B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
Themen  / 
Ein Texterkurs in Weihnachtsliedern mit Ganzjahreswirkung
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Lasst uns froh und munter sein!

Ein Texterkurs in Weihnachtsliedern mit Ganzjahreswirkung

Symbolbild. Foto: Ridofranz / iStock / thinkstock
Symbolbild. Foto: Ridofranz / iStock / thinkstock

In diesem Beitrag wage ich eine kühne Behauptung: Nämlich die, dass man es schon in den ersten Zeilen von Weihnachtsliedern finden kann: das Know-how für gutes Texten. Wie schreibt man einen guten Werbetext? Wie führt man einen Leser zur Bestellung? Fesselt ihn mit Sprache? Die Lösung gibt’s dieses Mal weihnachtlich verpackt.

In der Weihnachtsbäckerei …
Auf dem Weg zum Reintext

In der Weihnachtsbäckerei wird, wie der Name schon sagt, gebacken. Auch Texter sind Bäcker. Sie backen aus einer rohen Teigmasse einen saftigen, schmackhaften Kuchen – den fertigen Text. Im Briefing sammeln Sie alle wichtigen Informationen, die Zutaten. Dabei sollten Sie bedenken: Mit schlechten Zutaten hilft auch das beste Rezept nichts. Entscheidend ist, dass Sie die richtigen Fragen stellen und eventuell auch noch einmal beim Auftraggeber nachhaken. Nach dem Briefing folgt der Rohtext. Vom Rohtext ist es jedoch noch ein gutes Stück zum Reintext. Denn Texten ist ein Prozess. Es gilt die Regel: Erst der Inhalt, dann die Form.

Oh du fröhliche ...
Think positive – und schreiben Sie auch so!

„Denken Sie nicht an rote Christbaumkugeln!“ führt unser Gehirn auf eine falsche Spur. Denn unser Bildspeicher kennt kein „Nein“. Deshalb haben Sie eben garantiert Christbaumkugeln vor Ihrem inneren Auge gesehen. Das mag aus Weihnachtssicht in Ordnung sein, aus Sicht des Verkaufstextes eher nicht.

Das Gleiche gilt auch für Formulierungen wie: kein Problem, sorglos oder kein Risiko. Bei ihnen gehen immer die Alarmglocken an, weil die Verneinung die Wörter Problem, Sorgen und Risiko auch nicht positiv werden lässt. Die Regel: Schreiben Sie einfach statt kein Problem und sicher statt kein Risiko. Positiv formuliert wird aus Bitte keine Kerzen auf dem Adventskranz brennen lassen! ein Blasen Sie die Kerzen auf dem Adventskranz aus!

Lasst uns froh und munter sein!
So werden Ihre Texte „aufgehellt“ und emotionaler...

„Fröhlichkeits-Floskeln“ wie Einfach, gerne, ja und gut streut ein Texter oft in der Endkorrektur über seinen Text wie Puderzucker übers Weihnachtsgebäck. „Aufhellen“ nennt er das und arbeitet dabei nur an der Stimmung seines Textes, nicht mehr an der eigentlichen Information. Manchmal braucht ein Text auch einfach mehr Emotion. Aus Kochen Sie zu Weihnachten groß auf! wird durch 3 positive Wörter: Genießen Sie leckere Gerichte – für ein stilvolles Weihnachtsfest!

Ihr Kinderlein kommet ...
Sagen Sie dem Leser, was Sie von ihm wollen

Eines der wichtigsten Geheimnisse erfolgreicher Verkaufstexte: die Aufforderung zur Handlung. Wenn Sie wollen, dass jemand kauft, müssen Sie sagen: „Kauf!“ Deshalb: Schreiben Sie aktiv – und im Verbalstil. Sagen Sie ganz klar, was Ihr Produkt tut – nicht, was es tun könnte. Streichen Sie Hilfsverben und bringen Sie Ihre Verben wieder nach vorne. So wird aus „können wir Ihnen ein Weihnachtsgeschenk schicken …“ das konkretere und schnellere „schicken wir Ihnen ein Weihnachtsgeschenk zu!“.

Süßer die Glocken nie klingen …
Treffen Sie den richtigen Ton?

Hinter der Frage „Wie sag ich’s am besten?“ versteckt sich das Fachwort „Tonalität“. Denken Sie noch einmal an „Ihr Kinderlein kommet“. An die vielen Möglichkeiten, Kinder und Kunden zum Vorbeikommen und Kaufen zu bewegen: einmal in Jugendsprache, ein anderes Mal im Befehlston, mal ganz emotional oder sehr sachlich. So fühlt sich die Zielgruppe angesprochen. Und: Verständlichkeit gibt hier den Ton an: Lässt sich das Wort durch einen einfacheren Begriff ersetzen? Denn oft sagen wenige Glockenschläge mehr als ein ganzes Orchester.

Stille Nacht ...
Vorsicht mit den gängigen „Verstärkungswörtern“

Eine unbedingt total ruhige absolut stille Nacht ... Wer so schreibt, produziert Lärm. Setzen Sie deshalb Verstärkungswörter wie ganz, sehr, durchaus, unbedingt, absolut, völlig und total sparsam ein. Einfach ist oft stärker als ganz einfach, und die stille Nacht schweigt für sich selbst.

Schneeflöckchen, weiß Röckchen ...
Malen Sie Wort-Bilder

Federleicht schwebt der Schnee auf die Erde. Solch vergleichende Wortverbindungen packen große Bilder in kleine Eigenschaftswörter. Was wir sehen, riechen, hören, schmecken oder anfassen, entsteht vor unseren Augen und lässt uns Gefühle empfinden. Daher sind diese „Fühl-Wörter“ besonders geeignet, um den Leser emotional zu erreichen: Sie transportieren Emotionen ganz direkt und lösen in uns eine Rückkopplung aus.

Alle Jahre wieder…

… wünschen wir von Texterclub und SGV Verlag Ihnen frohe Festtage, ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!