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Warum braucht man Change Management für die Digitale Transformation?
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Prof. Harald Eichsteller

Warum braucht man Change Management für die Digitale Transformation?

Foto: Prof. Harald Eichsteller

Im neuesten B4B Impuls verrät Gastautor Prof. Harald Eichsteller, wie man in turbulenten Zeiten den Wandel managt.

In Anlehnung an das große B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN WISSEN  Herbstthema 2016 Digitalisierung Bayerisch Schwaben 4.0 gibt Prof. Harald Eichsteller Anregungen für gelungenes Change Management.

Ist Digitalisierung eigentlich für unser Unternehmen dringlich?

Haben Wettbewerber in den letzten Jahren die Erfahrung unserer Kunden auf der Reise zu Produkten und Dienstleistungen unserer Branche nachhaltig verändert? Sind dabei digitale Elemente wie Onlineshops, Apps für Handy und Tablet oder kleine Servicenachrichten per SMS oder WhatsApp im Spiel?

Gibt es eine Menge von Daten, deren Auswertung und Analyse das Kundenerlebnis beim Kauf oder bei der Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen einen Mehrwert bieten könnte – auch emotional?

Laufen wir Gefahr, dass wir in 5 bis 10 Jahren nicht mehr auf die gleiche Weise Geld verdienen können oder gibt es neue Modelle mit digitalen Komponenten, die uns Geschäft und Erlöse bringen könnten?

Wenn eine der Fragen mit Ja beantwortet wurde, ist es dringlich!

Denn ‚Customer Experience‘, ‚Big Data‘ und ‚digitale Geschäftsmodelle‘ sind die Eckpfeiler der Digitalen Transformation. Der berühmte Harvard-Professors John P. Kotter verwendet hierfür gerne das Bild vom Pinguin und der Eisscholle: „Spätestens wenn die Eisscholle schmilzt, ist klar: Der Pinguin hat ein dringliches Problem.“

Mitarbeiter informieren und einbinden

Oftmals vergessen Chefs, ihren Mitarbeitern die Dringlichkeit klarzumachen, dass sich etwas ändern wird. Sie sind oftmals mit den Gedanken schon bei der organisatorischen Umsetzung und die Mitarbeiter sind weder eingebunden noch informiert.

Veränderung passiert aber nicht von heute auf morgen – und auch nicht mit allen gleichzeitig. Da werden Schnellboote mit digitalen Projekten aufgesetzt, die sich nicht an die bisherigen Spielregeln des Unternehmens halten müssen. Da wird ein hippes Office im Silicon Valley eröffnet und neue Unternehmen akquiriert. Da wird ein Startup-Center mit neuen papierlosen Büros in eine alte Fabrikhalle gebaut und mit Kapital ausgestattet.

Doch meist bleiben 90 % der Mitarbeiter in ihren alten Silos und Bereichen mit den alten Regeln und produzieren höchst profitabel weiterhin Produkte und Dienstleistungen in bewährter Qualität.

Führungspersönlichkeiten geben die Vision vor

Aufgabe der obersten Führungsriege ist es, für alle eine klare Richtung vorzugeben – das ist der wichtigste Schritt im Change Management. Für alte Unternehmen ist es in den nächsten Schritten eine echte Herausforderung, mit deutlich höherem Risiko als traditionell üblich Neues auszuprobieren, flexibler, schneller und agiler zu werden. Da kann auch schon mal etwas schiefgehen – die Devise lautet daher: Fehler-toleranz hochsetzen, Fehler aber auch früh erkennen und daraus lernen! 

Kommunikation in alle Richtungen notwendig

Change Management und Kommunikation hängen eng zusammen. Zwischen den Schnellboot- und Innovationsbereichen ist ein Austausch notwendig, um von den Erfahrungen der anderen zu profitieren und Fehler nicht mehrfach zu machen. Und zwischen Schnellbooten und dem großen alten Tanker ist Kommunikation auch wichtig, dass die 90% der Mitarbeiter, die heute das Geld verdienen, mitbekommen, was ‚draußen‘ passiert.

Denn alle Beiträge aller Mitarbeiter sind wertvoll! Auf Basis von Tradition und Werten Innovationen entdecken, digitale Transformationsprojekte aufzusetzen und für das Unternehmen die Produkte und Dienstleistungen der Zukunft zu entwickeln, fordert den Wandel zu managen, um die Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeiter während des Transformations-prozesses gleichermaßen hochzuhalten.

Vita

Prof. Harald Eichsteller hat nach 20 Jahren als Manager in Medienunternehmen, Agenturen und Industrie die Seiten gewechselt und lehrt seit 2003 an der Hochschule der Medien in Stuttgart die Fächer Strategie, Marketing und Innovationsmanagement. Als Chief Digital Officer eines bekannten Konzerns leitete er von 2000 bis 2003 weltweit den Prozess, den die erste Digitalisierungswelle im B2B und B2C Bereich mit sich brachte. Als Redner begeistert Prof. Eichsteller seine Zuhörer mit einem Mix aus fundiertem Wissen, eigener Erfahrung und aktuellen Trends, verpackt in spannende Geschichten.

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