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„Mit freundlichem Blabla ...“: Der missglückte Endspurt in Brief & E-Mail
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Auf das richtige Ende kommts an

„Mit freundlichem Blabla ...“: Der missglückte Endspurt in Brief & E-Mail

Foto: AndreyPopov / iStock / thinkstock

Führen, führen, führen! Diese wichtige Devise des Verkaufstextes gilt natürlich auch für das Anschreiben. Ob Brief oder E-Mail, häufig ist der Beginn sehr vielversprechend. Doch zum Ende hin verfallen viele Texter wieder in Floskelei. Da stehen Sie dem Leser „gerne zur Verfügung“ und „würden sich über eine Zusammenarbeit freuen“. Das übliche Blabla eben. Schwach, wenig konkret und so gar nicht verkäuferisch. Wie Sie es besser machen, erfahren Sie hier.

1000-mal gehört – 1000-mal ist nichts passiert …

Floskeln und Redewendungen stehen per Knopfdruck auf Abruf: Computer und Internet machen’s möglich. Schnell und einfach soll es gehen. Aber einen großen Nachteil darf man hier nicht vergessen: Unpersönlichkeit. Heute basieren Serienbriefe, Serien-E-Mails, aber auch die Korrespondenz in Unternehmen meist auf standardisierten Textbausteinen. Jeder Leser bekommt in jedem Brief und jeder Mail die altbekannten Phrasen vorgesetzt – weil’s bequem ist.

Der Schluss vieler Verkaufsbriefe und -Mails liest sich so, als wäre dem Texter auf den
letzten Metern die Luft ausgegangen. Oder vielmehr die Lust? Mit derselben Sorgfalt, mit der Sie beginnen – indem Sie Ihr Angebot oder Anliegen präsentieren –, sollten Sie Ihr Schreiben auch beenden. Denn ein gelungener letzter Absatz informiert den Leser darüber, was Sie von ihm erwarten, und sagt ihm ganz konkret, was er jetzt tun soll.

„... stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung“

Eine beliebte Abschlussfloskel – Sätze wie diesen hat Ihr Kunde schon so oft gelesen, dass er sie nur noch überfliegen wird. Die Kunst ist es, immer wieder dasselbe zu sagen, ohne sich zu wiederholen oder den Leser zu langweilen. 

Diese Floskel sagt auch etwas über den Schreiber: Er verhält sich passiv! Er ist zwar für seinen Kunden da, fordert ihn aber in keiner Weise dazu auf, Kontakt aufzunehmen oder sich zu informieren. Fatal für jeden Verkauf!

So sagen Sie es besser …

Werden Sie aktiv! Sie müssen Ihrem Leser sagen, was er tun soll. Statt einer Floskel schreiben Sie besser: „Rufen Sie einfach an! Wir freuen uns auf das erste Gespräch!“

Das klingt deutlich engagierter, denn so gehen Sie einen Schritt auf Ihren Leser zu. Sie fordern Ihn dazu auf, aktiv zu werden und Ihre Nummer zu wählen.

Falsch

... stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Richtig

... freuen wir uns auf Ihre Antwort.
Weitere Details verrate ich Ihnen gern am Telefon. Einfach anrufen! ...
Noch mehr über Ihre xy-Sparkarte erfahren Sie beim ersten Anruf. Wählen Sie einfach 0123/456789!

Herr über das Kopfkino: Richtige Bilder setzen …

Was wir lesen, erscheint bildhaft vor unserem geistigen Auge. Nutzen Sie dieses Phänomen, um Ihren Interessenten das Bild einer erfolgreichen Zusammenarbeit in den Kopf zu setzen! Aus dem zögerlichen „Über eine Zusammenarbeit würden wir uns freuen“ wird ein positiv stimmendes „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“. So signalisieren Sie Ihrem Leser nicht nur, dass Sie wirklich an einer Kooperation mit ihm interessiert sind. Sie schaffen Fakten, die noch keine sind – es klingt, als wären Sie schon miteinander im Geschäft. Der Leser sieht das „richtige“ Bild.

Falsch

... würden wir uns freuen ...
... können Sie jetzt bestellen ...
... möchten wir Sie als neuen Kunden begrüßen

Richtig

... freuen wir uns …
Bestellen Sie jetzt ...
Wir begrüßen Sie herzlich als neuen Kunden! / Herzlich willkommen als neuer Müller-Kunde!

Der Trick: Streichen Sie Hilfsverben aus Ihren Sätzen! Die Ausnahmen: „Können“ im Sinn von „die Fähigkeit haben“ und „müssen“ bei einem echten Zwang. Ansonsten haben Hilfsverben ihre Berechtigung, wenn Sie sehr, sehr höflich schreiben oder Aussagen relativieren (z. B. in Bedienungsanleitungen: „Bei falscher Handhabung kann ein Feuer ausbrechen.“).

Die Abschiedsfloskel

Auch hier gehen viele Texte kaum über das standardisierte „Mit freundlichen Grüßen“ hinaus. In der Regel sind das zwei Klicks im Textprogramm – Einfügen, Auto-Text, Grußformel – und das weiß auch Ihr Leser. Natürlich lässt sich eine standardisierte Verabschiedung bei Massen-Mailings kaum umgehen. Wichtig ist hier: Die „freundlichen Grüße“ sind immer richtig. Sie sind Standard und irritieren Ihre Leser wenigstens nicht. Sie erzeugen aber auch keine große Aufmerksamkeit, hinterlassen keinen bleibenden positiven Eindruck.  

Ändern Sie doch einfach ab und zu Ihre Abschiedsfloskel. Wenn Sie Ihren Adressaten etwas besser kennen, dürfen es gerne auch mal die „herzlichen Grüße“ sein. Oder Sie wünschen Ihrem Adressaten zum Abschied „schöne Ostern“ oder „ein frohes Weihnachtsfest“. Lassen Sie einfach Ihren Charme spielen!

Weitere Vorschläge:

Ein schönes verlängertes Wochenende …
Alles Gute für das neue Jahr …
Mit besten Grüßen aus Augsburg …
Einen schönen Sommer wünscht Ihnen …

Weitere Chancen ergeben sich je nachdem, in welcher Branche Sie tätig sind. So kann die Schokoladenfirma eine „süße Weihnachtszeit“ wünschen. In jedem Fachgebiet bieten sich Möglichkeiten, genau auf Ihre Zielgruppe einzugehen.

Ich wünsche Ihnen für heute wieder viel Erfolg bei der Umsetzung, viele neue Ideen und viel Freude beim Schreiben!

Ihr Stefan Gottschling