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Mobilität 2025: Fahren oder fahren lassen?
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B4B Impuls von 5 Sterne Redner Alexander Wild

Mobilität 2025: Fahren oder fahren lassen?

Foto: Lightcome / iStock / thinkstock

Über Jahrzehnte war Mobilität nahezu gleichbedeutend mit Automobilität. Doch bei der Frage, wie wir uns zukünftig fortbewegen, mehren sich die Zeichen des Wandels. Was sich verändert und warum dadurch vieles besser wird, erklärt der Digitalexperte Alexander Wild.

Welche Mobilitätsbedürfnisse eine Gesellschaft im Wortsinn antreiben, ist von vielen Faktoren abhängig – den wachsenden technischen Möglichkeiten zum Beispiel. Heute ist die Wahl bestimmter Verkehrsmittel, oder auch der bewusste Verzicht, mehr denn je Ausdruck eines Lebensstils: Wohin und womit bewegt sich unsere Gesellschaft? Und welche Rolle kommt dabei zukünftig dem Auto als Inbegriff gesellschaftlicher Teilhabe, Selbstbestimmung und Freiheit zu? Sicher ist: Es rollt eine Revolution auf uns zu – und wir gestalten sie gerade aktiv mit. Denn die beiden wichtigsten Treiber heißen Demografie und Digitalisierung.

Automobilität am Scheideweg

An den Tatsachen des demografischen Wandels führt heute kein Weg mehr vorbei: Unsere Bevölkerung schrumpft – und sie wird älter. Entsprechend wird sich Zahl der PKW-Fahrer absehbar deutlich reduzieren, während sich der Trend, dass das Alter der Autofahrer steigt, zunächst noch weiter fortsetzt. Die jungen Senioren unserer Tage sind „Auto-sozialisiert“, sie gehören zur ersten Generation, für die der Führerscheinbesitz in jungen Jahren selbstverständlich wurde und die das Auto bis ins hohe Alter intensiv nutzen werden.  Damit rückt die ältere Generation im Autoverkehr immer mehr in den Vordergrund – und mit ihnen die Frage, wie sich individuelle Mobilität möglichst lange erhalten lässt.

Wachstumsmarkt Fahrerassistenzsysteme

Mit der Verfügbarkeit zahlreicher elektronischer Hilfssystemen zeichnet sich bereits eine eindeutige Antwort ab: So versprechen sich drei von vier Fahrern von intelligenten Fahrerassistenzsystemen, ein altersbedingt sinkendes Leistungsvermögen kompensieren zu können und länger mobil zu bleiben. Das hat eine großangelegte Studie des Best Ager-Portals  Feierabend.de gezeigt. Damit gewinnt auch die inzwischen greifbare Möglichkeit des autonomen Fahrens weiter an Relevanz: nicht als technische Spielerei, sondern als demografiefestes Mobilitätskonzept für alternde Gesellschaften. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer befürwortet in der Feierabend-Studie selbstfahrende Fahrzeuge und zieht die Nutzung in Betracht – solange die letzte Kontrolle gleichwohl beim Fahrer und die Technik jederzeit abschaltbar bleibt. Jetzt gilt es, das Konzept schnellstmöglich auf die Straße zu bringen: nicht nur weil eine ungemein kaufkräftige ältere Zielgruppe bereit für diesen Techniksprung ist, sondern weil dadurch positive Effekte für alle Bevölkerungsgruppen erwachsen –  messbar in Lebensqualität. Das beginnt beim Zugewinn an Verkehrssicherheit und reicht bis zu stadtplanerisch neuen Gestaltungsmöglichkeiten durch Kapazitätsgewinne auf den Straßen. Denn erste Prognosen aus den USA zeigen, dass durch das autonome Fahren der Verkehrsfluss in Städten deutlich effizienter gesteuert werden kann und so ein Rückbau von Verkehrsflächen denkbar wird.

Vorfahrt für multioptionale Verkehrsformen

Auftrieb erfährt die Vision einer neuen Mobilitätskultur, bei der „fahren lassen“ vor „selbst fahren“ geht, durch den grundlegenden Wertewandel in den jüngeren Generationen: Führerschein und Autobesitz sind zwar für über drei Viertel der über 65-Jährigen eine Selbstverständlichkeit, bei den Jüngeren nimmt die Auto-Affinität jedoch zunehmend ab. Als Statussymbol ist das Auto weiter auf dem Rückzug und für den alltäglichen Gebrauch gerade in den Städten nur noch eine Option von vielen. Fragen der Mobilität unterliegen damit viel stärker als in den vergangen Jahrzehnten einer zweckorientierten, rationalisieren Betrachtung: Ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr, Carsharing und neue Mobilitätsangebote, die wie der Taxidienst Uber mit dem Smartphone geordert werden können, werden von Jüngeren in individuellen und flexiblen Mobilitätskonzepten zusammengeführt.

Auf dem Weg zum Mobilitätsmix der Zukunft

Die wohl wichtigste Veränderung, die wir derzeit „erfahren“, lässt sich damit folgendermaßen zusammenfassen: Mobilität wird zukünftig weniger die Wahl des Verkehrsmittels, sondern die Nutzung intelligenter Dienstleistungen beinhalten. Hier entstehen neue wirtschaftliche Schnittstellen – und diese auszugestalten, sind Automobilindustrie, Verkehrsunternehmen und Informationstechnologie-Dienstleister gemeinsam aufgerufen.