SPONSORED POST Künstlerkolonien in Dachau, Murnau und Prien

euroArt: Warum sich Inspiration gern in Blau kleidet

Die Künstlerkolonien in Dachau, Murnau und Prien im Chiemsee haben ein reiches Erbe hinterlassen – und liefern dem Kunstsinn bis heute vielfältige Nahrung.

Dem Himmel so nah kommt man selten. Während die Dämmerung den Abend sanft an den Tag branden lässt, wölbt sich die Kuppel blauviolett über uns, drüben der goldene Dom der Großstadt, hüben die blinkenden Signale der Dörfer, dazwischen der hier oben nur fein rauschende, an seinen Licht- spuren wahrnehmbare Strom des Verkehrs, stumm beobachtet von den grauschwarzen Schatten der Berge am Horizont. Wir stehen auf einer Anhöhe – oberhalb von Murnau, auf einem Hügel bei Prien oder beim Dachauer Schloss – und wir verstehen, was es auf sich hat mit dieser „Blauen Stunde“, die seit jeher Denker und Künstler in ihren Bann schlägt. Auch wir, das Publikum sind nicht gefeit gegen diesen Zauber, der vor unseren Augen in der Nacht verschwindet, aber in unserem Inneren weiterwirkt.

Aus dem Brunnen des „Genius Loci“ schöpfen

Die drei genannten Orte sind Teil einer größeren Gemeinde. Sie gehören zur Vereinigung euroArt, europäischen Orten, in deren Geschichte Künstlerkolonien und vor allem Künstlerinnen eine bedeutende Rolle spielten. Alle- samt Orte der Inspiration, die sich in den Werken jener Auserwählten wi- derspiegelt, die sie einfangen und zu Bildern machen konnten. Die aus dem tiefen Brunnen des „Genius Loci“ schöpften, dessen Fluidum Zeiten und Wandel überdauert und sogar die Grenze überfließt, die bloße Betrachter von den Kunstschaffenden zu trennen scheint. Dachau, Murnau und Prien wollen bewusst Zugänge zum kulturellen Erbe öffnen, die sich einem nicht auf Anhieb erschließen. Sie bieten die Schlüssel dazu sowohl bei kurzen Stippvisiten wie bei längeren Besuchen an, bei immer wieder neuen Aus- stellungen oder bei Begegnungen mit der künstlerische Seele der Orte en passant.

Berge und Gewässer schaffen Farben

Diese Besuche, sie verändern die Sicht der Welt. Selbst vermeintlich bestens vertraute Größen wie Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz Marc oder August Macke zeigen sich in anderem Licht, wenn man beim Besuch in Murnau ihre Werke und die Kulturlandschaft miteinander verbindet, in der sie entstanden sind. Das „Blaue Land“ hat seinen Namen weder von den Far- ben der Berge, Wälder oder Gewässern dort, noch von den bevorzugten Far- ben der Künstler, die im „Blauen Reiter“ verbunden waren. Vielmehr ist es eben genau dieses einzigartige Licht, das im Übergang vom Tag zur Nacht das Land erfüllt – und das bis heute in unendlich vielen Schattierungen zu erleben ist, abhängig von Jahreszeit, Wetter und der inneren Stimmung der Betrachter.

Galadiner für den Sehnerv

Ein Besuch im Münter-Haus lässt einen unter diesen Vorzei- chen hineingleiten in die Gedankenwelt der Künstlerin, das Flanieren entlang der Bilder im Schloßmuseum wird zum Galadiner für den Sehnerv. Bis heute sind in einer lebendi- gen Kunstszene immer wieder neue Begegnungen mit der Arbeit aktiver Kunstvereine möglich, mit den Exponaten in Ausstellungen und Galerien, sowie mit einer Landschaft im Übergang vom Murnauer Moos zur Alpenwelt, die körper- lich spürbar macht, was schöpferische Kräfte freisetzt. Schon mancher, der da in sich selbst hineinforschte, entdeckte den Künstler in sich selbst.

