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Kommentar der Woche von Rebecca Weingarten

Stadtbergen im Dornröschen-Schlaf

Blick auf das Gebiet rund um den Sheridan Park, September 2016. Foto: Ulrich Wagner

Wo in Augsburg früher die Panzer rollten, will die Wirtschaft heute neue Perspektiven schaffen. Das ist allerdings nicht so ganz einfach. Denn die Unternehmen haben die Rechnung ohne die Stadtberger gemacht.

Seit Kurzem steht fest: Die Baugenehmigung für den Sheridan Tower ist bestandskräftig. Zuvor waren die Arbeiten durch einen Rechtsstreit aufgehalten worden. Geklagt hatte die Stadt Stadtbergen: Der Sheridan Tower würde zu einer unzumutbaren Lärmbelästigung für die ansässigen Bürger führen. Eine Sorge, die an sich sehr ernst zu nehmen ist.

Was allerdings stutzig macht, ist die Regelmäßigkeit, mit der Stadtbergen juristische Schritte gegen Bauvorhaben außerhalb der eigenen Stadtgrenzen einleitet. Denn der Streit um den Sheridan Tower ist beileibe nicht der erste, der das nachbarschaftliche Verhältnis trübt. Ob Sheridan Center, B17 oder das neue Sportzentrum des Augsburger Post SV: Mit Stadtbergen gibt es irgendwie immer Stress. Auch intern ist man sich alles andere als einig, wohin der eigene Weg einmal führen soll: Das neue Gewerbegebiet entlang der B300 wurde erst im Juni per Bürgerentscheid verhindert.

Augsburg entwickelt sich an der Grenze zu Stadtbergen weiter. Das ist nicht nur legitim, sondern auch gut so. Wer sich Luftbilder vom Sheridan Areal von vor 15 Jahren und von heute anschaut, stellt fest: Hier hat sich unheimlich viel getan. Unternehmen haben sich angesiedelt, Wohngebäude wurden errichtet. Auch eine neue Polizei-Inspektion und mit dem Sheridan Tower modernste Büroflächen werden bald folgen. Das ganze Gebiet wird durch diese Millionen-Investitionen aufgewertet. Der Blick nach Stadtbergen hingegen zeigt: Im selben Zeitraum hat sich dort herzlich wenig getan.

Konflikte zwischen Nachbarn, vor allem solcher unterschiedlicher Größe, sind vorprogrammiert. Trotzdem ist die zum Teil dörfliche Einstellung, mit welcher Stadtbergen den Herausforderungen unserer Zeit begegnet, unangebracht. Diesen Luxus kann sich angesichts der Dimensionen, in denen die lokale Bevölkerung und ihre Bedürfnisse wachsen, übrigens auch niemand leisten.

Statt Streitigkeiten zu befeuern, sollte Stadtbergen froh sein, dass in unmittelbarer Nachbarschaft die eigenen Versäumnisse von anderen nachgeholt werden. Langfristig wird jedoch eine eigene, zukunftsfähigere Strategie notwendig sein.

von Rebecca Weingarten

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