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Wie lange ist es beim Bau sinnhaft auf Wärmebildmessungen zu setzen?
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Karl-Heinz Viets, swa

Wie lange ist es beim Bau sinnhaft auf Wärmebildmessungen zu setzen?

Karl-Heinz Viets, Abteilungsleiter Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Augsburg. Foto: swa

Energie- und Wärmeeffizienz waren noch nie wichtiger im Bau als jetzt. Wärmebildmessungen können dabei helfen, Lecks zu finden. Aber in welchem Zeitrahmen ist dies sinnvoll?

„Können Wärmebildmessungen noch während einer Neubauphase durchgeführt werden, um gegebenen Falls. „Lecks” zu entdecken?” 

Karl-Heinz Viets, unser Experte für Energiedienstleistungen von den swa, antwortet: 

Selbstverständlich können Wärmemessungen zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort durchgeführt werden, wenn dies erforderlich erscheint. Für ein aussagekräftiges Ergebnis ist es allerdings erforderlich, dass die gemessenen Bedingungen mit der Betriebswirklichkeit übereinstimmen. Eine Messung an den Fenstern einer Werkstatt zum Beispiel zeigt nur dann zuverlässig eventuell bestehende Wärmeverluste statt, wenn in den Räumen dahinter auch reguläre „Betriebstemperatur“ herrscht. Auch eine Messung, die vor der Installation von Dämm- und Isoliermaßnahmen durchgeführt wird, liefert keine belastbaren Erkenntnisse dafür, wo unter Umständen Lecks bestehen oder zu erwarten sind. Erst nach Abschluss der Arbeiten lassen sich eindeutige Mängel feststellen – oder bei alten Objekten jene Schwachstellen, die oberflächlich (noch) nicht erkennbar sind.

Wir beobachten in jüngster Zeit vermehrt, dass Smartphones mittels App als „Wärmebildkamera“ genutzt werden, um vor allem bei Privatwohnungen und -häusern jenen Stellen auf die Spur zu kommen, bei denen unfreiwillig die Außenwelt mitbeheizt wird. So überzeugend die farbenprächtigen Darstellungen der erkannten Temperaturunterschiede z.B. an einer Fassade auf dem Display auch wirken: Sie liefern nur Anhaltspunkte, wo weitere Prüfungen oder Nachbesserungen erforderlich sind. Sollen ernsthafte bauliche Maßnahmen aus den Messungen abgeleitet werden, braucht es standardisierte, genormte Messverfahren, die zuverlässige Rückschlüsse auf Ursachen und Wirkungen zulassen. Das entsprechende Equipment für eine solche „Thermografie“ ist entsprechend umfangreich und liefert ausführliche Daten für eine fundierte Analyse.

Bei den Thermografie-Dienstleistungen gibt es örtlich-jahreszeitliche Unterschiede. Bei Wohngebäuden und Firmenobjekten finden die Messungen im Winter und nachts statt, um möglichst prägnante, differenzierte Unterschiede zu erkennen. Thermografie für Photovoltaik-Anlagen wird dagegen im Sommer und bei Sonnenschein durchgeführt, um fehlerhafte Module – die sogenannten „Hotspots“ – oder Anschlüsse sichtbar zu machen.

Sie haben Rückfragen an Karl-Heinz Viets, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.