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Wortwelten, oder: „Lesen ist Fernsehen im Kopf“ Teil 2
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So erzeugen Sie starke Bilder im Kopf des Lesers

Wortwelten, oder: „Lesen ist Fernsehen im Kopf“ Teil 2

Foto: alphaspirit / iStock / thinkstock

Im letzten Beitrag haben Sie schon ein paar Regeln für bildhaftes Schreiben kennengelernt. Hier kommt der zweite Teil mit weiteren 3 Regeln – damit Sie den Film im Kopfkino Ihrer Leser starten, ohne dabei allzu bemüht zu klingen.

Die Regeln 1 - 3 finden Sie hier

Regel Nr. 4: Vorsicht: Halten Sie Bilder nicht zu lange!

Wer erst einmal den Einstieg in eine Wortwelt gefunden hat, stößt schnell auf viele neue Wortspielereien. Das Texten macht Spaß – es verleitet aber auch zu allzu verspielten Texten, bei denen die eigentliche Aussage schnell in den Hintergrund gerät.

Deshalb gilt: Behalten Sie Ihr Ziel im Kopf. Irgendwann muss im Verkaufstext auch Ihr Angebot wieder genannt werden. Und der Weg zurück darf nun nicht zu kompliziert sein. Wortwelten eignen sich, um Produkte gekonnt ins Bild zu setzen und ihnen neuen Glanz zu verleihen. Doch halten Sie Ihre Bilder nicht zu lange.

Besonders im Verkaufstext heißt es daher: Gehen Sie sparsam mit Metaphern und Sprachbildern um! Zu viel davon – und Ihr Text wird zu „poetisch“. Wenn Ihr Werbeleser in Bildern schwelgt, kann es schwierig werden, ihn wieder auf den Boden der verkäuferischen Tatsachen zurückzuholen. Eine Faustregel: Auf jeden Satz mit Metapher folgt ein Satz ohne. So geht man auch den wunderschönen Bildern des Kopfkinos nicht „auf den Leim“ und bleibt „am Boden“.

Regel Nr. 5: Konstruieren Sie nicht mit Gewalt!

Versuchen Sie nicht zwanghaft eine Wortwelt zu konstruieren. So etwas ist von vornherein zum Scheitern verurteilt – und wirkt durch schiefe Bilder eher peinlich. Schaffen Sie keine Wortbilder um jeden Preis. Die Grundlage verständlicher Texte sind Botschaften, die mit einfachen Worten und im Klartext vermittelt werden. Wenn dies unterstützt mit starken Sprachbildern gelingt: hervorragend! Wenn nicht, bleibt für den Texter immer noch die Verpflichtung, im Kopf des Lesers anzukommen.

Regel Nr. 6: Dosieren Sie richtig!

Verwenden Sie Wortwelten sparsam. Aber wenn schon, dann verwenden Sie Wortwelten so, dass Sie dadurch die größtmögliche Wirkung erreichen können. Denken Sie also daran: Wer mit einer Wortwelt in seinen Text eingestiegen ist, sollte überlegen, ob er ein Bild dieser Wortwelt nicht auch im Ausstieg nutzen kann, um seinen Text abzurunden.

Eine kleine Zusammenfassung und Dosieranleitung ist:

Wortwelten eignen sich

  • für Anschreiber, Headlines und um an ein Thema heranzuführen,
  • am Ende eines längeren Textes, um an Ihr Einstiegsbild derselben Wortwelt anzuschließen und einen Beitrag so abzurunden,
  • um ein Oberthema abzustecken. So heißt zur Wahlzeit der Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters „Musterstädter Logbuch“ und greift das Thema Seefahrt nur in Einführung, Überschriften und dem ein oder anderen Anschreiber auf,
  • als spannende Ergänzung zu den Bildern einer Broschüre oder eines Prospekts.

Für heute wünsche ich Ihnen wieder viel Erfolg bei der Umsetzung, viele neue Ideen und viel Freude beim Schreiben!

Ihr Stefan Gottschling