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Sparer sollen für alle europäischen Banken haften
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Finanzkolumne von Joachim Schluchter

Sparer sollen für alle europäischen Banken haften

 © monropic - Fotolia.com

Warum Sie ganz genau hinschauen sollten, welcher Bank Sie Ihr Erspartes anvertrauen, erfahren Sie in Joachim Schluchter's neuester Finanzkolumne.

Vor zwei Jahren wurde die Maastricht-Marschroute, wonach kein Euroland dem anderen zu helfen braucht, durch eine neue Maxime ersetzt. Einem Land wird nur dann geholfen, wenn ansonsten die Währungsunion als Ganzes gefährdet ist. Von Zypern ging diese Gefährdung gewiss nicht aus. Und dennoch hat man Zypern, bzw. richtiger formuliert, deren Banken gerettet. Bei der Zypern-Rettung sollten zunächst die (Klein-)Sparer einen erheblichen Beitrag zur Rettung leisten. Hätte man diesen Vorschlag umgesetzt, so wäre das noch vorhandene Vertrauen in unser Geldsystem schlagartig komplett verloren gegangen und ein europaweiter Bank-Run wäre zu befürchten gewesen. Dies musste man auf alle Fälle verhindern, sonst wäre das gesamt System am Abgrund gestanden.

Es brodelt weiter massiv im europäischen Bankenkessel

Die Verbindlichkeiten der Eurobanken belaufen sich auf  über 250 % der gesamten europäischen Wirtschaftsleistung. Die PIGS-Banken haben Schulden in Höhe von 10 Billionen Euro angehäuft. Dies entspricht dem  20-fachen des Rettungsschirms und dem 30-fachen des deutschen Bundeshaushalts. Dazu kommen noch die immensen Derivatebestände. Alleine die Deutsche Bank hält Derivatebestände in Höhe von über 50.000 Mrd. €. Ja, Sie lesen richtig, es handelt sich hier um keinen Schreibfehler. Bei den spanischen Banken ist der Anteil der „faulen“ Kredite jüngst auf 11,7 % des gesamten Kreditbestandes angestiegen. Die Verschuldung der spanischen Banken liegt gemessen an der spanischen Wirtschaftsleistung bei über 300 Prozent. Kenner beziffern die Risiken in den europäischen Bankbilanzen auf ca. 400 Mrd. €. Sogenannte Dominoeffekte, dass Großbanken andere Banken mit in den Abgrund reisen, sind nach wie vor nicht von der Hand zu weisen. Sie können sicher sein, dass nach der Bundestagswahl weitere Rettungsrunden in den PIGS-Ländern bzw. für deren Banken anstehen. Griechenland ist bereits heute in der öffentlichen Diskussion, das dritte Rettungspaket wird kommen und zeigt uns, dass alle Versprechen der Politik bis dato ins Leere liefen.

Zwangsabgabe zur Rettung von Pleite-Banken

Die EU verabschiedete jüngst klammheimlich einen Vorschlag, wie ab 2015 im Falle einer Banken-Pleite vorzugehen ist. Die Banken-Rettung soll dabei „überfallartig“ an einem Wochenende stattfinden. Dabei sollen Sparer, die über Guthaben von 100.000 € oder mehr verfügen, sowie die Aktionäre und Anleihegläubiger der Pleite-Bank, mit einer Zwangsabgabe zur Rettung beitragen. Ferner sieht der aktuelle Vorschlag vor, dass alle Kunden, egal ob groß oder klein,  nur noch maximal 100 bis 200 € täglich von ihrem Konto abheben dürfen.

Bis dato hat sich die Deutsche Bundesbank immer gegen eine gemeinsame Haftung der Sparer für die europäischen Banken ausgesprochen. Seit kurzem hat sie hier einen 180-Grad-Wende vollzogen. Dies lässt den Schluss zu, dass es einigen europäischen Banken wohl noch viel schlechter geht. Deshalb ist zu erwarten, dass nach der Bundestagswahl die Beteiligung der Sparer bei der Bankenrettung ganz schnell kommt. Die Politik kann es dem Steuerzahler nicht mehr länger zumuten, dass diese für die Bankenrettung mit ihren Steuermitteln einstehen.

Schauen Sie deshalb sehr genau hin, welcher Bank Sie Ihr Erspartes anvertrauen und kaufen Sie physisches Gold und Silber, beide Edelmetalle können nicht Pleite gehen und auf mehreren Beinen steht man bekanntlich besser.

B4B Expertenkolumnen Autor Joachim Schluchter ist Vorstand der Dr. Willburger & Schluchter Vermögensmanagement AG, Emersacker, und Vorstandsmitglied im Kapital-Forum Schwaben/Allgäu e. V.