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Kommentar der Woche von Ulrich Pfaffenberger

Kommentar: Tante Edeka liebt die Stadt. Onkel Norma nicht so.

 Bei der Eröffnung des Rewe City in der Augsburger Maximilianstraße. Foto: B4B SCHWABEN

Jenseits der spektakulären Immobilienobjekte spielte die „Expo Real“ auch heuer wieder Stadt-Land(flucht). Die Wege sind schon gepflastert.

Es gibt viele glanzvolle Auftritte zu bestaunen, jedes Jahr auf der Expo Real in München. Es gibt auch reichlich großartige Architektur zu bewundern, während man über die feinsten Teppiche schlendert, die je eine Fachmesse geschmückt haben. Und es gibt unglaublich viele hübsche Standorte kennenzulernen, die sich alle vom selben Lachsbrötchenbeleger haben ausstatten lassen. Die wirklich nachhaltigen Erkenntnisse offenbaren sich aber dort, wo Immobilien noch „Hardware“ sind, wo der Viertelcent noch etwas wert ist: bei den Großen im Einzelhandel.

Schlag nach bei Norma. „Für die Realisierung seines soliden Wachstumskurses ist der Discounter aus Nürnberg an Objekten zum Kauf als auch zur Miete interessiert. Dabei zielt der Expansionskurs neben der Erschließung neuer Gebiete auch auf den Ersatz alter, kleinflächiger Innenstadtlagen durch moderne, großflächige Neubauten mit ausreichend Parkplätzen in stark frequentierten Verkehrslagen ab.“ Das bedeutet: Die Innenstädte müssen sich um neue Mieter kümmern. An den Ausfallstraßen bekommen Pendler eine zusätzliche Chance auf einen Einkauf vor 20 Uhr.

Schlag nach bei Edeka: „Unser Fokus liegt auf individuellen, dem jeweiligen Standort angepassten Märkten in bevorzugt städtebaulich integrierten Lagen“, so Martin Scholvin, Finanzvorstand der Hamburger EDEKA AG. „Pro Jahr eröffnet EDEKA deutschlandweit rund 200 neue Super- und Verbrauchermärkte. Hinzu kommen etwa 150 Filialen der Verbundtochter Netto Marken-Discount. Beide Unternehmen setzen dabei gezielt auf städtebaulich integrierte Lagen – beispielsweise in Wohngebieten.“ Das bedeutet: Entweder ihr Städteplaner haltet für uns ein Plätzchen in euren neuen Revieren frei – oder ihr müsst Straßen bauen, damit die Leute zu Norma ins Grüne fahren können.

Schlag nach bei Rewe: „Die Rewe Group bevorzugt Immobilien mit stadtnaher Lage bei gleichzeitig guter Anbindung für den privaten wie den öffentlichen Verkehr. Standorte, die dem Kunden qualitativ hochwertige und umfassende Nahversorgung im Wohnumfeld bieten, haben unverändert Konjunktur. Steigende Kosten für Mobilität und die wachsende Bedeutung des Online-Handels beschleunigen diesen Trend im stationären Handel zusätzlich.“ Das bedeutet: Es muss ja nicht immer Edeka sein. Und: Wo niemand mehr wohnt, wird auch nichts mehr verkauft. Eine neue Chance für Dorfläden, wenn sich jemand traut.

Schlag nach bei ECE. „Die überaus positive Bewertung der Einzelhändler für unser Unternehmen beim diesjährigen Shoppingcenter Performance Report bedeutet eine hohe Anerkennung für unsere Arbeit. Gerade im Jahr unseres 50jährigen Bestehens ist es eine besondere Auszeichnung und gleichzeitig Ansporn, unseren Weg konsequent und zukunftsorientiert weiter zu beschreiten“, so Alexander Otto, CEO von ECE, bei der Übergabe der Auszeichnung als bester Shoppingcenter-Betreiber Deutschlands. Das bedeutet: City-Galerie & Co. werden noch eine Zeitlang die Akzente in den Innenstädten setzen. Da, wo auch Rewe und Edeka hinwollen.

Tante-Emma- und Hofläden haben keine Stände auf der Expo Real. Wir werden schon sehen, wohin das führt.

von Ulrich Pfaffenberger