Wegweiser durch die Geschichte

Dem Entdecken gehen Fragen voraus, zum Beispiel beim Spaziergang durch Dachau, dem „Künstlerweg“ folgend. Was Lovis Corinth wohl, damals vor fast 130 Jahren, gesehen hat, als er seine Staffelei dort aufgestellt hatte, wo wir heute vom Fürstenweg hinabblicken auf den Wald und die Amper? Eine Reproduktion seines Bildes „Waldstück bei Dachau“ verrät es uns. Die Stele, an der es angebracht ist, ist Wegweiser durch die Geschichte einer Stadt, in der sich im 19. Jahrhundert eine höchst lebendige Künstlerkolonie ansiedelte, abseits von München. An 18 Stationen werden die Orte markiert, an denen Künstler sich inspirieren ließen, ihre Motive gefun- den und gemalt haben. Vor allem die unberührte Moorland- schaft hatte es ihnen angetan, das wechselhafte Spiel der Farben in der Natur und des wechselnden Lichts der Tage und Jahreszeiten. 

Aus dem Brunnen des „Genius Loci“ schöpfen

Die drei genannten Orte sind Teil einer größeren Gemeinde. Sie gehören zur Vereinigung euroArt, europäischen Orten, in deren Geschichte Künstlerko- lonien und vor allem Künstlerinnen eine bedeutende Rolle spielten. Alle- samt Orte der Inspiration, die sich in den Werken jener Auserwählten wi- derspiegelt, die sie einfangen und zu Bildern machen konnten. Die aus dem tiefen Brunnen des „Genius Loci“ schöpften, dessen Fluidum Zeiten und Wandel überdauert und sogar die Grenze überfließt, die bloße Betrachter von den Kunstschaffenden zu trennen scheint. Dachau, Murnau und Prien wollen bewusst Zugänge zum kulturellen Erbe öffnen, die sich einem nicht auf Anhieb erschließen. Sie bieten die Schlüssel dazu sowohl bei kurzen Stippvisiten wie bei längeren Besuchen an, bei immer wieder neuen Aus- stellungen oder bei Begegnungen mit der künstlerische Seele der Orte en passant.

Berge und Gewässer schaffen Farben

Diese Besuche, sie verändern die Sicht der Welt. Selbst vermeintlich bestens vertraute Größen wie Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz Marc oder August Macke zeigen sich in anderem Licht, wenn man beim Besuch in Murnau ihre Werke und die Kulturlandschaft miteinander verbindet, in der sie entstanden sind. Das „Blaue Land“ hat seinen Namen weder von den Far- ben der Berge, Wälder oder Gewässern dort, noch von den bevorzugten Far- ben der Künstler, die im „Blauen Reiter“ verbunden waren. Vielmehr ist es eben genau dieses einzigartige Licht, das im Übergang vom Tag zur Nacht das Land erfüllt – und das bis heute in unendlich vielen Schattierungen zu erleben ist, abhängig von Jahreszeit, Wetter und der inneren Stimmung der Betrachter.

Galadiner für den Sehnerv

Ein Besuch im Münter-Haus lässt einen unter diesen Vorzeichen hineingleiten in die Gedankenwelt der Künstlerin, das Flanieren entlang der Bilder im Schloßmuseum wird zum Galadiner für den Sehnerv. Bis heute sind in einer lebendi- gen Kunstszene immer wieder neue Begegnungen mit der Arbeit aktiver Kunstvereine möglich, mit den Exponaten in Ausstellungen und Galerien, sowie mit einer Landschaft im Übergang vom Murnauer Moos zur Alpenwelt, die körper- lich spürbar macht, was schöpferische Kräfte freisetzt. Schon mancher, der da in sich selbst hineinforschte, entdeckte den Künstler in sich selbst.

Wegweiser durch die Geschichte

Dem Entdecken gehen Fragen voraus, zum Beispiel beim Spaziergang durch Dachau, dem „Künstlerweg“ folgend. Was Lovis Corinth wohl, damals vor fast 130 Jahren, gesehen hat, als er seine Staffelei dort aufgestellt hatte, wo wir heute vom Fürstenweg hinabblicken auf den Wald und die Amper? Eine Reproduktion seines Bildes „Waldstück bei Dachau“ verrät es uns. Die Stele, an der es angebracht ist, ist Wegweiser durch die Geschichte einer Stadt, in der sich im 19. Jahrhundert eine höchst lebendige Künstlerkolonie ansiedelte, abseits von München. An 18 Stationen werden die Orte markiert, an denen Künstler sich inspirieren ließen, ihre Motive gefun- den und gemalt haben. Vor allem die unberührte Moorland- schaft hatte es ihnen angetan, das wechselhafte Spiel der Farben in der Natur und des wechselnden Lichts der Tage und Jahreszeiten.

