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Liegt das Marketing im Mittelstand im Sterben?
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Marketing: Beitrag von Claus Wotruba

Liegt das Marketing im Mittelstand im Sterben?

Foto: 1ArtCommunication - www.1artcom.de

In einer meiner letzten Beiträge habe ich selbsternannte Werbespezialisten, die sich zu allem Übel auch noch im gleichen Atemzug als Marketingexperten schimpfen, als eine der möglichen Fehlerquellen, warum Werbung nicht wirkt, genannt. Gerne plaudere ich auch in diesem Beitrag über ein unangenehmes Thema, das man selten anspricht. Denn auch Unternehmer, die die Bedeutung von Marketing nicht würdigen, tragen maßgeblich daran Schuld, wenn ihre Werbung nicht wirkt. Und sehen sie diesen Beitrag auch diesmal nicht als biblisches Absolutum, sondern vielmehr als provokante Denkanstösse meinerseits!

Marketing in mittelständischen Unternehmen - provokant visualisiert

Marketing bedeutet in vielen mittelständischen Unternehmen, so habe ich das wenigstens in den letzten Jahren als freier Marketingcoach ernüchternd erlebt, dass eine gut aussehende Mitarbeiterin im Vorzimmer ihres Chefs sitzt und mit minderwertiger Software, aber dafür vollgestopft mit kostenlosen Vorlagen für „Kreativität auf Knopfdruck,“ Flyer und Broschüren bastelt.

Fehlendes Bildmaterial wird aus Bilddatenbanken recherchiert, nicht ganz passend, dafür aber vermeintlich  kostengünstig, so wie der auf einem Baukasten basierende Internetauftritt des Unternehmens.

Nein, ich bin NICHT sexistisch, aber ist das MARKETING? - mal abgesehen davon, das auf diese Weise das Corporate Design, sprich die Wiedererkennbarkeit des Unternehmens im Einheitsbrei digitaler Vorlagen verkommt!

Ohne Marketing werden Werbemaßnahmen zum Lotteriespiel

Aber was ist Marketing? Das Netz ist voller Definitionen, da darf und kann sich jeder seine passende Definition aussuchen.

Für mich in keinem Fall mit Werbung in einem Atemzug zu nennen, denn Marketing steuert alle Aktivitäten zur Befriedigung der Bedürfnisse und Erwartungen relevanter Zielgruppen. Werbung dagegen ist nur ein Teil der dafür notwendigen Maßnahmen, stellt also nur eine Untermenge möglicher Marketingaktivitäten dar.

Bedürfnisbefriedigung fordert also eine stringente, marktorientierte Unternehmensführung. Damit Werbeagenturen alleinig zu beauftragen - sagt ja schon bereits der Name - oder diese Aufgabe, wie von mir provokant oben beschrieben, abzuhandeln, scheidet für mich aus, denn ohne fundiertes Marketingkonzept werden Werbemaßnahmen zum Lotteriespiel.

Marketingtechniken - im Chaos der Begrifflichkeiten

Es gibt unzählige Arten an Marketingtechniken bzw. Marketingansätze - auch damit ist das Netz bereits ordentlich vollgemüllt. Man hat das Gefühl, das Portfolio erweitert sich immer rasanter und auch ich lasse mich immer wieder dazu hinreissen, neue Instrumente (meine Begrifflichkeit) im Marketing integrieren zu wollen, schließlich will man ja nicht abgehängt werden, vom Zahn der Zeit. 

Aber ich darf sie beruhigen, denn beim genaueren Hinsehen entpuppen sich neue Begrifflichkeiten sehr oft als alte im neuen Kleid wie z. B. Viral-Marketing. Klingt im ersten Moment in jedem Fall sehr interessant. Doch beim näheren Hinsehen ist es nur die älteste Form der Mund zu Mund Propaganda, sprich persönliche Empfehlungen zwischen Konsumenten im selben sozialen Umfeld.

Erweitert dafür hat sich nur das soziale Umfeld in Form von sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Xing, Linkedin, etc., Plattformen zum Meinungsaustausch in mannigfaltigen Chat-Rooms, Foren, Blogs, u.s.w..

In meiner Begrifflichkeit muss ich also keine neues Instrument lernen, aber ich erreiche jetzt mit meiner Musik ein viel grösseres Auditorium - ein gewichtiges Argument für den Einsatz dieses Instrumentes.

Die Liste der sog. neuen Marketingansätze lässt sich beliebig erweitern, wie Guerilla-, Ambush-, Push-Pull-, Performance-, Community-Marketing u.v.m.. Vielleicht werde ich  darüber in meinem nächsten Artikel ein wenig plaudern.

Nachwort

In jedem Fall richtet sich Marketing für mich schon immer konsequent am realen Kundenverhalten aus. Dann findend man in jedem Fall wirksame Kombinationen von Medien und Instrumente für seine eigene, individuelle Marketingpolitik.

Und ich darf Sie hiermit wieder höflich auffordern, sich mit mir in den Dialog zu begeben. Welche Themen möchten Sie angesprochen wissen, welcher Diskurs soll der nächste sein?

Senden Sie mir Ihre Anregungen gerne per eMail unter: claus(at)1artcom.de