wo können Sie eine Aussage mit einem Einschub ergänzen?

4. Floskeln als „Weichmacher“

Floskeln sind nicht immer etwas Schlechtes. Sie nehmen den harten Fakten die Schärfe, helfen mit, für den schriftlichen Gesprächspartner den richtigen Ton zu finden. Will man seinem Text also mehr Emotion verleihen, helfen Füllwörter wie ja, einfach, denn, so, doch, nun und Floskeln durchaus: um Aussagen abzutönen, um Sätzen die Härte zu nehmen oder eine ironische Spitze einzufügen. Um einfach Freundlichkeit, Höflichkeit, Ungeduld mitzugeben. Ganz wichtig: Setzen Sie Floskeln in Maßen ein.

Schritt 4: Unterstreichen Sie Füllwörter und Floskeln, die Sie bereits verwenden. Streuen Sie zusätzliche Floskeln in Ihren Text – aber nicht übertreiben!

5. Passende Wörter? Schauen Sie in ein Synonym-Wörterbuch

Treffend und lebendig schreiben? Ersetzen Sie allgemeine Begriffe doch einfach durch bildhafte und emotionale Wörter. So liefert Ihr Synonym-Lexikon als Alternativen für das kleine Wort „gehen“: schlendern, spazieren, stolzieren, laufen, hüpfen und viele mehr.

Schritt 5: Machen Sie den Check: Für welche Verben und Adjektive gibt es vielleicht ein spezielleres, treffenderes Wort?

6. Nutzen Sie „Fühl-Wörter“

Was wir sehen, riechen, hören, schmecken oder anfassen, entsteht vor unseren Augen und lässt uns Gefühle empfinden. Daher sind diese „Fühl-Wörter“ besonders geeignet, um den Leser emotional zu erreichen: Sie transportieren Emotionen ganz direkt. Besonders beliebt ist diese Technik in Katalogen. Da ist ein Pullover ...

            wohlig weich, seidenweich, herrlich anschmiegsam, federleicht ...

Jedes dieser Wörter löst eine Rückkopplung aus – und wir fühlen es auf der eigenen Haut.

Schritt 6: Überprüfen Sie Ihre Adjektive. Welche können Sie durch „Fühl-Wörter“ ersetzen oder mit adverbialen Attributen wie herrlich oder wunderbar ergänzen?

7. Stakkato-Sätze und Aufzählungen machen Tempo

Stakkato-Sätze sind ein Stilmittel, bei dem kurze Sätze oder Teilsätze aneinandergereiht werden:

            Das Lifestyle-Magazin! Neu! Extravagant, einfach unglaublich! Jetzt am Kiosk!

Stakkato-Sätze sorgen für Schnelligkeit, Aufregung und Lebendigkeit. Emotionen, die z. B. bei kurzfristigen Angeboten durchaus gewollt sind. Aufzählungen sorgen ebenfalls für Tempo – und mit den richtigen Wörtern für mehr Gefühl:

            Weich, warm und unglaublich gemütlich.

Schritt 7: Formulieren Sie anders: Wo können Sie Stakkato-Sätze oder Aufzählungen einfügen? Diese Technik eignet sich besonders, um einem Absatzende mehr Geschwindigkeit zu verleihen.

Nun heißt es für Sie: Ran an den Text! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein „gutes Gefühl“ bei der Optimierung.

Ihr Stefan Gottschling
- Geschäftsführer Texterclub und SGV Verlag