Im Spannungsfeld der Blicke einst und jetzt

Wer diesem Weg folgt, erhält – etwas Geduld und Abstand zum Alltag mitbringend – gute Gelegenheit, zu spüren, was die Künstler berührte und zu ihrer Interpretation der Orte anregte. Ihre Bilder öffnen sich im Spannungsfeld von einst und jetzt, laden ein zum Spaziergang in Gedanken und regen die Fantasie an zum Dialog mit den KünstlerInnen. Vielleicht sogar mit den „Dachauer Malweibern“, dem despektierlichen Titel für Frauen, die bis 1920 nicht an die Akademien durften und ihre Kunst daher an privaten Malschulen vertieften. Die Originale der Kunstwerke sind in der Gemäldegalerie Dachau zu sehen.

Spuren des Wandels

Die längste Tradition einer Künstlerkolonie im Lande verzeichnet der Chiemsee. Seit Johann Georg von Dillis 1792 die erste Ansicht des „Bayerische Meeres“ schuf, entwickelte es sich zum Anzie- hungspunkt zahlreicher Künstlergenerationen. Insbesondere auf der Fraueninsel siedelten sich eine ganze Reihe von Malern an, unter denen Karl Raupp und Josef Wöpfner als „Inselkönige“ her- ausragten und stilbildend wirkten. Wenn wir heute einen Ort oder eine Landschaft als „malerisch“ bezeichnen, hat deren Arbeit wesentlich zum allgemeinen Verständnis dieses Begriffs beigetra- gen. Beim Spaziergang durch den Ort und sein Umland sind bis heute jene Künstlervillen und zu Ateliers umgewandelten Bau- ernhöfe zu sehen, in denen die Inspiration zuhause war, manch- mal bis heute noch ist.

Darum: Wanderer, kommst Du nach Dachau, Murnau oder Prien, dann öffne Deine Augen. Wie in einem immerwährenden Adventskalender werden sich Überraschungen auftun, die die Vorfreude stei-gern. Der anschließende Besuch auf den Weihnachtsmärkten sei Dir dann von Herzen vergönnt.

Weitere Informationen zu den drei euroArt-Gemeinden in Oberbayern und ihrem Kulturangebot finden Sie unter:

murnau.de/de/willkommen.html

dachau.de/tourismus

tourismus.prien.de/erlebnis-kategorien/kunst-kultur/

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SPONSORED POST Künstlerkolonien in Dachau, Murnau und Prien

euroArt: Warum sich Inspiration gern in Blau kleidet

Die Künstlerkolonien in Dachau, Murnau und Prien im Chiemsee haben ein reiches Erbe hinterlassen – und liefern dem Kunstsinn bis heute vielfältige Nahrung.

Dem Himmel so nah kommt man selten. Während die Dämmerung den Abend sanft an den Tag branden lässt, wölbt sich die Kuppel blauviolett über uns, drüben der goldene Dom der Großstadt, hüben die blinkenden Signale der Dörfer, dazwischen der hier oben nur fein rauschende, an seinen Licht- spuren wahrnehmbare Strom des Verkehrs, stumm beobachtet von den grauschwarzen Schatten der Berge am Horizont. Wir stehen auf einer Anhöhe – oberhalb von Murnau, auf einem Hügel bei Prien oder beim Dachauer Schloss – und wir verstehen, was es auf sich hat mit dieser „Blauen Stunde“, die seit jeher Denker und Künstler in ihren Bann schlägt. Auch wir, das Publikum sind nicht gefeit gegen diesen Zauber, der vor unseren Augen in der Nacht verschwindet, aber in unserem Inneren weiterwirkt.

Aus dem Brunnen des „Genius Loci“ schöpfen

Die drei genannten Orte sind Teil einer größeren Gemeinde. Sie gehören zur Vereinigung euroArt, europäischen Orten, in deren Geschichte Künstlerkolonien und vor allem Künstlerinnen eine bedeutende Rolle spielten. Alle- samt Orte der Inspiration, die sich in den Werken jener Auserwählten wi- derspiegelt, die sie einfangen und zu Bildern machen konnten. Die aus dem tiefen Brunnen des „Genius Loci“ schöpften, dessen Fluidum Zeiten und Wandel überdauert und sogar die Grenze überfließt, die bloße Betrachter von den Kunstschaffenden zu trennen scheint. Dachau, Murnau und Prien wollen bewusst Zugänge zum kulturellen Erbe öffnen, die sich einem nicht auf Anhieb erschließen. Sie bieten die Schlüssel dazu sowohl bei kurzen Stippvisiten wie bei längeren Besuchen an, bei immer wieder neuen Aus- stellungen oder bei Begegnungen mit der künstlerische Seele der Orte en passant.

