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Arbeitslosenquote

Hat sich der Arbeitsmarkt in Günzburg erholt?

 Beratungsservice für Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit
Archivbild. Die Agentur für Arbeit berät Menschen bei ihrer Arbeitssuche. Foto: Bundesagentur für Arbeit

Insbesondere im Gastgewerbe verzeichnete Bayerisch-Schwaben einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Vielerorts nehmen nun die Kriseneffekte ab. Kann dies die Agentur für Arbeit mit ihren Zahlen aus dem März auch für den Landkreis Günzburg bestätigen?

Im März verzeichnete Donauwörther Zweigstelle 1.511 arbeitslose Menschen Günzburger Landkreis. Damit beträgt die daran geknüpfte Arbeitslosenquote momentan zwei Prozent. Da dies 131 weniger Beschäftigungslose als noch im Februar bedeutet, konnte ein Rückgang von 0,2 Prozent erzielt werden. Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth, zieht daher ein positives Fazit: „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert und sowohl die Zahl der Arbeitslosen als auch die Arbeitslosenquote liegen sogar unter dem Vorkrisenniveau.“


Kurzarbeitergeld weiterhin wichtig?

Im März haben sich 426 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 190 aus einer Beschäftigung. Im Gegenzug konnten 549 die Arbeitslosigkeit beenden, 250 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf. Weiterhin müssen auch mit Kurzarbeitergeld einige Arbeitsstellen gesichert werden. Während im Februar aber 23 Anzeigen eingereicht wurden, waren es im vergangenen Monat nur noch zwölf.

„Allerdings wurden erst kürzlich vom Gesetzgeber die Sonderregelungen zur Gewährung des Kurzarbeitergeldes bis zum 30.06.2022 verlängert. Dadurch rechnen wir für den März mit einer höheren Anzahl an Anzeigen, da diese erst ab dem Vorliegen der neuen Weisungen im System eingepflegt werden können“, erklärt Paul.


Wo noch gesucht wird

Personal wird besonders in diesen Bereichen gesucht: Lager, Tanz und Choreografie, Metallbearbeitung, Schweiß- und Verbindungstechnik, Maschinenbau, Verkauf, Metallbau, Kranführer, Post- und Zustellerdienste und Büro- und Sekretariat. Für 1.208 Stellen werden Arbeitnehmer in Vollzeit und für 133 in Teilzeit gesucht.  Bei 318 Stellen ist eine Beschäftigung in Vollzeit oder Teilzeit möglich. Von den Personaldienstleistern sind 42 Prozent der offenen Stellen gemeldet. 78 Prozent der gemeldeten Stellen erfordern mindestens Qualifikationen auf Fachkraftniveau, während nur 47 Prozent aller Arbeitslosen diese Anforderung erfüllen. Insgesamt sind der Agentur für Arbeit 1.659 Arbeitsplätze bekannt, welche die Unternehmen besetzen wollen.


Wie stabil ist der Arbeitsmarkt?

Wie sich die Beschäftigungslage in Zukunft entwickelt, hänge wie vieles anderes mit den überregionalen Geschehnissen zusammen. Paul verweist auf die „Auswirkungen der Pandemie, Materialengpässe oder unterbrochene Lieferketten“, welche weiterhin einen negativen Einfluss nehmen können. Aber auch den Krieg wertet der Agenturleiter als „eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten“.


 Junge Menschen haben viele Möglichkeiten

Für Jugendliche gibt es im Landkreis Günzburg noch viel Bewerbungsspielraum. Paul klärt auf, wie sich derzeit die Lage auf dem Ausbildungsmarkt darstellt: „Aktuell haben 288 Jugendliche noch keine feste Zusage für einen betrieblichen Ausbildungsplatz oder eine andereAlternative wie zum Beispiel den Besuch einer weiterführenden Schule. Demgegenüber stehen 473 unbesetzte gemeldete Berufsausbildungsstellen. Es bieten sich also noch viele Chancen für die jungen Menschen, in eine betriebliche Ausbildung zu starten.“


Beschäftigungszahlen bleiben robust

In einigen Wirtschaftsbereichen sind die Beschäftigtenzahlen gestiegen, wie zum Beispiel bei Information und Kommunikation, Arbeitnehmerüberlassung, Gesundheitswesen, Heime und Sozialwesen und Erziehung und Unterricht. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei Information und Kommunikation mit 104,2 Prozent. Am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Metall- und Elektroindustrie, einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes mit lediglich 1,9 Prozent. Richard Paul ordnet die regionale Resilienz ein: „Dass sich die Beschäftigungslage in der Region trotz Corona so robust zeigt, verdanken wir auch der Kurzarbeit, die bei Konjunktureinbrüchen und besonders seit Beginn der Pandemie die Existenz von Betrieben und Arbeitnehmern sichert.“

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