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Kommentar der Woche von Ulrich Pfaffenberger

Russland-Boykott geht Unternehmen an die Substanz

Symbolbild. Foto: Wavebreakmedia Ltd / Wavebreak Media /thinkstock

Die Folgen des Russland-Boykotts spiegeln sich in den Bilanzen vieler Unternehmen. Die werden in diesem Fall von der Wirtschaftspolitik im Stich gelassen.

Weniger Pleiten, mehr Überschuldung – so lässt sich das Ergebnis der jährlichen Creditreform-Untersuchung über die Solvenz deutscher Unternehmer zusammenfassen. So erfreulich der erste Teil der Botschaft ist, umso mehr erregt der zweite Besorgnis. Denn die Seiteneffekte einer überschuldeten Wirtschaft belasten das Gefüge mehr als punktuelle Ausfälle.

Creditreform hat auch die Ursachen dieser Entwicklung unter die Lupe genommen. Dabei fiel auf, dass vor allem das wegberochene Russlandgeschäft für viele Unternehmen schädlich war. Die wurden von den mit schneller Hand beschlossenen Boykott-Maßnahmen überrascht. Zeit zum Gegensteuern blieb nicht, bis neue Märkte erschlossen sind, die den Ausfall ausgleichen, braucht es Zeit und Mittel – an denen es kurzfristig mangelt.

Man wünscht sich in solcher Zeit, dass jene, die den Boykott beschließen, sich auch Gedanken darüber machen, wie sie mit den Folgewirkungen im eigenen Land umgehen. Eine vorausschauende Wirtschaftspolitik bietet hier durchdachte Hilfen an. Abzuwarten, bis die ersten Rufe nach Rettung erklingen, und dann irgendwie das Problem in Angriff zu nehmen – das genügt nicht.

Zumal viele der Firmen ihre Russland-Ausrichtung ja nicht aus politischen Gründen gewählt haben, sondern aus wirtschaftlichen. Gern wurden sie dazu durch die Politik ermuntert. In der Einladung zu einer Delegationsreise „unter der Leitung von Frau Staatsministerin Ilse Aigner“ Anfang Juli 2014 hieß es noch: „Mit einem Handelsvolumen von rund 13 Milliarden Euro (2012) ist Russland der mit Abstand bedeutendste Handelspartner Bayerns in Osteuropa. Im Rahmen der großangelegten Modernisierungsoffensive sollen in den nächsten Jahren verstärkt Technologien aus dem Ausland eingekauft werden. Für bayerische Unternehmen besteht daher erhebliches Potential, ihre Produkte und Dienstleistungen erfolgreich auf dem großen russischen Markt anzubieten.“

Dass dem heute nicht mehr so ist, dazu hat nicht die Wirtschaft beigetragen. Das ist eine politische Entscheidung. Für ihre Schulden aber müssen die Unternehmen selbst einstehen. Eine teure Lektion in Sachen „Vertrauen in eine weitsichtige Wirtschaftspolitik“.

Ulrich Pfaffenberger

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