Berge und Gewässer schaffen Farben

Diese Besuche, sie verändern die Sicht der Welt. Selbst vermeintlich bestens vertraute Größen wie Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz Marc oder August Macke zeigen sich in anderem Licht, wenn man beim Besuch in Murnau ihre Werke und die Kulturlandschaft miteinander verbindet, in der sie entstanden sind. Das „Blaue Land“ hat seinen Namen weder von den Far- ben der Berge, Wälder oder Gewässern dort, noch von den bevorzugten Far- ben der Künstler, die im „Blauen Reiter“ verbunden waren. Vielmehr ist es eben genau dieses einzigartige Licht, das im Übergang vom Tag zur Nacht das Land erfüllt – und das bis heute in unendlich vielen Schattierungen zu erleben ist, abhängig von Jahreszeit, Wetter und der inneren Stimmung der Betrachter.

Galadiner für den Sehnerv

Ein Besuch im Münter-Haus lässt einen unter diesen Vorzei- chen hineingleiten in die Gedankenwelt der Künstlerin, das Flanieren entlang der Bilder im Schloßmuseum wird zum Galadiner für den Sehnerv. Bis heute sind in einer lebendi- gen Kunstszene immer wieder neue Begegnungen mit der Arbeit aktiver Kunstvereine möglich, mit den Exponaten in Ausstellungen und Galerien, sowie mit einer Landschaft im Übergang vom Murnauer Moos zur Alpenwelt, die körper- lich spürbar macht, was schöpferische Kräfte freisetzt. Schon mancher, der da in sich selbst hineinforschte, entdeckte den Künstler in sich selbst.

Wegweiser durch die Geschichte

Dem Entdecken gehen Fragen voraus, zum Beispiel beim Spaziergang durch Dachau, dem „Künstlerweg“ folgend. Was Lovis Corinth wohl, damals vor fast 130 Jahren, gesehen hat, als er seine Staffelei dort aufgestellt hatte, wo wir heute vom Fürstenweg hinabblicken auf den Wald und die Amper? Eine Reproduktion seines Bildes „Waldstück bei Dachau“ verrät es uns. Die Stele, an der es angebracht ist, ist Wegweiser durch die Geschichte einer Stadt, in der sich im 19. Jahrhundert eine höchst lebendige Künstlerkolonie ansiedelte, abseits von München. An 18 Stationen werden die Orte markiert, an denen Künstler sich inspirieren ließen, ihre Motive gefun- den und gemalt haben. Vor allem die unberührte Moorland- schaft hatte es ihnen angetan, das wechselhafte Spiel der Farben in der Natur und des wechselnden Lichts der Tage und Jahreszeiten. 

Aus dem Brunnen des „Genius Loci“ schöpfen

Die drei genannten Orte sind Teil einer größeren Gemeinde. Sie gehören zur Vereinigung euroArt, europäischen Orten, in deren Geschichte Künstlerko- lonien und vor allem Künstlerinnen eine bedeutende Rolle spielten. Alle- samt Orte der Inspiration, die sich in den Werken jener Auserwählten wi- derspiegelt, die sie einfangen und zu Bildern machen konnten. Die aus dem tiefen Brunnen des „Genius Loci“ schöpften, dessen Fluidum Zeiten und Wandel überdauert und sogar die Grenze überfließt, die bloße Betrachter von den Kunstschaffenden zu trennen scheint. Dachau, Murnau und Prien wollen bewusst Zugänge zum kulturellen Erbe öffnen, die sich einem nicht auf Anhieb erschließen. Sie bieten die Schlüssel dazu sowohl bei kurzen Stippvisiten wie bei längeren Besuchen an, bei immer wieder neuen Aus- stellungen oder bei Begegnungen mit der künstlerische Seele der Orte en passant.

Berge und Gewässer schaffen Farben

Diese Besuche, sie verändern die Sicht der Welt. Selbst vermeintlich bestens vertraute Größen wie Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz Marc oder August Macke zeigen sich in anderem Licht, wenn man beim Besuch in Murnau ihre Werke und die Kulturlandschaft miteinander verbindet, in der sie entstanden sind. Das „Blaue Land“ hat seinen Namen weder von den Far- ben der Berge, Wälder oder Gewässern dort, noch von den bevorzugten Far- ben der Künstler, die im „Blauen Reiter“ verbunden waren. Vielmehr ist es eben genau dieses einzigartige Licht, das im Übergang vom Tag zur Nacht das Land erfüllt – und das bis heute in unendlich vielen Schattierungen zu erleben ist, abhängig von Jahreszeit, Wetter und der inneren Stimmung der Betrachter.

