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Wirecard-Finanzskandal – was müssen geschädigte Anleger jetzt beachten?
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Einschätzung

Wirecard-Finanzskandal – was müssen geschädigte Anleger jetzt beachten?

Dr. Konrad Kern, Partner und Rechtsanwalt bei SONNTAG und Elisabeth Hirth, Rechtsanwältin bei SONNTAG. Foto: SONNTAG

Es ist einer der größten bayerischen Finanzskandale der jüngeren Geschichte. Wie geschädigte Anleger jetzt geschickt agieren können, erklären Dr. Konrad Kern und Elisabeth Hirth von der Augsburger Wirtschaftskanzlei SONNTAG.

Das Landgericht München I hat mit Beschluss vom 14. März 2022 (Az. 3 OH 2767/22 KapMuG) ein sog. Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Wirecard AG, Herrn Dr. Markus Braun, und die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) eingeleitet. In diesem Musterverfahren soll das Bayerische Oberste Landesgericht nun gebündelt für alle Parallelverfahren die wesentlichen Haftungsfragen im Wirecard-Skandal klären.

Die Einleitung des Musterverfahrens ist aus Sicht der geschädigten Anleger sehr zu begrüßen. Denn für Geschädigte, die ihre Ansprüche bislang noch nicht im Klageweg geltend gemacht haben, besteht nunmehr die kostengünstige Möglichkeit, ihre Schadensersatzansprüche durch einen Rechtsanwalt verjährungshemmend zum Musterverfahren anzumelden.

So halten Geschädigte den Kostenaufwand gering

Ein wesentlicher Vorteil der Anspruchsanmeldung ist, dass die Verjährung des angemeldeten Schadensersatzanspruchs bis zum Abschluss des Musterverfahrens gehemmt wird, ohne dass der geschädigte Anleger selbst direkt den deutlich kostenintensiveren Klageweg beschreiten muss. Dies ermöglicht es den Geschädigten, mit geringem Kostenaufwand und ohne Prozesskostenrisiko den Ausgang des Musterverfahrens abzuwarten, um sodann jedenfalls faktisch von den im Musterverfahren getroffenen Feststellungen und der geklärten Rechtslage profitieren zu können. Denn der Musterentscheid entfaltet – zumal regelmäßig eine Überprüfung durch den Bundesgerichtshof erfolgt – auch gegenüber den Anmeldern eine faktische Bindungswirkung für die Gerichte. Sobald das Musterverfahren beendet ist, können sich die Anmelder dann – unter Auswertung des Musterentscheids – entscheiden, ob sie ihren Anspruch selbst im Klageweg geltend machen wollen oder nicht.

Aktuell nimmt das Musterverfahren seinen geplanten Verlauf: das Landgericht München I hat begonnen, die bislang gegen EY eingereichten Klagen im Hinblick auf das Musterverfahren auszusetzen und die Eröffnung des Musterverfahrens durch das Bayerische Oberste Landesgericht wird in Kürze erwartet.

Behalten Sie zeitliche Fristen im Auge!

Sobald das Bayerische Oberste Landesgericht das Musterverfahren durch Bekanntmachung im Klageregister eröffnet hat, haben geschädigte Anleger 6 Monate Zeit, ihre Ansprüche schriftlich durch einen Rechtsanwalt zum Musterverfahren anzumelden.

Vor diesem Hintergrund empfehlen wir geschädigten Anlegern, jetzt aktiv zu werden und ihre Handlungsmöglichkeiten juristisch prüfen zu lassen. Denn ohne eine Anspruchsanmeldung zum Musterverfahren oder andere verjährungshemmende Maßnahmen drohen Ansprüche der Geschädigten im Wirecard-Skandal Ende des Jahres 2023 zu verjähren!

SONNTAG bietet ergänzendes Webinar an

Für weitere Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne im Rahmen unseres Webinars „Wirecard-Finanzskandal – was geschädigte Anleger jetzt beachten müssen“ am

Donnerstag, 13. Oktober 2022, 10:00 Uhr

zur Verfügung. Sofern Sie Interesse an einer Teilnahme haben, bitten wir um Ihre Anmeldung per E-Mail an seminare@sonntag-partner.de.