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Nachfolge schmackhaft machen – 6 Schritte zur erfolgreichen Nachfolge in der Familie
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Alexander Ruck | AR Consulting & Controlling

Nachfolge schmackhaft machen – 6 Schritte zur erfolgreichen Nachfolge in der Familie

Alexander Ruck, Inhaber von AR Consulting & Controlling.
Alexander Ruck, Inhaber von AR Consulting & Controlling. Foto: AR

Die familieninterne Nachfolge gestaltet sich seit Jahren schwieriger. Lediglich 54% der Übergaben im Mittelstand sind noch interne Nachfolgen. Doch wie kann die Erfolgswahrscheinlichkeit gesteigert werden, dass der eigene Nachwuchs die Firma übernimmt und das Lebenswerk fortführt? Diese sechs Denkanstöße helfen, eine mögliche Familiennachfolge zu forcieren.

1. Stallgeruch vermitteln

Sorgen Sie schon früh dafür, dass Ihre Kinder gelegentlich Stallgeruch bekommen. Nehmen Sie den Nachwuchs von klein auf mit in den Betrieb und zeigen Sie schon früh einzelne Unternehmensbereiche. Lassen Sie die „Kleinen“ den Betrieb erkunden und die Mitarbeiter kennenlernen.

Später, wenn die Kinder größer sind, bietet sich die Möglichkeit, dem Nachwuchs das Unternehmen durch Ferienjobs oder Praktika näher zu bringen.

2. Erstklassige Ausbildung gewähren

Bevor Sie planen, Ihren Kindern etwas zu vererben, gönnen Sie Ihnen lieber die beste Ausbildung, welche möglich ist. Ein Studium muss gar nicht immer Pflicht sein. Eine Ausbildung und eine Weiterbildung zum Techniker oder Meister sind genauso gut. Warum nicht auch zwei Ausbildungen ermöglichen, damit die junge Generation umschwenken kann, wenn sie doch nicht die Nachfolge antreten will.

3. „Die Kinder vom Hof jagen“

Ermöglichen Sie den Kindern nach der absolvierten Ausbildung und einem möglichen Studium sich frei zu entfalten und den Arbeitsplatz frei zu wählen. Optimalerweise bei einem direkten Konkurrenten, was aber selten möglich ist. Vielleicht ergeben sich aber Berufschancen bei Verbandskollegen, Lieferanten oder auch Kunden, bei welchen man viel Wissen für den eigenen Betrieb aufnehmen kann.

Sollte der Wille und Eigenantrieb nicht vorhanden sein, sorgen Sie vor! Vereinbaren Sie frühzeitig, dass eine sofortige Rückkehr in den Familienbetrieb nach dem Studium oder der Ausbildung ausgeschlossen ist und sich die „jungen Wilden“ erst in anderen Betrieben die nötige Expertise aneignen sollen.

4. „Den eigenen Betrieb sexy machen“

Befürchten Sie, dass Ihre Kinder nach der Ausbildung und einem möglichen Studium durch die ersten Schritte auf fremdem Terrain verwöhnt werden und von den Verlockungen der großen weiten Welt träumen? Dann sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass Ihr Unternehmen eine Perspektive bietet, welche derart interessant ist, dass Ihre Kinder gerne zurückkommen wollen.

Interessant bedeutet:

  • Kein Investitionsstau
  • Gute Renditen und ein zukunftsorientiertes Geschäftsmodell
  • Keine Abhängigkeiten von einzelnen Kunden
  • Eine saubere Ablauforganisation
  • Eine gesunde Altersstruktur bei den Mitarbeitern
  • Ein gutes Image

Die Rückkehr des eigenen Nachwuchses nach einigen Jahren außerhalb ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die jungen Unternehmer treten mit einem wesentlich größeren Selbstbewusstsein auf, wenn Sie in fremden Betrieben (Führungs-)Erfahrungen sammeln konnten. Die Akzeptanz der Mitarbeiter fällt ebenfalls wesentlich höher aus, wenn sich herumspricht, wo der Nachwuchs bereits seine Sporen verdient hat und nicht direkt nach der Uni als „Theoretiker“ in den Betrieb einsteigt.

5. Den Übergang gleitend gestalten

Überlegen Sie sich konkrete Verantwortungsbereiche, die Sie Ihren Kindern anvertrauen wollen, ohne wirklich hineinzureden und im Tagesgeschäft mitzumischen. Lassen Sie Fehler zu, wenn sie sich nicht wiederholen und es nicht all zu teuer wird. Disziplinieren Sie sich selbst, indem Sie mit Ihren Kindern gemeinsam feste Kommunikationsstrukturen und verbindliche Arbeitsabläufe vereinbaren. Auch wenn es schwerfällt, halten Sie sich daran, damit nicht bereits der zweite geplante Jour fixe wegen Ihnen ausfällt. Übergeben Sie sukzessive mehr Verantwortung. Lassen Sie los und verlängern Sie die Leine. Raten Sie Ihren Kindern auch mal mehr zu fordern.

6. Eine klare Road-Map formulieren und verbindlich einhalten

Vereinbaren Sie mit Ihren Junioren, wann sie konkret welche Verantwortung erhalten. (Welche Unternehmensbereiche / welche Vollmachten – Prokura etc…) Legen Sie fest, wann die Junioren in Ihre Fußstapfen treten. Gründen Sie gegebenenfalls einen Beirat und bestellen Sie einen fremden Beiratsvorsitzenden. Das entkrampft den Umgang miteinander und führt schneller zum gewünschten Erfolg.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss:

In der Regel können und/oder wollen nicht alle Kinder im Unternehmen tätig sein. Machen Sie sich frühzeitig Gedanken, wie Sie mit den Kindern umgehen wollen, die nicht aktiv im Unternehmen tätig sein werden. Sollen Sie beteiligt sein? Wie sollen sie fair behandelt werden im Vergleich zu einer Unternehmensbeteiligung? Wie lässt sich der Sachverhalt rechtlich und steuerlich regeln?

„Für jeden das Passende ist häufig besser als für jeden das Gleiche“.

Denken Sie auch über Pflichtteilsverzichtsverträge betreffend das Firmenvermögen nach, damit es nicht durch unerwartete, ungeplante Erbansprüche – häufig ausgelöst von Schwiegerkindern – gefährdet wird.