Galadiner für den Sehnerv

Ein Besuch im Münter-Haus lässt einen unter diesen Vorzeichen hineingleiten in die Gedankenwelt der Künstlerin, das Flanieren entlang der Bilder im Schloßmuseum wird zum Galadiner für den Sehnerv. Bis heute sind in einer lebendi- gen Kunstszene immer wieder neue Begegnungen mit der Arbeit aktiver Kunstvereine möglich, mit den Exponaten in Ausstellungen und Galerien, sowie mit einer Landschaft im Übergang vom Murnauer Moos zur Alpenwelt, die körper- lich spürbar macht, was schöpferische Kräfte freisetzt. Schon mancher, der da in sich selbst hineinforschte, entdeckte den Künstler in sich selbst.

Wegweiser durch die Geschichte

Dem Entdecken gehen Fragen voraus, zum Beispiel beim Spaziergang durch Dachau, dem „Künstlerweg“ folgend. Was Lovis Corinth wohl, damals vor fast 130 Jahren, gesehen hat, als er seine Staffelei dort aufgestellt hatte, wo wir heute vom Fürstenweg hinabblicken auf den Wald und die Amper? Eine Reproduktion seines Bildes „Waldstück bei Dachau“ verrät es uns. Die Stele, an der es angebracht ist, ist Wegweiser durch die Geschichte einer Stadt, in der sich im 19. Jahrhundert eine höchst lebendige Künstlerkolonie ansiedelte, abseits von München. An 18 Stationen werden die Orte markiert, an denen Künstler sich inspirieren ließen, ihre Motive gefun- den und gemalt haben. Vor allem die unberührte Moorland- schaft hatte es ihnen angetan, das wechselhafte Spiel der Farben in der Natur und des wechselnden Lichts der Tage und Jahreszeiten.

Im Spannungsfeld der Blicke einst und jetzt

Wer diesem Weg folgt, erhält – etwas Geduld und Abstand zum Alltag mitbringend – gute Gelegenheit, zu spüren, was die Künstler berührte und zu ihrer Interpretation der Orte anregte. Ihre Bilder öffnen sich im Spannungsfeld von einst und jetzt, laden ein zum Spaziergang in Gedanken und regen die Fantasie an zum Dialog mit den KünstlerInnen. Vielleicht sogar mit den „Dachauer Malweibern“, dem despektierlichen Titel für Frauen, die bis 1920 nicht an die Akademien durften und ihre Kunst daher an privaten Malschulen vertieften. Die Originale der Kunstwerke sind in der Gemäldegalerie Dachau zu sehen.

Spuren des Wandels

Die längste Tradition einer Künstlerkolonie im Lande verzeichnet der Chiemsee. Seit Johann Georg von Dillis 1792 die erste Ansicht des „Bayerische Meeres“ schuf, entwickelte es sich zum Anzie- hungspunkt zahlreicher Künstlergenerationen. Insbesondere auf der Fraueninsel siedelten sich eine ganze Reihe von Malern an, unter denen Karl Raupp und Josef Wöpfner als „Inselkönige“ her- ausragten und stilbildend wirkten. Wenn wir heute einen Ort oder eine Landschaft als „malerisch“ bezeichnen, hat deren Arbeit wesentlich zum allgemeinen Verständnis dieses Begriffs beigetra- gen. Beim Spaziergang durch den Ort und sein Umland sind bis heute jene Künstlervillen und zu Ateliers umgewandelten Bau- ernhöfe zu sehen, in denen die Inspiration zuhause war, manch- mal bis heute noch ist.

Darum: Wanderer, kommst Du nach Dachau, Murnau oder Prien, dann öffne Deine Augen. Wie in einem immerwährenden Adventskalender werden sich Überraschungen auftun, die die Vorfreude stei-gern. Der anschließende Besuch auf den Weihnachtsmärkten sei Dir dann von Herzen vergönnt.

Weitere Informationen zu den drei euroArt-Gemeinden in Oberbayern und ihrem Kulturangebot finden Sie unter:

murnau.de/de/willkommen.html

dachau.de/tourismus

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