B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

b4bschwaben.de: Regionale Wirtschaftsnachrichten

Die Top-Nachrichten aus Augsburg

Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Kommentar der Woche von Rebecca Weingarten

Kommentar: Warum der Lebensmittel-Einkauf von morgen teuer werden könnte

 Symbolbild. Foto: Grey59 / pixelio.de

Seit diesem Monat beliefert Amazon seine Kunden in den USA erstmalig mit Lebensmitteln. Ist dieses Konzept erfolgreich – wovon auszugehen ist – werden wohl bald auch andere Märkte folgen. Den Kunden könnte diese Entwicklung jedoch auf lange Sicht teuer zu stehen kommen.

Der Einstieg von Amazon in den Lebensmittelmarkt beschränkt sich zunächst nur auf haltbare Nahrungsmittel. Doch dabei wird es sicherlich nicht lange bleiben. In Deutschland bieten unter anderem Rewe, Edeka und die Post schon länger auch frische Produkte im Online-Handel an. Zahlreiche Akteure haben das gewaltige Potential dieses Marktes bereits erkannt.

Dass Amazon dieses Spielfeld jetzt auch betritt, ändert jedoch alles. Wie kaum ein anderes Unternehmen verfügt Amazon über eine unglaubliche Masse an Daten. Hinzu kommt, dass das Unternehmen logistisch extrem stark aufgestellt ist. All dies wird es Amazon leicht machen, auf einem Markt zu wachsen, der bisher gegen den Online-Handel relativ resistent war.

Amazon hat also durchaus das Potential, als Dauer- und Rundumversorger noch weiter zu wachsen. Der Grund ist simpel: Es ist praktisch, einen Anbieter für alles zu haben. Wir leben in einer Zeit, die so schnelllebig ist, dass einkaufen im Supermarkt bereits als stressig empfunden wird. Doch für diese Bequemlichkeit könnten Verbraucher einen hohen Preis zahlen.

Macht es einen Unterschied, ob ich mein Fleisch im Laden einkaufe oder es bis zur Haustür geliefert bekomme? Ja, macht es. Denn wer Lebensmittel online kauft, entfernt sich noch ein Stück weiter davon, wo das Produkt herkommt. Die Möglichkeit, Lebensmittel wahrzunehmen, zu riechen, anzufassen, mit eigenen Augen zu sehen und danach bewusster zu entscheiden, was da eigentlich konsumiert wird, geht verloren.

Dabei bestimmt die Entscheidung darüber, was wir essen und wie wir kaufen, unsere Zukunft. Das Aussterben der Innenstädte und der wachsende Berg an Verpackungsmüll sind nur zwei Beispiele, die in direktem Zusammenhang zum zunehmenden Online-Handel stehen. Beides sind erschreckende Tendenzen, die sich nur verstärken werden, wenn auch Lebensmittel zukünftig fast ausschließlich online gekauft werden. Zudem wird es noch schwerer werden, gegen Massentierhaltung und zu billige Preise für Milch und Butter zu argumentieren. Denn mit dem Online-Einkauf verschwinden die direkten Konsequenzen seines Handelns noch weiter aus dem Bewusstsein des Verbrauchers.

Online entscheidet vor allem eine Sache darüber, ob und was gekauft wird: Der Preis. Betrachtet man das gesamte Bild, könnte der Online-Handel von Lebensmitteln die Verbraucher am Ende jedoch teuer zu stehen kommen.

von Rebecca Weingarten